hMMg DerGnfalle, oder dasjenige wegzugeben, 4,nd zu verlassen, wasGroß-Britannjen, sowol Durch einen langwierigen Besitz, ais auch durch dieftrMichste Vertt'äge, mrstreiLigzugehöret. Euer Much und eme Staudhaftigkeit, so ihr bey einer so wichtigen Gelegenheit erwiesen, Paben mich in einen Stand gesetzet, auf alle Fälle in Bereit- . schüft zu stehen. Es wird mir lieb seyn, wenn rnan unter gerechten Bedingungen zu einem Ver­gleich gelangen kan, der rühmlich und billig seyn wird. Allenfalls aber verlasse ich mich aufdie Ge­rechtigkeit unserer Sache, auf den kräftigen Vey- tritt meines Volks, und auf den Schutz der gött­lichen Fürsehung. Herrn der Cammer derGemei- nen! Ich danke euch für die nötbige Veranstal­tungen, so ihr zum Dienst des jetztlaufenoen Jah­res verfügt habt. Der ausserordentliche Deylrag, den ihr mir, meine Macht zu Wasser und zu Land zu vermehren, bewilliget, ist ein so augenscheinli­cher Beweiß eures Vertrauens gegen mich, und eurer beständigen Aufmerksamkeit, zum Dienst eu­res Vaterlandes, daß ich das Vergnügen kaum aus- zudrueken vermag, welches ich aus eurer Sorgfalt, Die ihr zu so gelegener Zeit für die Sicherheit mei­ner Reiche und Staaten anwendet, und auspen deutlichen Merkmalen schöpfe,welche von der Grös­se des öffentlichen Credits, und von dem Eifer mei­ner Untetthamn, zeugen. Mylords und Herrn! Ich verlange von euch nichts mehr, als daß ihr ,sn diesen guten Grund-Sätzen, die ihr mir auf eine so feyerlicheWeise bezeuget, und mit sogro­sen Ruhm für euch selbst, ins Werk gestellethabt, beständig beharren mögtt. Lasset euch fernerhin die Erhaltung der Äduhe und guten Ordnung in eu­ren verschiedenen Bezirken, allezeit angelegen seyn, und bemühet euch, in den Gemüthern meiner Un­terhalten, die richtige Begriffe von meiner Regie­rung und von meinen zu nehmenden Maaß-Re­gulen zu bestärken, welche niemals auf einen an­dern Endzweck, als auf ihr Glück und auf Ihre Wohlfahrt gerichtet seyn werden.

Amsterdam, den 2.5. April.

Me Briefe aus London stimmen darinnenuber- em, daß die Unterhandlungen, wodurch man ge­denket zum Frieden zu gelangen, im geringsten nicht vor sich gehen, jedoch könnte noch geschehen, daß in dem Augenblick selbsien, da die Feindse­ligkeiten angehen sollen, die Friedens - Sonne hervorleuchten dürfte. Der Herzog von Mire- poir hat drey Couriers nacheinander an seinen Hof geschickt, welche vermuthlich die Entscheidung verbringen sollen. .

Dresden, den *5. April.

Nachdem beyde Königliche Majestäten, nebst derer Pr inzen, Xaver und Carls, Königlichen Ho­heiten, den l Atcrr dieses, um 1. Uhr, Dero Rei­se nach Leipzig angetreten haben; und des Chur- Prinzens, und Dero Frauen Gemahlin, Königli­che Hoheiten, um r. Uhr, gesolget sind, so hat man daher die Nachricht, daß Höchst-Dieselben sich daselbst bey allem hohen Vergnügen und Wohlseyn befinden. Für den Türkischen Kayser werden in der Porcellaui-Fabric zu Meissen, sehr kostbare Gelenke verfertiget. Weil Se.König­liche Majestät den z ten Pfingst-Tag nach Frauen­stadt reisen wollen, so wird bey der Königlichen Küche und Kellerey, bereits alles zu dieser Reise fertig gemacht.

Versailles, den r6. April.

Das,am2.istendiejes, versammlete Parlament zu Paris, hat die Königliche Antwort zu registri- ren verordnet. Die von denen Deputirteu, am i-ten dieses, allhier übergebene Vorstellungen, haben in ir. Articuln bestanden, welche haupt­sächlich gegen den Erz Bischof von Paris und sek ne Couduite gerichtet, ohne jedoch von derBulle Uttigemtus das geringste zu melden; imwischen hat der König alle diese Einwendungen, durch ob» gemeldte kurzgefaßte Antwort, abgewiesen, und seine Willens-Meinung deutlich gnug zu erken­nen gegeben. Nichts destoweniger hat das Par­lament, den 2.,sten dieses, den Corpora!-Arrest gegen den P. Thomas, einen Capuciner zu Troyes, erkennet, weil er sich geweigert, einen sichern Herrn selbiger Stadt, fein sonst gewöhnlich Beicht-Kmd ferner Beicht zu hören. Das Parlament zu Tou» lousa, hat dem Bischof von Montpellier befohlen, die aildasige Pfarreyen mit guugsamen Seelsor­gern zu versehen; inimaffen alle Pfarrer, wegen einer gewissen Dame, welcher sie allemal die Sa» cramenten verweigert, sich hinwegbegen und ihre Pfarreycn verlassen haben. Zu Riom in Auvergne, wird auf Befehl des Pariser Parlamentsein Pro- ceß, gegen 6. Geistliche selbiger Stadt, formiret, welche dreyen Carmelitcssen dieSacramente abge­schlagen haben.

Prag, den 2 . 6 , April.

Es wäre Dienstags, den rrsten dieses, da die von weylarw Rom. Kayser, Carl dem Vierten, in hiesiger Neustadt auf dem Carls-Hof erbauete

Canonix deren Canonicorum Kcgulariutn Lateran«

ad s. Auguftini, aQn)o die Kirche der llvtunda an der Tiber zu Rom von allen Ard»tc#is bewundert wird, in der zwölften Stunde des Mittags ganz