Vermählet wurde. Der Courier, welcher dem König!. Französischen gevollmächtigten Minister an dem hiesigen Hofe, Herrn Marechal de camp, Chevalier de laTouche, letztens die Nachricht V0N dem Absterben des Herzogs von Aquitanien über- Lrachte, trat den yten des jetzigen Monats seinen Rückweg nach Paris an.

Nieder - Rhein * Strom, dem). Merz.

In dem Haag sind einige Deputirte, nebst dem Commandanten der Flotte der Ost - Indischen Compagnie', aus Asien angelanget. . Dieselbe werden sich in die Versammlung derer Herren Ge­neral »Staaten begeben, um einen mündlichen Bericht von der eigentlichen Beschaffenheit des Zustandes der Ost-Indischen Compagnie abzu- statten. _

Donau-Strom, den 14. Merz.

Nachdem- die Einwohner von St.Remo', ihr Besuch beym Kayserlichen Hose erneuert haben, rrm den Titul eines Reichs-Lehen geltend zu ma. chen, auf dessen Vorzüge sie sich berufen, mit- hin den Kayserlichen Schutz verlangen; So ha­ben Ihro Majestät, der Kayser, ihre Vorstel­lungen in dem Reichs-Hof-Rath untersuchen lassen, worinneu man befunden, daß solche nicht ohne Grund seyen, worüber man also die Stadt Genua habe belangen lassen.

Druffel, den r s. Merz.

Vorgestern, den rzten dieses, wurde der hohe Geburts-Tag des Durchlauchtigste» Erz-Herzo­gen von Oesterreich und Erb - Prinzen von Ungarn und Böhmen, Josephs Benedicti Augusti.'rc. re. an welchen Höchst-Dieselbe das » 4 . Jahr Dero Alters angetreten, auf das feyerlichste aühier be­gangen. Der vornehmsieAdek begäbe sich nach Hof, und stattete bey Ihco Königlichen Hoheit, pnsern General-Gouverneur, hierüber die Glück­wünsche ab, und des Abends war Appartement.

Mettenheim, den r5. Merz.

Am 25 ten Febr. ist des Königlich. Französischen Obristen, Herrn Grafen Friedrichs zu Warten­berg, Kau Gemahlin, Hochgräfliche Gnaden, mit einer Gräfin Tochter glücklich entbunden, welcher m der Heil. Taufe die Namen Eleonora Wilhelmina Seygeleget worden. Es hat aber dem Allerhöchsten gefasten, Dieselbe, zum Leidwesen des Hochgraffichen Hauses, allbereits heute früh aus dieser Zeitlichkeit wieder abrufordern.

Mayn-Strom, den r 6. Merz.

Man versichert, daß die Stände von dem Rhein. Churcraise, wie auch vom Oberreimschen krasse, sich im bevorstehenden Frühling versammle», und über wichtige zu nehmende Maaß-Reguln, wegen der lReichs-Sachen, sich berathschlagen werden.

AVERTISSEMENT 8

Bey dem Buch - Händler, Johann Goktlieb Garbe', in Franckfurt am Mayn, ist zu haben: Sehr geheim gehaltene, und nunmehro srey ent­deckte experimentirte Kunst Stücke, die schönsten und raresten Farben zu verfertigen: ingleichem Gummi-Copal, Glanz-Lacke, Holtz- und Stein« Kütten, alle Sorten von feinen sowol, als auch gemeinen Siegellack, kalte Vergülvung und Ver­silberung, wie auch im Feuer, aufMetall, Glas und Porcellain, den feinsten gelben und weiffen Tomback, rare Composition der Edelgefleine, Glaffuren, Holz-und Stein-Vergüldungen zu machen, nebst vielen noch unbekannten Chymi, schen Experimenten und Handgriffen rc. rc. De­nen Chymicis, Mahlern, Goldschmieden, Lacki- rern, Gürtlern, Schwerdfegern, Schlossern, Steinmetzen, Tischern, Nadlern, Maurern, Töpfern und andern Liebhabern zum Nutzen und Vergnügen herausgegeben, rvo, Nürnberg, »754. »5.kr. Johann Paul Röders, erläuterte Arithmetick, das ist, Arithmetische Wahrheiten nach der gewöhnlichen Art der Characteristick und nach der ordentlichen Methode der Vernunft- Schlüffe deutlich und ausführlich vorgetragen, 8vo, Nürnberg, 1754. ».fi.

Franckfurt am Mayn. In derBuchnerischen Buchhandlung im BarfnserCreutzgang, hat nun­mehr die Presse verlassen: Des s.T. Herrn Pau- lizky (Ioh. Nie.) Hochfürstl. Salm-Salm und Salm-Kyrburgischen Ober-Pfarrer zu Kyrn, die Absichten GOttes und der Menschen, bey dem Leiden Christi, welche über die Paßions-Historie in verschiedenen Betrachtungen einer Christlichen Gemeine vorgetragen, 4W, Franks. u. Lechz. 1754. kostet zo.kr. Sourhs(Roh.) n, geistliche Reden über verschiedene Texte H. Schrift, 8vo, Delitzsch, »75). 40. kr. Kunst zu leben, und mit Hohen und Niedrigen wohl Zureden, gvo, Delitzsch, I7s). 2.0. kr.

Dieses Journal ist wöchentlich viermal bey denen Serlimschen Erben und aufalle« Post -Remtern, Montags, Dienstags, Freytags Md Samstags zu haben; wird aber bep Hrn-Serlin ansgegeben.