bewogen, sich derjenigen Mittel zu bedienen, die in D^rs Gewalt stehen, um diesen Lastern Einhalt iu thun. Zu dem Ende haben Se. Majestät den Richtern, die im Begr iffstehen, sich nach ihren ver- fthiedeneDepartements zu begebeu,um daselbst ihre Sitzung zu halten, anbesohlen, stchinDeroNath einzufinden, wo ihnen der Lord Canzler auf König!. Befehl arrgekundlget hat, wie sehr es Se. Majestät zu Herzen nähmen, daß dergleichen Ver- brechen so sehr im Schwange giengen. Er hat ihnen zugleich die Wachsamkeit und Aktivität in Bestrafung solcher Verbrecher, nebst noch einigen ander Puneten, so sich auf diese Sache beziehen, besonders empfohlen, indem er ihnen zugleich auf. getragen, die Friedens-Richter auf-daS stärkste zuzureden, undsieanzumahnen, ihrer Pflicht mit der erforderlichen Aufmerksamkeit, zum Besten der Regierung und Beförderung des allgemeinen Wohls, nachzukommen.
Ein anders aus London, den i©. Merz.
Das Schiff Hardwick, so neulich aufderTem« se mitKriegs-Munition beladen, und zum Dienst einer auswärtigen Macht bestimmt, angehalten worden, soll der Englischen Ost-Indischen Compagnie dienen, und wird wirklich mttKriegs-Mu- nition beladen, es soll nach Bombay geschickt und insgemein für unterschiedliche Niederlagen derIn. dischen Compagnie in demselbigen Bezirk gebraucht werden. Von Gospert hat man, daß alldort ein Schiff mit seiner Ladung in Grund geschossen worden, wiewohlen cs ohnweit diesem Ort die Quarantaine gehalten, wegen der starken Anzeige, daß es von der Seuche angestccket,; man hat daselbst Befehle von der Admiralität empfangen, in allem Fleiß alle Kriegs-Schiffe auözurüsten, welche zur Bewahrung dieses Tdeils derer Cüsten des Königreichs allda postirer sind, zu welchem Ende daselbst und in denen benachbarten Häven freywillige Matrosen angeworben werden.
Noch ein anders aus London, den 11. Merz. Man hat seit einigen Lagen in Gegenwart Ihrer Majestät, des Königs, zu St. James verschiedene Staats -Räthe gehalten, welche überhaupt die Angelegenheiten des Groß - Britannischen Reichs, und auch insbesondere die Wahl des künftigen Parlaments betroffen. Die Ncgocia- tion zwischen den beyden Ost-Indischen, der Englischen und Französischen Compagnien, ist noch nicht abgebrochen, wie dann der Herzog von Mi- repdip, und die Französische Herren Commiffarien vor einigen Tagen eine lange Unterredung mir dem
Herrn Grafen von Holderneffe gehalten. Einer der Directeurs der Indischen Compagnie ist nach Eorck inJrrland gereiset, um daselbst eine wichtige Commißion zu verrichten. Der Lord Georg Sackviüe, Sohn des Herzogs von Dorset, Vice- König voriIrrland, soausDublm hierangelanget, hat eine öffentliche Audienz, bey Ihro Majestät, dem König, zu St. James gehabt, itt welcher dieser Lord, den Zustand der Sachen i» Irrland mündlich eröfnet.
Paris, den ,r. Merz.
Abgmichenen Donnerstags versammlet sich das Chatelet, und fällete über den Greffier Du- vancel, welcher auf Königlichen Befehl im Ge- fangniß sitzet, ein Urtheil dahin, daß er seiner Stelle entsetzet, und ein ganzes Jahr in dem Zucht- Haus, von St. Won zu Rouen eingeschloffen bleiben solle; Darauf hat man an Beendigung der ztenArticuls der Vorstellungen gearbeitet, und rrachdeme sich die Compagnie Freytags wieder versammlet, hat der Königliche Procureur derselbe» einen Arrct von dem Staats - Rath vorgeleget, und dessen Meynuug, wegen der Einregistrirung besagten Ar^ts schriftlich auf dem Bureau hinter- , lassen; Dieses Arret zernichtet das wider de» Pfarrer von St.Nicvlaus des Champs angefangene rechtliche Verfahren, und erkläret das Eha- telet von Paris, als ein unbehörlicher Richter r» dergleichen Sachen. Die Versammlung daurete bis Abends um 6 . Uhr, ohne etwas zu beschlies- sen, und hat sich den Tag darauf wieder versammlet, man weiß aber noch nicht was darinnen beschlossen worden.
Berlin, den rr. Merz.
Zum Behuf des Baues der hiesigen katholische» Kirche, haben Seine Majestät eine Lotterie vo» s©s©©o. Rthl. allergnädigst zu bewilligen geruhet.
Rotterdam, den 14- Mm.
Auf die Bittschrift, so die Holländische Kauf. Leute, die nach Rußland handle», den Herren General-Staaten übergeben, haben IhroHoch- mögende den Entschluß gefaffet, die fceye Em- und Ausfuhr dieser ;. Waaren, tzemlich: Des Wachses, derer Rußischen Fellen und des Indigo, zu erlauben. Man hat zu dem Ende bereits die nöthige Befehle an die Admiralitäten ausgeferti- get. Da nun auch schon Anno 17?*. im Febr. beschlossen worden, das Tuch und Leinwand, aus Braband, Westphalen, Bremen, Pommern, Schlesien und Orient, wie imgleichen das Karn, von Braunschweig und Schlesien, ungebleichtem