Kem auch mittelst eines an alle Dero Länder Ke-
xrarllmrau'vnes erlassenen Circular» Refcripu allen so- rvol geist-als weltlichen Obrigkeiten allergnädigst anöefehlen lassen, daß sie ihre llntergebene von solchen sträflichen und abergläubischen Irrthü- mern ableiten, dann hinführo auf solche ärgerliche und abergläubische Art fürzugehen, sie bey fchwerester Ahndung abhaltcn sollen.
Utrecht, den zo. April.
Ihro Majestät, der König von Groß-Britan- nien, ist vorgestern, des Morgens früh um s..Uhr, aus London abgereiset, und gegen z.Uhr zu Mittag, zu Harwich an Boord gegangen, und da her Wind überaus günstig war, so haben Ihro Majestät diesesmal nicht mehr als 13. Stunden -ey der Ueberfahrt auf der See zugebracht, indem gestern, Ihro Majestät Mittags um r.uhr, zu Hellevoetsluys glücklich angelanget. An eben diesem Tag träte der König die Reise nach Utrecht an, wo Höchstdieselbe des Abends um halb 1 1 . Uhr, m vollkommener Gesundheit, ohngeachtet der geschwind gethanen Reise und derFatiquen ankame. In derCarssse fasse bey IhroMaj., derCammerherr Herr Baronvon Wedel; derKöuig beliebte abermal bey Dero hiesigen Agenten, HerrnPonchoud, abzusteigell, bey ihm zu speisen, und auch in seinem Hause zu schlafen. Den folgenden Morgen um 6 . Uhr, reifete derKönig von hier wieder ab, um des Abends zu Bentheim zu seyn, und daselbst zu schlafen , alsdann gehet die Reise nach Diepenau, um übermorgen zu Hannover zu seyn.
Cölln, den r.May.
Ein Engelandischer Courier, welcher durch diese Stadt paßiret, und seine Reise nach Wien fort- setzet, hat die Nachricht überbracht, daß Ihro Groß-Britannische Majestät glücklich zn Hellvvet- Mys angelanget, und an Land gestiegen seye.
AVERTISSEMENTS.
Nachdem auf erfolgtes Absterben Herrn Pfarrers Johann Georg Wilhelm Iacobi,zu Obercleen, hiesigen Amts, dessen Erben, ausser dem einen Sohn, Wilhelm Conrad Iacobi, zu Vertheilung der vorhandenen Verlassenschaft sich dahier eingefunden; anbey aber, daß dieser abwesende von Dem Dcfundo cxhcrcJirt worden sey, angegeben, auch deßfalls ein so anders proclucirt, und ihn dahero pro exdudcndo zu erklären gebeten, und
dann nicht allein aus glaubwürdigen Nachrichten sichergeben har, daß gedachter Wilhelm Conrad Iacobi imIahr 17^8. hinweggekommen, sondern auch noch zur Zeit nicht bekannt ist, wohin er sich gewendet, und wo er allenfalls anzutreffen seyn möchte: Als wird er Wilhelm Conrad Iacobi hiermit öffentlich citir* und vorgeladen, in Zeit von 6. Monaten, wovon der 1 s.Iunii schiers künftig fürden ersten, der i8. Augusti für den zweyten, und der 1 L.Octobris dieses Jahrs für den dritten letzten und endlichen Termin percmtone gesetzt und benennet wird, vor allhiesigem Fürstl. Samt-Amt in Person, oder durch einen gevoümachtigten Anwald, zu erscheinen, sich mit den impcuanren über ihr Angeben in Rechtfertigung einzulassen, und darauf rechtlicher Erkänmiß, 00er aber, wofern er ungehorsamlich aussen bleiben solle, rechtlichen Verfahrens in contumaciam, nach Gestalt der Sache, gewärtig seyn solle. Occrcrum Cleeberg in der Wetterau, den 1 8 . April 1755.
Baumeister und Beamte daselbst.
Herr Christian Friede!, Handelsmann in der Fahr-Gaffe, Herr Philipp Christoph Nordmann, Aftnarius, und Herr Iohmmes Westphal, averti« ren hiermit, daß die erste Elaffe der allhiesigen Ar- men-Lotterie rühmlich geendigetworden, die bey ihnen getroffene Haupt-Gewinnste, sowol von st. i Ooo. re. als alle andere, können stündlich ab- geholet werden. Es ist auch allen bekannten aus- wärtigenHerrenEinkgern von ihrenGewinn bereits Nachricht ertheilet worden, diejenigen aber, welche dergleichen nicht erhalten haben, werden aus dem Stillschweigen genugsam abnehmen können, daß ihre Loose liegen geblieben, und dahero allerläng- stens den 4.Innii solche bey deren Verlust jedes mit fi. r. renoviren, weil die zweyte Classe den i 6 .Iunii schon wieder angehet. Es sind bey de- nenselben noch wenige Loose - fl. z. zu verkaufen, oder für alle Elasten fl. 7. womit zu gewinnen,
fl.6ooo.zooo. i ä 1 <foo, 3 ä 1000. 800. s a f oo.jf.
und kommen noch keine r. Fehler gegen einen Treffer, unter welchen in der letzten Classe fl. 9. der allergeringste ist. Auch kan noch in die Iubelen- Lotterie ä fl. 5. eingelegt werden; die schone Einrichtung dieser und anderer Lotterien, ist aus denen Plans, welche umsonst ausgegeben werde», sattsam zu ersehen.
Dieses Journal ist wöchentlich viermal bey denen Serlinifchen Erben und auf allen Post-Aemtern, Montags, Dienstags, Freykags und Samstags zu haben; wird aber bey Hrn. Serlin ausgegeben.