zivcyter Sohn des Prinzen vsn Strongolt, einem Bal beywohneten, so entstünde zwischen diesen beyden Herren ein Streit/ weil jeder zuerst tanzen «ölte,und da sie sich nicht vergleichen fönten, so for. derten sie sich ausden Degen heraus , da ihnen nun ihre Domestiquen nachgefolgchunb einige derselben sich zwischen ihre Herren gestellet, um zu verhin­dern, daß sie zu keinem Duell kämen/ so fügte es sich/ daß einer derselben einen .Degen-Stich be­kommen/ an welcher Wunde derselbe etliche La­ge darauf gestorben. Die beyde Herren aber ka­men hierüber in Arrest.

Brest/ den 8.Merz.

Gestern Abends, sind mit einem günstigen Wind aus diesem Haven drey Kriegs-Schiffe von der Linie/ deren jedes 60. Canonen führet, nebst z. Fregatte»/ jede von r4.kanonen, ausBefehldes Hofs, nachToulon unter Segelgegangen, woselbst sich die Flotte, derer man sich gegen die Afrikani­sche, insonderheit aber gegen die Mgierer, bedie­nen will, versammle» soll. Die Anzahl derKriegs- Echiffe, der Fregatten, der Bombardier-Ga- lioten und der Branders, welche unsere Regierung hierzu gebrauchen wird, halt man für zureichend, den Barbaren gewachsen zu seyn, und folglich wird zu diesen unsem Schiffen kein einziges Schiff einer fremden Macht stoffen. Es gehet hier das Gespräch, daß der hochmüthige Algierische Dcy eine Wache für die Wohnung unsers Konsuls ge­stellt, mit der Bedrohi'ng, ihn mit allen feinen Domestiquen und allen Franzosen die sich in Al­gier befinden , in dem dasigen Haven an Pfähle aufhängen würde, sobald die Französische Flotte vor Algier erscheinen würde.

Cremona, den 8. M?rz.

Gestern hat der hiesige Bischof in dem 8;stcn Jahre seines Alters, das Zeitliche mit dem Ewi­gen verwechselt. Er war von Geburt ein May- lander. _

Nieder-Rhein-Strom, den «.Merz.

Da man bemerket, daß alle Mächten von Euro­pa ihre See-Macht zu verstärken, sich angelegen seyn lassen , so hat der Staats-Rath sich mit de­nen Admiralität--Collegien zusammen verfüget, und beschlossen, auch das See-Wesen der Repu- blic, aufbeffern Fuß zu siegen , als selbiges seit dem Frieden von Utrecht gewesen; Jhro Königli­che Hoheit, tue Prinzeßin-Statthalterin, unter­stützet sonderlich diesen Entschluß, also, daß man einmüthiq üdcreingekommen, damit den Anfang zu machen, die Ädmiralitäts-Cammer von den Zahlungen der Zinsen der alten Capitalien zu ent­

ledigen, um dieselbe in Stand zu stellen, ihre Einkünften dahin anzuwenden, alljährlich einige neue Kriegs-Schiffezu erbauen, und die alte, welche sonsten verfaulen würden, wieder auszu­bessern; Mao hat auch von guter Hand vernom­men, daß gedachte Admiralität-, Collegiey/voll» kommene Macht und Gewalt haben, so M Geld, als sie zu Tilgung ihrer Schulden nöthig haben, auf Leib - Renten oder Fond Perdu, aufzunehmen: Die jammtliche Provinzen sollen, jede nach Pro­portion, zwanzig Jahre lang, alljährlich acht vom Hundert, dazu beytragen, also, daß inner die­sem Zeitlauf, alle auf die Admiralität stehende Capitalien, wie auch dieRückstände, ohnediege- ringste Mühe, gänzlich getilget und abgeführet werden können; Man darf sich schmeicheln, daß, so bald diese Geld - Aufnahmen werben eröfnet seyn, die See-Macht wieder in dem blühenden Stande seyn werde, wie solche, zu Beschützung derer Pflanz-Städten in beyden Indien, wie auch der Handelschaft der llrrtetthanen, erforderlich ist.

London, den 9. Merz.

Die Baraquen im Tour für die 5. Compagnien des andern Garde-Regiments sind nun fertig. Das Unter-Haus hat bewilliget, daß dem Herrn Brown dasjenige Geschenk soll gereichet werden, so diejenige bekommen, die Schisse auf den Wall- fisch-Fang ausschicken, obgleich sein Schiff ver­unglücket ftye. Es t)at.iwar in demOber-Hause der Herzog von BebfordNnc Dille übergeben, die Zeit, da das Gesetz gegen die Winkel. Heyrathen in seine Kraft gehe» soll, noch etwas weiter hin­aus zu setzen. Diese Bille wurde auch verlesen, allein auf die Frage, ob man sie zum andernmal verlesen solte, wurde die Frage mit $6 gegen 10. Stimmen verworfen, daß also die gegen die Win­kel-Heyrathen, in dcr letzten Sitzung paßirte Bil­le, den Lssten dieses Monats in seine Kraft ge­hen soll. Man hat die Königliche Entschlkssung gegen die Heillosigkeit und Ruchlosigkeit, weil sie mehr und mehr zugenommen, kund gemacht. Es lautet dieselbe folgender Massen: Da Se. Maje­stät den traurigen Fortgang, den die Gottlosig­keit, die Heillosigkeit und die Ruchlosigkeit täg­lich nehmen; und da Se. Majestät zugleich be- trachtet haben, daß sich die Mordthaten, Rau- bereyen, Vergiftungen und Meinevde v ermehren, so hat der billige Abscheu, denSe. Majestät vor dergleichen unmenschlichen Verbrechen hegen, die zur Beschimpfung der Religion und zum Umsturz der guten Ordnung avzielen, Höchst -Dieselben