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Mffen Trost finden, sonsten auch es an reichlicher Mit­theilung nicht fehlet, endlich in Pestzeiten auch Pesthauser angeordnet zu werden pflegen, wäre dennoch kein Haus vor­handen, wo unvermögende kranke Bürger und Beysassen eigentlich ihre Unterkunft suchen sollten, und darauf Staat machen konnten, die daher weniger Zuflucht als die Frem­de fanden.

§. 12.

Frankfurt an dem Mayn würde hierinnen besser stehen, wenn nicht der Misbrauch und Veränderung der Religion alles in andere Umstände versetzet. Die Klöster und Stif­ter waren nach der Regel des heiligen Benedikts, welchem fast alle mit Fundationen versehene Orden hierinnen gefolgt sind, zur Versorgung der Armen und Nothleidenden, auch kranken Personen mit bestimmet; allein wie lange ist diese Einrichtung schon abgekommen, und die viele Stifter und Klöster die Frankfurt in seinen Ringmauern beherberget, wissen von dieser Besorgung nichts, sonderlich haben davon die Protestanten wenige oder gar keine Beyhülfe. Der

Teutsche Herren- und Johanniter- Orden wurde her- nachmals, da die Klöster und Stifter dieser ihrer Schuldig­keit nicht mehr so fleisig obgelegen, zu dem nämlichen End­zweck bestimmet. Zu Frankfurt wäre auch in diesem Stücke vor Spitäler sattsam gesorget. Man kennet ein Teutsches Haus in Sachsenhausen, welches weitläufig und zu einem Hojpital gewöhnlicher Maase mit eingerichtet ist. Das noch zu sehende Katharinen -Kloster wurde nach allen Re­geln des Teutschen-Ordens eingerichtet, und zeigen solches die von meinem Herren Vater herausgegebene Urkunden, jm ersten Theil seiner Sele&omm. Hier wäre Unterkunft vor Frauensleute. Und das Johanniter - Haus in der Schnurgasse, so die Tempelherren vermuthlich ehedem ge­habt,