§. i6.

Weil man der Obrigkeit nicht zumuthen kann, derglei- chen Angelegenheiten unmittelbar zu besorgen, hat mein Herr Oheim sich Adminiftratores aus dem Coilegio derer Herrn Medicorum ex numero Proteftantium erkieset, de-

nen und dem Armuth zu gut die ganze Stiftung angesehen ist. Es könnte diese Verwaltung nicht in besseren Händen sein, und die Oberaufsicht des Rathes, der Bürgerschaft, und der Familie, oder derer an ihre Stelle tretenden/ werden zu allen Zeiten machen, daß alles in der grösten Richtigkeit gehe, und menschmöglicher Dingen nichts verab­säumet werde. Ihre genaue Obsicht dürfte nunmehro son­derlich bey dem mit dazu kommenden Spital nöthig sein, damit nicht diejenige gerechte Klagen, wie bey den mehre- sten Stiftern von dieser Art eintretten mögen, welche ich in meines Herrn Vaters Vorrathe in einer bisher meines Wissens ungedruckten Urkunde des Bischoffen Albrechts von Brixen, von 1323. angetroffen, die ich ihres merkwürdi­gen Jnnhalts wegen fob Num. 3. beylege.

Weil mein Herr Oheim nachdem Er im kebruano letzt­abgewichenen Jahres 1766. das räumliche von Stetzenba- chische, ehedem von Jeckelische Geschlechter-Haus, samt dem weitläufigenUmfMg, auf der grosen Eschenheimer Gasse, für 2 Zooo. fi. , und also, daß das Stiftungs-Kapital im mindesten dabey nicht angegriffen worden, käuflich an sich gebracht, und nunmehro auch das in denen Stiftungs-Brie­fen auf zukünftige Zeiten ausgefttzte, Mit dem Paborarorro

chymico, Horto medico, Theatro anatomico U. s. W. wie

auch den Anfang einer Hospital-Einrichtung selbsten besor­gen, und seiner lobwürdigen Absicht gemas einrichten kann, genieset er die mit vieler Mühe verbundene Freude, seine

Bestim-