7 *

e o. > nZE

Wissenschaften sowohl, als wahre Freunde der iVottsceligkcit finden reiche Erbauung darin. Uns har der 2. nnd ia. Aufsatz am meisten ge, fallen. Jene deswegen, weil der Redner und Der Weltweift mit gleicher Starke gearbeitet haben; daher wir begierig find zu vernehmen, was der Herr Hofrath Daries dagegen einwrn-

? >en wird. Dieser darum, weil der Satyriker 0 munter, so fein und so witzig, alsein 3 W- ver, geschildert hat.

G

Sechste Betrachtes

über

Christi Heilbringendes Leiden.

Ogtw kann er, GOttts Sohn, nicht mehr gerettet werden,

Das Volk ruft, daß er sterben muß; Sebunden führt es ihn , das Heil der gan­zen Erden,

Zum Landes-Pfleger Pomius.

Da dieses Judas sieht, der ftevlend ihn verrathm,

Bereuet er , was er gethan;

So renn dem Menschen oft Lsgangne böse Lhateri,

Wenn er sich nicht mehr helfen kann.

Er bringt den Acltestcn die Silberlinge wieder, Das Blutgeld, des Verrakhes Lohn ,

Wirst mit beklemmter Brust, sie in den Tempel nieder

Und zitternd eilet er davon.

Ein Strick rndt seine Quaal, da er dem cwgm Leide

Zugleich den langen Anfang macht;

Aus seinem Leibe dringt und fällt das Ein­geweide;

Der Himmel weint, die Hölle lacht.

Auf Süuden folgen stets Verzweiflung, Angst und Schocken,

Bey ihnen hat man niemals Ruh;

So bald die Nagungen dieReu in uns erwecken, Nimmt bcv uns Furcht und Zweifel zu-

Ach, zu. wie. vielen wirst, du-einst, -Hei­land, sagen:

»f Weich von Mir, du verrieihest mich,

« Wie Judas mich verkriech, es warten seinr Plagen,

Sein nie sich endend Leid auf dich.

Welch fürchterlicher Spruch ! wer soll sich nicht bestreben,

Demselben klüglich zu entgehn.

Wer soll Erlöser nicht dir dienen und dir leben, Und dich vor aller Welt rrhöhn?

Ich wenigstens will dich vor jedermann bekennen,

Zög mirs Weh und Verfolgung nach; , Die Bosheit mag mich nur dumm und blöd­sinnig nennen,

Wir haben einen Richrungs Tag.

Der wird dann ihre Schand und tneinm Preis erklären;

Doch hierzu mußt du mir v GOtt,

Die Kraft, die sich kein Mensch selbst gebest kann, gewahren,

So acht ich weder Creutz noch Spott.

So lach ich, wenn der Geitz sich Schätz auf Schätze häufet Und mir das irrdfche Gut gebricht;

Denn wenn ein Diebstahl ihn an seine Seele greifet,

Schreckt mich Verlust und Einbruch nicht.

So lach ich, wenn der Stolz sich über sich erhebet,

Und seines Ursprungs Nichts vergißt,

Weil der, so froh und still in reiner Demuth lebet,

Weit glücklicher, als jener ist.

So lach ich, wenn im Schlamm die faule Wollust lieget,

Und sich das Leben selbst verkürzt,

Dein Leid, 0 Christus ists, das meine Seel vergnüget,

Und meiner Tage Wehrmuth würzt.

vieles aelehrte Wochenblat wird alle Dienstag und Freytag bev dem Verleger, Johann Bern, bard Eichenberg, demAeltern, Buchdrucker, nahe an der Tongesgaffe, «ebendem Triers schm Hof gelegen, zum wilden Mann genannt, gedruckt und ausgegeben.