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daß die feiten Ädminiftratores nur immer zusammen spa­ren/ und die Capitalia ohne Noch/ und nur aus der Absicht/ um eine immer reichere Stifftung zu haben/ häufen; sondern es ist mein ernstlicher Wille- daß alsdann die Werke bet Christlichen Liebe sich vermehren Und immer weiter ausbrei- ten sollen. Es soll aber solcher Ueberfluß an keine Art der ordentlichen Betteleyen/ sondern vielmehr also verwendet werden/ daß man der KircheMristi in ihren Bedrängnissen und besonderen Nöthen- auch zu ihrer Ausbreitung unter^F^^^^^ den Ungläubigen und Irrgläubigen- wir nicht weniger denen '

armen Predigern Und Schuldienern- die hin und wieder in'^''^^' ^ groser Dürftigkeit leben- und derselben nochleidenden Witt- wen und Waysen zu Hülfe komme. Und weil das Minifte- rium und dessen Senior von dergleichen Bedürfnissen bessere 's ~ * Nachricht haben: so soll jederzeit diese Hülfsleistung entwe-- der nach Ihren Vorschlägen- oder doch mit Ihrer Zurath- ziehung geschehen.

VI i. Stiffts - Regeln, welche die Adeliche Stiffts- Personen zu beobachten haben.

§. 68 .

Nachdem ich bisher umständlich angezeiget, worinnen überhaupt meine Verordnungen in Anfthung diefts meines I

Stiffts bestehen sollen: so will ich jetzo noch insonderheit beyfügen, nach welchen Regeln die Adeliche Stiffts-Per- i

sonen sich verhalten sollen. :

1. ) Die wahreGottesfurcht, die ihren Grund in einem bekehrten Herzen hat- soll billig die vornehmste Sache seyn, wornach die Stiffts-Personen trachten- und darinnen stets zu wandelen suchen.

2. ) WeilGOtt ordentlicher Weise seine von Ihm selbst >

verordnete Gnaden - Mittel, nemlich ftin Wort und heilige

G 2 Sacra- s

Zustina Cathanna Steffan von Lronstett^