Mon Frere!
Das letzte von Mon Frere war vom 5 ten hujus, das meine aber vom 15 ten, und ich habe bisher alle Posttage geschrieben, welches zu melden Ursache habe wegen letzthin vorgefallener 3^&%S.rung der Post.
Was ich im vorigen von einer praefation ad Inst^tutum^FUndatio-
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nis geschrieben, und was diese ferner angeht, bitte considera-
tion zu ziehen und mir darüber Antwort zu ertheilen.
Die sei. Frau von Wiesenhütten betrf., schriebe letzthin von tuberculis pulmonum. Sie hatte verboten, ihre Leiche zu öffnen, es mußte aber doch geschehen, weilsehr auslief, und da fand sich die Lunge überall mit pl<*ara verwabhsen, und darinnen unzählige tubercula und ooorotl und dabey supparatio und Brand; in der Gall- blase ein ziemlich großer Stein und keine Galle, sondern an deren Statt eine Materie von Farbe und consistenz wie Haberschleim; in utero ebenfalls viele wie in der Lunge, woraus carcinlmata
"hätten werden können.
Indem ich so weit gekommen, erhalte Mon Frere geehrtes vom 12 ten hujus.
Ich bin darüber erfreut, daß Mon Frere meine Hauskauf wohlgefällt und danke vor den gütigen Wunsch dazu! Ich hoffe es solle aus dem gantzen Werk etwas nützliches werden. Wie Mon Frere vor gut findet, so soll unter dem Wappen die Inscription über der Hausthür lauten:
AEdes Fundationis Senckenbergi^^^ in publica commoda Anno MDCCLXIII
Das Wort Pro te stantisch kann bey Gelegenheit Kar wohl in einer Praefation zu dem Instrument# Fundationis explicirt werden, daß es also zu verstehen wie hier Brauch ist, daß nämlich Lutherana Religio dominfv, dabey aber Reformata mit participirQ nach der forma regi#**' . Nach Masgabe jLben dieser hätte auch vor in dem Bürger- und Beysassen Hospital die B 3. Reichsreligionen( Leider! in der Religion haben wir auch 3. Füße, und hinken eben wie im Müntzwesen) aufzunehmen, jedoch so, daß jede Religions-Verwandten & part in besonderen Zimmer^seyen. Vielleicht könnte auch ohne praejudiz der