die Engelander inder Mittsn an. Die Canadier fielen zu gleicher Zeit die beydeFlügel derEngiander mit vielen Muth an. Anfangs feuerten vie Fein­de Peletons Weise, indem sie aber gar zu weit von den Englischen Trouppen entfernet war, so thaten sie denselben keinen grossen Schaden, und die Englische Trouppen blieben in ihrem Rclran- . chement wie Mauren stehen, und lieffen ihre Ca- nonen auf ihre Feinde mit gutem Erfolg loßdon- nern. Es war nun das Gefecht recht angegan­gen, und die Franzose« fochten eine geraume Zeit herzhaft. Es waren aber dieselbigen nunnrehro durch das beständige Feuern aus den Englandi- schen Canonen in einige Unordnung gerathen, da­her griffen sie der Engelarrderrechten Flüge! an , wo die Regimertter des Obristen Kugyles, Wil­liams und Fitcomb stunden, die aber auch rin starkes Feuer auf ihre Feinde, und folglich das feindliche Vorhabenfruchtloß machten. Damm unsere Canonen langst denen Linien dem Feind eine Lage nach der andern gaben, so komm man gar genau merken, daß sie mcht mehr ein so starkes Feuer, wie im Anfang machten; es marschirten deswegen gegen 4. Uhr, unsere Trouppen nebst den Indianern aus dem Netrenchement, und griffen den Feind mit solcher Tapferkeit an, daß er in die Flucht geriethe, nachdem die Engelan« der viele Feinde theils getödtet, und eine grosse Anzahl Lu Kriegs - Gefangene gemacht hatten., umer denen sich ihr General, der Herr Baron von Dieskau selbsten befände, deine man seine Wunden aufder Wahlstadt verbunden, und hie­rauf in das Zelt des Herrn Johnson bringen las­sen. Um 7. Uhr war die Action vorbey. In derselben ist der Herr Johnson wir einer Kugel in dem Schenkel getroffen worden, welche man ihm noch nicht heraus ziehen können. Man kan noch nicht eigentlich den Verlust der Französin und der Indianer, die es mit ihnen halten, wis­sen; zum wenigsten aber sind über iooc>. Mann von ihnen geblieben, unter welchen sich vieleOs- ßciers und auch der Herr Pierre befindet, wel­cher die Indianer' commandiret.

Berlin, den 4. Nov.

Se. Majestät , der König, haben allergnädigst geruhet, den Präsidenten des Cammer-Gerichts und Director des Französischen Ober - Gerichts, Herrn Philipp Joseph von Iariges, zu Dero Groß-Canzler des KönigreichsPreussen und übri­gen Provinzien, und wirklichm geheimen Staats- Minister, an die Stelle des verstorbenen Frey- Herrn vonEoceeji, Exeellenr, mit allen dieser

Wurde anklebenden Prärogativen zu ernennen; in welcher Würde gestern Se. Epcellenz in dem ge­heimen Staats-Rath bereits introduciret und da­selbst in gewöhnliche Pflicht genommen worden.

Stuttgart», den 5. Nov.

Vorgestern und gestern ist das grosse Iagd-Oe- dens-Fest mit verschiedenen Soleunitaten celedri- ret worden. Es wäre uemlich an dem ersten Tag Vormittags Parforcejagd, Abends sind sämt­liche Dames und Cavaliers, und zwar die Her­ren Ordens-Ritter und Hof-Caoaliers in Gala, die Herren Cavaliers von der Jagd aber in der grossen Jagd-Uniform nach Hof gekommen, uns die sämtliche Livre-Dienerschaft erschiene in der grünen Staats-Livree. Alsdann wm'de Affem. blee und hernach grosse Tafel gehalten, worz« das Zeichen mit Trompeten und Paucken gegeben worden. Die Fürstliche wäre zu 4*. Couvert- und vou einigen Dames, denen Herren Cheva­liers und sämtlicheuHerren Cavaliersvon der IagH besitzt: Zwey Marschalls-Tafeln jede von zo. uni» eine Bey-Tafel zu iS. Couverts. Worauf noch Bal gewesen, welcher bis nach r. Uhr gedauert. Des andern Tages in der Frühe , ist ein solenner Auszug aufdie Sau-Jagd gewesen, welchervon dem Fürst!. Schloß au durch die ganze Vorstadt, zu dem Büchsen-Thor hinaus, in folgender Ord­nung vor sich gegangen : Den Anfang machten 12. Forst - Knechte, MueurS, Meister-Jäger, Büchsinfpanner, Pürsch-und Wildmeister auch Ober-Piqueurs zwey und zwey: Alsdann kamen r) ein Pauckei'und 4. Trompeter, z) Die Herren Cavaliers, weichesonsten der Schwein»Hatz bey- zuwohnen pflegen, zwey und zwey, und zwar: Herr Hauplmaim von Neubronn und Herr Haupt­mann Graf vonWitgenstein. Herr Obrist-Lieu- tenaut von Linkensdorf und Herr Cammer-Jun­ker von Sponeck. Herr Cammer-Junker vou Gablenz und Herr Cammer-Junker von Görliz. Herr Cammer-Junker von Röder und Herr Cam­mer-Junker von Schack. Herr Caminer-Iunker von Racken:; und Herr Cammer-Junker von Holle Herr Cammer-Junker von Gourcyund Herr Cam­mer-Junker von Schönfeld. Hr-Eammerherr Graf von Degenfeld und Herr Cammer-Herr vonKech- ler. Herr Cammer-Herr von Künsperg und Herr Cammer-Herr vonPölrliz. Herr Camuier-Herr von Schack und Herr Cammer-Herr von Phul. Herr Cammer-Herr von Brandstein und Herr Cammer-Herr vou Gaißberg. Herr Land-Oder- Iägermeister Graf von Pappenheim, Herr Gene­ralmajor von Röder und Herr Ritter-Haupt-