haltm werden dürfte; so bat solcher sofort ei­nen Einfluß in die Preise einiger Maaren geaus- sert, und unter andern sind die rohen Zucker um 14, W i§. pro Cent gefallen.

Coppenhagen, den iz.Iunii.

Am Dienstage war im Lager General-Fonra- girung. An der Mittewochen gerüsteten Istro Majestät, der König, im Haupt-Quartier bey Istro Ercellenz, dem Herrn General Nummesen, das Mittags- Mahl einzunestmen, und nach auf­gestobener Tafel, zwey Eavallerie - Regimenter die Manoeuvres machen zu lassen, sodann bega­ben sich Istro Majestät nach denr Orte, wo das Artillerie-Corps seine Manoeuvres machte. Nach­dem Ihre Majestät die Sprengung der Mine an­gesehen, kehrten Allerhöchst-Dieselben nach Fried- richsberg. Gestern wurde zwischen zweyen Corps ein Treffen gehalten. Heute ist im Lager Ruhe- Tag , und Istro Majestät, der König, erwei­sen Ihre Ercellenz, dem Herrn Obristen von Pleffen, die Gnade, in dessen Zelt das Mittags- Mahl einznnehmen. An der Mittewoche tstaten Ihre Majestät, die Königin, Ihro Königliche Hoheit, der Cron-Prinz, und die übrigen König­lichen Herrschaften, eine Lust - Reise nach Cstar- lottenlund, wie sich auch Ihre Majestät, die Königin Frau Mutter, von Hirschholm dahin begeben hatten, und kehrten gegen Abend nach den Hof-Lägern wieder zurück.

Marg-Gröningen imMürtemberger-Land, den i). Iun.

Den ?ten dieses, hat den hiesigen Ort das Un­glück betroffen, daß durch ein, Nachmittags um z.Uhr , eingefallen schweres Wetter, welches ei­ne ganze halbe Stunde mit Schloffen von unge­meiner Grösse, und elnem Wolkenbruch gleichen­den Regen, angehalten, nicht nur das Garten- Gewächs völlig ruiniret, sondern auch durch die Flözen an denen Gütern ein Schaden von. we­nigst 10000. Rthlr. verursachet worden; doch hat, GOtt sey Dank! das Frucht-Feld nicht viel darunter erlitten.

Nieder-Rhein-Strom, den 14. Iun.

Nicht nur die Kayserliche und Groß-Britanni­sche Gesandten, halten mit Ihro Königlichen Hoheit, der Prinzeßin Stadthalrerin, und de­nen geheimden Rätl>en, öftere Unterreduugen, sondern es gehen die Couriers m grosser Anzahl auf und ab, also, daß Sachen lvon grösser Wich­tigkeit im Werk seyu müssen, was mau von de­

ren Vorwurf angiebch beruhet auf blosen Muth- maffungen, wie dann auch dasjenige, so von de­nen Herren Staaten von Holland behandelt wird, ein Geheimnis bleibet. Da der Termin der Hülss- Gelder, so an den Chur-Sächsischen Hofbezah- let werden, mit dem Monat September zu En­de lauft, als wird dieser Tractat mit ehestem wie­der erneuert werden. Ihro Groß - Britannische Majestät haben auch schon vor Dero Abreise Vorsehung gethan, und man zweifelt nicht, daß die sammtliche Provinzen dazu ihre Einwilligung geben werden. Nachdeme Herr Eornet,seine Be­glaubigungs-Schreiben als Ehur-Cvllnlscher Re­sident, dieser Tagen übergeben, so ist derselbe mm, wie dessen Vorfahr, Herr von Elsacker, Resident dreyer Churfürstl. Höfen.

Paris, denick.Jmm.

Das Parlament hat in seiner Dienstags gehal­tenen Versammlung, den Pater Guardian, den Vicarium und den Bruder Jean Baptiste Que» steur, des Capuciner-Elosters von Troyes, zur gefänglichen Haft verurtheilet, und 8. andere Ca- puciner aus eben diesem Eloster, persöhnlich zu erscheinen, vorgeladen. Es wurde dem Pater Provincial aufgetragen, letztere bey der im Rech­ten angesetzten Strafe, innerhalb 14. Tagen zu stellen. Hierauf hat man die Berathschlagung über die Regnete einiger Dom - Herren von Or­leans auf den r/sten dieses ausgesetzet, und be­fohlen, mit der, wider den Bischöfen von Auxer» re, angefangenen Untersuchung fortzufahren. An- bey wurde auch erkannt, vaß die durch den Pro- cureur du Roy von Auxerre gethane Untersu­chung ungültig, und hingegen dieselbe durch ei­nen von dem Prcsidial zu ernennenden Richter, wieder angefangen werden solle.

Dresden, den ick. Iunii.

Es ist allhier die hohe Verfügung getroffen worden, daß die Hamburger Waaren nicht mehr zu Wasser aus Magdeburg abgeholet werden dür­fen, sondern um der Stapel- Gerechtigkeit hal­ber, auf der neu-angelegten Straffe, über Leipzig gehen müssen.

Stuttgard, den i/.Iuuii.

Aus hiesigen Gegenden laufen verschiedene be­trübte Nachrichten ein, von heftigen Ungewittern und dadurch verursachten Schaden. Den 4ten dieses, Nachmittags nach 4. Uhr, wurde der Amts-Ort Oeffingen durch das bey nahe eine Stunde ungehaltene Hagel-Wetter solchergestalt