M> Adler und AsDgelabrm / <w|
Wohl-erfahrner / Mein tnsonders Hochgmeigker
guter Gönner.
G ist ihnen zur gnüge bekandt / welchergestalcen ich bereits vor 24. jagten zu Heydelberg meinen so d i, ? c,.dcmicis vaiediciret / und pro gradu difputiret : Sittefi von der Z it au mich in praxi Medica geklbet/ und bißAnfang dieses annoch w ly rendenverderblichenKrieges / beyverschiedenen Städten alsPny- 6 cm, wie auch Fürstlichen und Gräflichen Höfen / (aut meiner Arceftaten/ als Hof-und Leib- Medicus > Mit Ruhm Dienste „ _ gethan.
Nachdem aöerdieferKrieg mich benebenvielenandern außderPfaltz / woichzu- letzt in Diensten stunde / vertrieben/ habe ich meine Zuflucht nach Franekmrt genommen / allwo mir auch mein Gott hohe Parronos erwecket / welche mich in « »no 1690 zu hiesiger Guarnifon beförderten.
Ob dieses nickt mit anderer Sckeelseben geschehen / daß ick als ein Frembder ( wie-
muthmaflen; und möchte wohl dieses die erste Occaiio» gegeben haben / gemeiner Bur- gerschaffl jo wohl als den Vornehmsten dieser Stadt / solche Opimon von mir beyzu- bringen / daß die von andern Orkhen hergebrachte gi ite renommee (upprimut/ und die e gleichsam in prima h«ba ersticket würde / (a) wie ich dann unter der Hand vernehincu müssen: Ich werde in meiner Prokeüion vor einen solchen Mediemn außgeschryen / der
mit gefährlichen Ehmnischen >icd>i .uncnren seine i'- a ici^cn craÄire.
Obwohlenichnun/ ohneRuhm zusagen/ auch meinem hochgeschätzten Pacmnen bekandt/ nicht leugnen kan/ baß ich das jenigeTheil dev Medidn. wovon vas vsr-- nehmst« Stück dt« Gbymie ist / und sonsten den Herren Apochecke. n überlasten worden/lautverschiedenervonmirinDruckgegebenen Büchern mehr exevstret als viele andere meiner Profeffion. Sv ist ihnen ja bekandt / und har mein hochgeneigter Gönner in feiner vergangenen Jahr an mich in Druck gegebenen Epistel selblten conceitirt: daß solches mir bey der gelahrten Welt mehr Ruhm als Verkleinerung zuwegen gebracht. „
Es ist entweder deß Neides oder Unverstandes Schuld ein Ding schelten so an und vor sich lobenswerth. Lbymifche Medicamenren/wiebekandt/sowoyl eiaboru* worden/ und man dessen versichert/ sind jederzeitvon den erfahrneren Medici,, andern vorgezogen worden. So werden auch heut zu Tag deren wenig gefiinden/ welche dergleichen nicht verschreiben / in Ansehung diese vor andern Ehymische M«üca- menteti Jjeiflett / wetette auf Mineralien Utt& Metallen , als Gold/ Silber/ Eisen/ Rnpffer/ Bley/ Spießglaß/ (Quecksilber/ Vltnoi/Salpeter/ und dergleichen / gemacht werden. Wann dann der jenige Media« zu meiden / welcher miß besagten Subjeais Medicamenten machen lasset / und verordnet / so ist sicher ein jeder Medicus mit mir ein Chymicus, und zu meiden / indein auch unter allen unstrn Herren Piaftias in Franckftirt keiner ist / welcher nicht auß obbesagten Dingen täglich Medica- menten verschreibet; und dannoch wird von ihnen gutes / von mir hingegen (b) das oonrrarium gesprochen. Ob ich schon dergleichen Medicamenlen viel weniger zu pra 5. r>. birenimBrauchhabe/ insonderheit / da ich auß eigener Erfahrung gelernet/ daß einige Lhymische Medicamenten/ so wolrarione der Mareriaiien worauß sie bereitet werden/als auch rarione der elaboraiion offt variiren / und bald schwach/ bald zu flarck hervor kommen/ so daß kein Medicus deßpsieäs halben sich gewiß zu versichern / wann er Nicht der ckymie wohl erfahren/ solche Medicamenten selber bereitet/ und durch vernünssli- ge applicarion deren Schwäche und Stärcke vorher untersuchet. Ich verschreibe miß solchen Ursachen amwenigsten der so genannten Chymischen Medicamenten / so ich nickt kenne/bezmgeeömitmeMentäglichindieApocheckengegebenenRecepten; und hatte den
jkNkgtN
(a) Sotratcs apud fUtonm. Calumniae inqnit & invidia mul tos bonos vir os peremerunt.