halte«, daß Ihre Pabsiliche Heiligkeit, sich wie- ver wohlauf befinden. Wie dann dieselbe den i zlen Sept. de- Morgens alle» Dero Ministris Audienz gegeben.

Leipzig, den 19 . Nov.

Die Kavallerie, welche biShero nach und nach hier angekommen, ist heute wieder ausgerücket, und mdie sogenannten Kohl'Gärte» verleget wor­den. ES warm mehrentheils Sachen. Dar- gegen sind Heute, Nachmittag gegen ;. Uhr, 19 . Compagnieu Infanterie eingerücket, welche, so viel man weiß, die Winter- Quartiere hier hal­ten sollen. Jede Compagnie hat i ro. Mann. ES hatten sich etliche auf dem Marsche gelüsten taffen, nur Kleinigkeiten zu entwenden, welches aber verrathen wurden, diese mußten, sobald sie nur gestellet waren, auf dem Roß- Platz Spieß - Ruthen laufen. Sie bekommen in ihren Quartieren nicht! als Dach und Fach, übri­gens muffen sie von ihrem Gelde zehren. Wegen der Werbung hat kein Student hier das ge­ringste zu befürchten. Der Rector Magniücus hat am deswegen eine öffentliche Versicherung an da- schwarze Bret schlagen lassen.

Aus dem Haag, den 2.0. Nov.

ES sind diefermal von der Admiralität zwey Kriegs - Schiffe und zwey Fregatte» denen durch den Canal paßirenden Holländischen Kanffardey - Schiffen, zur Convoy mitgegeben worden. Die Nachrichten, welche man hier von der Eroberung der Stadt Tunis erhalten, sind sehr kläglich, und können die von den Algierern auSgeübte Wuth und Grausamkeit nicht genug beschreiben. Alles ist in dieftr Stadt 2.4. Tage lang Preis gegeben und alle daselbst gefundene Daarjchaften und Effecten, wie auch die in denen Arsenalen vorhandene Kriegs- Munition mach Algier geschleppet worden. Mir einem Worte, diese Stadt ist jetzo von allen Notb,wendig, feiten und Lebens-Mitteln entblösct. Man hat eben so wenig die Gnsuls der fremden Nationen, den einzigen Englischen ausgenommtn, verscho­net. Es wird dabey gemeldet, daß besonders der Schwedische das Unglück gehabt, von die­sen Barbaren eine grausame Bastonaba auszustc- Heu, und daß seine Frau in die Gewalt eine- vor­nehmen Türken gsrathen sey

Straßburg, den 20. Nov.

Vorgestern ist der eine Zeitlang am Preußischen Hof gewesene Französische Minister,Monsieur de Valvri, von dannen allhier wieder zurück gekom­

men, und mrd.solcher, nachdem er sich etliche Tage allhier aufgehalten, seine Reise nach Paris fortsetzen. ES sind seit der Bataille vom ersten QctobriS verichiedene Preußische Deserteurs all- hier angekommen, und haben »ach und nach-ins- gesamt sowvl bey der hier liegenden Cavallerie alS Infanterie Dienste genommen; man hat sich aber in der Hofnung gute Soldaten dadurch bekom­men zu haben, sehr betrogen, da bereits der grö- ste Theil davon schon wiederum durchgegangen.

Ein anders aus Leipzig, den rr. Nov.

Ob wir.gkeich in der Stadt 19. Compagnien Preußische Infanterie und in denen Vorstädten 57c». Mann Sächsische Trabanten haben; so ist es doch so stille, als wenn kein Soldat da wäre. Die Eomplaisance der OfficierS und Gemeinen lst ganz ausnhemend. Man erwartet hier täglich Se. Majestät, den König von Preuffen, und werben deswegen die Zimmer schon für Höchst- Dieselbe in Bereitschaft gehalten. Die Haupt­wacht ist auf dem Markt aufgerichtet, und dar- «eben stehen die Feld-Stücken. Ihre Durch­laucht, die Herzogin von Eurland, haben 2 . Mann Wache, und wird allezeit, wenn sie von der Haupt.Wacht vorbey paßiren, ins Gewehr ge­treten , und das Spiel gerührt. Alle Posten sind mit Preußischer Wacht besetzt, und auf den Wäl­len stehet alle 5». Schritte eine Post.

Dresden, den 22 . Nov.

Am Freytag Abends sind Se. Königliche Ho­heit, der Prinz Wilhelm von Preuffen, allhier an­gelanget, und vor dem Gräflich Hoymischen Pa. lais auf der Pirnaischen Gasse, neben dem Post- Hause, abgestiegen. Die Armee macht »och im- mer Contre-Marsche. Zu beyden Seiten der El­be lieget alles so voll, daß Se. Majestät inner­halb einer Zeit von 2 . bis 3 . Stunden if. bi- 2 q . tausend Mann im marschfertigen Stande ha­ben können. Daß Königliche Schloß ist nunmeh- ro völlig mit Schildwachten umfttzt. Am Sonn­abend sind die Land-Stande von Sr. Majestät, dem König von Preuffen, verabschiedet worden, und eS ist dabey gebueben, daß das Land i ci. tau­fend Recrouten schaffen muß, weswegen unter denAemtern eine Eintheilung gemacher werden soll. Dem Herrn Superintendens Dr, am Ende haben Se. Maj-stät verwichenen Sonnabend zu wissen thun lassen, daß Sie ihn Sonntag Vor, mittags in der Kreutz-Kirche wolten predigen hö­ren. Es gierig also der Gottesdienst erst gegen -..Uhran, Se. Majestät, derKönig, aber nebst