gewichene Woche gestorben.
Men, den 20. Jan. Von dem Hochfürstlich- Braunschwerg-WolffenbückellscheaHoffist den , 6 . dieses der geheimbde Rath uns Cantzler, Herr Baron vonDobcnz, hierangelangk, und hak sogleich seine auffgehabte Condv- !entz-S6)reiben allerhöchsten Orths übergeben. Am 17. dieses bat der junge Herr Grass von Rosenberg/eine Reise nach Stockholm angetretten, allwo derselbe die Staats- Angelegenheiten des Kayseriich - König!. Hoffs einige Zeit besorgen soll.
Haag, den 20. Januarii. Der Kriegs-Staat für das jetzt lauffende Jahr ist nach denen provintzien abgesand worden. Vorgestern halte der Rußisch - Kayserl. ausserordentliche Ambassadeur und Plenipotentiarius, Grass von Golofkin, mit dem wöchentlichen Präsidenten von Jhro Hochmögenden Versammlung eine Conferentz, wie dann auch mit diesem der Rom. Kayserl. extraordinaire Envoye und Bevollmächtigte in Conferentz gewesen ist. Gestern hat auch der Frantzöstsche Ambassadeur, Marquis von Dt. Contest, mit einigen Herren des Staats conserirk. Von konden ist ein Erpresser hier angelangt, welcher dem hiesigen Groß-Brittanaischen Minister, Graffenvon Holdcrneß, einige Depeches übergeben und darauff seinen Weg nach dem Norden sortgesetzet hat. Dieser Minister hak seither bcy dem PrintzenErb- Stadthalter Audientz gehabt, und hat auch hernach mit den vornehmsten Gliedern der Re» gierung conserirk.
Brüssel, den 22. Januarii. DieCommandantcn der Kayserl. Trouppen, weiche sich in hiesigen Provintzten befinden, haben die Ordre empfangen, ihre Compagnien vordem EndedesAprilscompletzu haben.
Cölln, den 22. Januarii. Unser Magistrat hat alle masquirteBals währendem Earnevai verbotten. Am 17. dieses entstünde zu Varikum, einem 5. Stunde von hier bcy Romerskirchen gelegenen Dorff, in einer Scheuer ein Brand , wodurch dieselbe mit allen darinn befindlich gewesenen Früchten, nebst einem ansehnlichen Bauern- Hauß in die Asche geleget worden. Es ist auch bey diesem Brand alles im Stall gewesene Vieh umgekommen.
Berlin, den 2 j. Jan. Vorgestern kam der bißher an dem Rußisch -Kayserl. Hoff gestandene König!, ge- vollmachtigte Minister, Herr von Wahrendorff, aus Petersburg anhero zurück.
Fortsetzung des Avertissements von der Königlich - Preußischen Asiatischen Handelungs-Compagnie.
Was nun eigentlich den Haven von Embden anbelangt, über welchen sich sehr viele ausser uns bekümmern, ja noch andere falsche und sehr schändliche Ausstreuungen (gleichwie man in den Zeitungen oder Couranten vernommen und gelesen hat,) gemacht haben: So können wir hiervon mit Sicherheit und Wahrheit sagen und anzeigen, daß selbiger noch im Stand fco, ja daß selbsten 1. drey mastige Schiffe, das eine ir;. Fuß lang, 280. Last, genannt kri. «lcncus li-e-:, und das andere ein Grönlands-Fahrer Hs. Fuß lang, 250. Last, genannt dieUnie, beyde mit ihrer Ladung, r s. Fußtreff gehend, in dem Pfosten Jahr m
oben benannten Haven sind hinein gefeegelt. Ausser faföy daß die Compagnie den Haven nicht nöthig hat, dann sie ihre Schiffe auff der Ecke von Loegum, nicht wohl eine halbe Stunde von der Stadt, allwo tieff Wasser, sicher ein und ausladen kan. Das gantze Capital inclusive kan man versichern lassen durch die Compagnie, und nicht cm jeder Interessent seine Portion. Und da sich bereits sehr viele Interessenten finden, so soll man gleich nach der ersten» Versaimuiung mit mehrer Gewißheit dieses alles determi- niren lassen, so,daß die Emzeichnnlig auch nicht länger als biß den 9. oder ao. May 17s i.dörffte angenommen werden. Denen Eargadeurs, Eapikamen und sämbtlichen Officiers wird man nach Maaßgebung der sodann durch dieECompagnie regulirt werdenden Listen erlauben, einige Güther vor sich mitzu bringen, nach Proportion der Chargen, so ei» jeder bekleidet, denen Matrosen aber wird man dieses nicht, wie bey andern Compagnien gebräuchlich ist, erlauben, einigeGülhervorsich mikzubringen, weilen dadurch zum Nachthei! de: Compagnie der Platz des Schiff Raum- benommen, auch viele andere Inconvenientien erwachsen dörfften; man wild Ihnen aber dagegen einen stärckern Sold accordiren. (^8.) Die Fortsetzung künfftig.)
Codlentz, den 2). Januarii. Am io. dieses habe« Jhro Churfursti. Gnaden von Trier wegen dem Tod Jhro Majestät, der verwittibten Kayserin, auff 6. Wochen die Trauer angeleget.
Maynstrohm, den 27. Januarii. Zu Franckfurk werden die Kayserl. Werbungen noch mit allem Eyffer fort» gefetzet. Cs sind auch verwichener Tagen in der Nachdahr» schafft selbiger Stadt wieder viele Remonte- Pferde nach dem Elsaß paßirt.
Hanau, den^.Ian. Allhier ist wegen hinkünff- tiger Bestraffung derer Weinverfälschungen eine Herr- schaffrliche Verordnung zum Druck befördert und den 27. curr. gnädigst anbefohlener Massen publiciret worden, welche man dem Publico hierdurch mittheilen wollen:
Von GOktes Gnaden , Wir Wilhelm, Landgraff zu Hessen, Fürst zu Herßfeld, Graffzu Catzenelnbogen,Dietz, Ziegenhayn, Nidda, Schaumburg und Hanau rc. rc.
Fügen jedermänniglich in Unserer Graffschafft Hanau hiermit zu wissen und ist allenthalben bereits mehr als zu viel bekand ; Was »nassen das in denen ältesten Reichs. Gesetzen Anno ,497. und hernach höchst ver- pönteWein-und Gisst- mischen seiteinrgerZcitilimanchkr- ley Weise und Gestalt hin und wieder von neuem überhand genommen, und von gewinnsüchtigen und ehrvergessenen Leuten vielen Menschen durch gemachte Weine am Leben und Gesundheit ein unersetzlicher Schade zugesügt, und grosse Betrügereyen damit getrieben worden. Nachdem Wir nun sothanem Unwesen vorzubeugen und die dadurch Unfern getreuen Unterkhanen bevorstehende Gefahr so rnrt. thunlich abzuwenden eine Nothdurstt ermessen : So setzen, ordnen und wollen Wir hiermit, daß diejenige, welche dieWeinemitMmeralien, Silberglett und dergleichen zu vergifften und schädlich und ungesund zu machen sich unter«