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ist gewiß auch dieses ein grosses Merckmahk der fassaufs höchste gestiegenen Thorheit der Europäer, sonderlich aber unsers werthen Teutschlands, daß so viele derselbigen mit demjenigen, was sie zu ihrer Erhaltung, Gesundheit und tugendsamen Belustigung bey sich in ihren Lands^ Gegenden hinlänglich, ja oft im Überfluß besitzen, so gar nicht zu frieden seynd, daß sie vielmehr das Ausländische nicht nur in denen mehr als verworrenen Kleider- Moden und Affenmäßigen Nachahmungen, sondern auch in Speisen und Geträncken mit schwehren Kosten, und öfters noch schwehrern Gesundheits- Umstürtzun- gen, ausforschen, suchen, kaufen und gemessen, ja si> gar grosse Kosten und Bemühungen anwenden, das Ausländische zu erfragen, zu untersuchen, zu erheben, und anzupreisen, dabey aber das bey ihnen habende Allernützlichste - überflüßig zur Gesundheit und Lebens Erhaltung hinlänglich und dienlichste kaum der Aufmercksamkeit, noch weniger der genauen Untersu-
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