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chung würdig f diejenige aber bey nahem für die Ge­lehrteste achten/ welche dieses und jenes Ausländische/ fast nach Arth der Marckschreyer,zum Wunder - Mit­tel/ und Wunderding auszuposaunen und verkäuflich zu machen wissen.

Man kan zwar nicht läugnen/ daß manche auslän­dische Dinge uns zurGesunoheiLundzur Erleichterung bey unserer angewohnten Lebens-Nothwendigkeit sehr dienlich seyen. Gleich wie man eben auch diejenige mit einer frechen Tadelsucht nicht verwerfen mag/ welche zum Exempel an dieses und jenes ausländische Getran- cke sich also angewöhnet/ daß sie ohne solches ihre Ge­sundheit und Wohl leben zu verliehren/ befürchten.

Ob eS aber wohl und weißlich gethan ftye, daß man das Inländische und hinlängliche so gering schätze, und an das Fremde mit so grossen Vorzügen und Unkösten sich gewöhne, ist eine andere Frag.

Wann man in dieser Betrachtung seine Gedancken auf den häufigen Gebrauch der ausländischen Weinen von einigen unseren Rheinländeren gehen lässet, so wird man freylich sich mit einiger Beschämung ver­wundern müssen,daß so viele Gelder aufPortugiesische, Ungarische, Jtalianische, Spannische, Frantzösi- sehe rc. rc. Wein verwendet, und so viele Lobsprüche von der vortrefflichen Gütigkeit und Würckung dieser aus­ländischen , unserer Marion gewiß nicht eigenen Ge- träncken gemacht werden; da doch der gütige Schöp­fer uns an dem Rhein eine so grosse Menge des so vor-