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Inftru&ion eines Traiteur.

N Austheilung der Speisen / und Abreichung der Sup»

> pen (sie scye nun lauter / oder Semmel in dieser aufge. schnitten ) soll die vorgeschricbene Tag.Ordnung auf das genaueste beobachtet werden ; er Traiteur ist beynebens / nach dem Inhalt der errichteten Speis. Ordnung / dann des Speis-Zettels/ welches er von dem Medico Affiftente täglich überkommt / die Speisen wohl und gut ausgekocht / auch wohl geschmackt / nicht weniger in der be« hörigen Quantität / zurichten zu lassen ; erwehnte Suppen von frisch gesottenen Rindernen Fleisch zu verschaffe» / und nicht etwann warmes Wasser mit einer Fetten zu vermischen ; end­lich auch einen gesunden und guten Wein / nach dem ausgesetzten Wert/ zu reiche» schuldig. Übrigens wird er Traiteur wegen aller vorbeygehenden Fehlern zur Verantwortung gezogen / und die Ent­schuldigung/daß seine Leut es übersehen/ nicht angenommen werden.

2.) Weilen man an Seiten der Commiffion blos allein auf die Verköstung der im Spital befindlichen Armen / und Haus-genoffe» nen bedacht/ dadurch aber niemanden zu beschweren / noch aus dem Spital ein Wirtshaus machen zu lassen / gefinnet ist : als soll er Traiteur nicht berechtiget seyn / einiges Getränck Über die Gaffen auszuschäncken / noch / gleich einem Wirth / Speis und Tränst! fremden Leuten abzugeben; und würde / bey nicht Befolgung des- sen/ mit ihme Traiteur eine Aenderung vorgenommen werden.

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Weis - Mrdnung in dem Drancken

Upital zur Merheiligflen Wreyfaltigkeit. Für die armen Krancken.

Schwache korrion. Zn der Frühe: lautere Suppen.

AufMittag: Trinck-Bonadel. Nach-Mittag / und in der Nacht: lautere Suppen.

Zum Nacht-Essen: Trinck- Bonadel.

Viertel kortion. Zn der Frühe: lautere Suppen.

AufMittag: Suppen mitSchnitteln. Trockene Mehl-Speis.

Obst-Speis.

; Mund-Semmel.

Nach - Mittag / und in der Nacht: lautere Suppen.

Zum Nacht ' Essen: gutes Bonadel. Gersten.

M 2 Hab