Freude und der allerzartesten Liebe empfangen M diesem Tag war der Hof überaus zahlreich, um Ihro König!. Hoheit, die Frau Erb-Prinzes- sm und die^Prinzen, wegen Dero glücklichen An- kunftzn bewittkommen. Ihro Majestät, derKönig, welche sich sehr woyl auf befinden, haben gestern dem Gottesdienstbeygewohnet, und hierauf mit dem Herrn Grafen von Holderneß, wegen der Groß-Britannischen Angelegenheiten sich rrnterredet. Es ist auch an eben diesem Tag der ordentliche Courier nach Engeland abgeschickr worden, und weil es sich auch gestern verjährte, daß Ihro Groß-Britannische Majestät als König von Engeland proclauiirel worden, so empfienge der König- deswegen von allen ausländischen Mini- stris, von denen Staats-Ministris und allen Grossen des Landes, sowol männlichen als weiblichen Geschlechts, die Glückwünsche. Er erschiene. daher jederman bey Hof in Gala, und der Zukauf der Leute zu Herrenhausen war überaus groß, um den König speisen zu sehen. Aus Cassel waren auch wegen Ihro Durchlaucht, des regierenden Herrn Landgrafens von Hessen-Cassel, gute Briefe eingelaufcn, welche bestätigten, daß sich Ihro Hochfürstliche Durchlaucht, besagter Herr Landgraf, wieder wohl befinden. Heute ist bey Hof ein grosses Fest, wobey ein Bal des Abends wird gehalten werden, welchen die ausländische Herren Ministri und der vornehmste Adel bey- rvohnen wird. Man glaubt auch, es werde auf dem grossen Theatro des Gartens in Herrenhau- ftn, mit nächsten, zur Vergnügung Ihrer König!. Hoheit, der Erb-Priuzeßm, und Dero breyen Prinzen, ein Bal gegeben werden, und alsdann eine grosse Illumination erfolgen.
AVERTISSEMENTS.
Zu Stuttgard wird nächstens eine sogenannte Real-Ze»rung oder Wochenschrift von physica- lisch-und ökonomischen Sachen, herauskommen. Wer nnn.hiezu Lust und Belieben hat, der kan m der auf einem Bogen gedruckten Nachricht, sich sichreres Raths erholen. Diese Nachricht wird m der Homännischen Officm zu Nürnberg, und m derBrönnerischenBuchhundlung zu Frankfurt gratis ausgegeben.
Frankfurt am Mayn. In Daniel Christian Hechtels Buchhandlung allhier, seinen Laden habend auf dem Kornmarkt, in dem Hause zum Kolben genannt, ist ganz neu aus der Presse gekommen, und zu haben: Faust (Ioh.Go.'tl.) geforderter Veweiß, daß das Recht der Nachsteuer ein Regale fepe, 4“>> 1756. kostet 8. kr. Schreiben einer Standes-Person an ihren Freund, betreffend den vertheidigten Glauben der Christen in Ansehung der Heil. Taufe, worinnen mit Gründen bewiesen wird, daß der ungenannte Verfasser des sogenannten vertheidigten Glaubens der Christen, denselben schlecht vertheibiget, und in diesem Stück unrichtig bestimmet hat, xvo. 17^6, kostet i r. kr.
Nachdeme wieder eine Parthie von der guten AsphaUer Wagenschmier ankommen, welche nun vvit iedermau ,dec sie gebraucht, ausserordentlich gut dchmdenwirv; So hat man solches dem Pu- biico nachrichtlich anzergen, delienjenigenaber, so noch kune Probe davon gemacht, unterricht von ihrem wüyecn Nutzen geben wollen: Daß erstlich diese Schmier keinen Unralh leivet, und mchl trocken wird, sonder«, weil es ein pur dick emgesot- tener Oel- Daft ist, so bleiben die Arten an Venen Wägen, und ore Zapfe« in allen lausenden Werkemais : Mühlen, Elsin-undKupfer-Hümmern rc. 4. 5. nno 6. Tag so fett, als wann man mir Um schUtl, Schweinen-Schmalz, oder allen andern Schmieren aüeTage z. bis rmal schmieret. Zwey- tens ist sie m wohl-verwahrten Ständlein von io. bis Pf und, a 7. kr. das Pfund, und von r 6 . bisroo.Pfund ^ 6 .kr. das Pfund, wozu ein gedruckter unterricht wegen der Gebrauchs grsus ge» geben wird. Nachdem man aber wahrgenommen, daß sowol von Juden als Christen eine ganz schlechte schwarze Schmier vor Asphalter verkauft wird, welche dieser m der Farbe etwas gleich stehet, aber abtokue n chl ist, so hat eine Kvmgl. privilegirte Lobt. Compagnie dieses Werks, vor nöthig befunden, ru averttMi, daß dre vcrirable Asphalter Wagen-Schmiere, in Frankfurt am Mayn zwar daß ganze Jahr, aber bey niemand als beyHcn.Ge- mg Lorentz Platz, hinter dem Römer, gegen der Stadt Amsterdam gerad über, zu haben.
- Dieses ist wöchentlich viermal bey denen Serlinischeu Erben undauf allen Post-Aemtern, Montags^ Dienstags, Zreytags und Samstags m haben; wird aber beyHrn. Serlinausgegeben.
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