nehme ich mir die obgedachte Frevheit / die memtge/ wann es die Noth erfordert / dabey zu Hülsszu nehmen-
Daß ich aber in Lenere sowenig Rcceprcn in dieApotbecken^chrei- be / und welches rueine söverfgrios glauben macht / ich muffe in der tz^tadt/ mit meinen Medicamentcn grosse Praxin treiben; solnuß aber leider klagen/ daß niemand schuld daran ist/ als einige neydifche ^vi-dici, Apo- thccker/ und dergleichen / dann nachdem mich dieje/ nun bev vielen Jahren her/ durch dre gantze Stadt/als einen Gdvmicum ausge- f^drüHen/ der mit scharssen hitzigen GUvmischen Medicamentcn ferne Patienten hartangrersfe/so Habenste tnich bey dcnr gemeinenMmm/ auch wohl andern coniiderabeien sSrngan/ welche wenig wissen was ein Güyrnisi'hes oder Galcnisihes Medicamcnt Heist / in solchen Miß -Lrc- dn gebracht / daß ich wohl in Jahr und Tag / unter solchen Leuten kaum einen Uaejenren überkomme/ wo solten dann die Recepren Herkommen? und was andere sonderbare Knuten antrifft / so sind der selben nichtnur wenig / sondern ste sind auch nicht immer kranck/ daß ich auch von diesen wenig Reccpten zufthicken kan.
Und wann mir der Allerhöchste / beneben denen wenigen Saiarns, welche ichallhierrsrioncverschiedener Bedienung / bevm Phyfica^Guar- nison und Hospital/ wovor ich einem Hochlöbl. Magiftrat/ ganh um tertbanig zu danckc n habe/ ( allem auch Feinde und Missgörmer genug aut dem Halft / welche durch allerhand ausgestreuere Uuwazhei- ten/ und Derlaumduug/ mir bald dieftn bald jenen Herren / suchen abgünstig zu machen/ tim mir den sauren tufffn Brod/ aus den Zahnen zu raffen/) nicht auch unter fremden und auowcrdigen Herrfchaffreu das Glück gönnete / daß meine gute Medicamcnren Hey selbigen mehr/ als hier in FranckfurtTüimilt und werth gehalten würden/ so müsteich mit meinen Weib und Kindern schmal leben/ angesehen ich bey meiner oi-dman-en Praxi allhier/dasgantze Jahr / manchmal)! keine f«. fl. noch von meinen wenigen M dicamcntcn , wovon zu zetten embekannter Freund etwas langen last/ keme l s.fl. zchlen ran.
Wie dieses einen ehrlichen Mann allhier in Francksurt accom- modircn könne/ gebe zu großgütlstigen Bedencken / und daß sich dieses in der Thar alsoverhalte/ kan ich beneben mcinem ^^11, jurarö beklagen.
Allein man betrachte die modische Boßheit der jcnio.cn f ste fcircn Medid0^1* andere/ welche mich solcher gestalten b'a-iniret/ unb üi solchen Mißcredit gesttzt: eben diese versthreiben ihren Priemen täglich
Chy-