durch diese Feuers -Brunst erlitten, auf mehr ali iooqoo , Pfund Livres.

Paris, den »o. Merz.

Diejenige Punkte, welche denDey zu Algier vorgeschrieben worden, unsermMf, wegen den ansgeübten Ungerechtigkeiten völlige Genugthu- nng zu geben, bestehen darinnen: i) Daß er nach dem Beyspiel der Regierung von Tripolis, einen Abgesandten an Jhro Majestät, den König , schi­cke, welcher bey unserm König um Gnade und Verzeihung bitten; r) daß er den, dem Schiff des Capitains Prepau zugefügten Schaben ersetzen, und ;) die Mamschaft desselben wiederum auf freyen Fuß setzen solte, allein der hochmüthige Dey zu Algier, hat die Punkte, wie bereits be- richtet worden, auf das frecheste verworfen, man glaubt also, daß dieMaaß-Regulnvonnn- sermHof bereits solchergestalt genommen worden, diesen Corsaren zu Algier die Ungnade unseres Hofs empfinden zu lassen, zu dem Ende haben vie­le Königliche Fregatten den Befehl erhalten, ge­gen die Algierlsche Schiffe auszulaufen, und sol­che, wo sie sie antreffen, in den Grund zu schief- sen.

Amsterdam, den rr. Merz.

Aus London wird berichtet, daß der Herr Graf von Gizors , Sohn des Herrn Marschalls von Belle-Isle, sich bereits r.bis 4. Wochen daselbst aufhalte, und weil dieserHerr Graf mit Befrem­den in einigen öffentl. Blattern wahrgenommen, daß man von ihm ausgegeben, als wann er mit einer Commißion belästiget wäre, da er doch in der Thor nur deswegen nach London gekommen, um dasigen Hof und Engeland zu besehen: so ist Derselbe als ein Reisender, dem König und der Kölnglichen Familie vorgestellet, wie auch beym Adel eingeführet worden, gleichwie solches allen Französischen Herren geschiehst, so nach Enge­land kommen.

Aus dem Haag, den 11 . Merz.

Die Herren Deputirten der Admiralität, sind auf den rosten dieses hieher berufen worden, um den r i sten ä-ro, die Vollziehung der Einrichtung des Freyhavens endlich in Stand zu setzen.

Elb-Strom, den ir.Merz.

Me man vernimmt, so haben Jhro Majestät, der König in Preuffen, allergnädigst beschlossen, Berlin eine Mineralien-und Foßilien-Socie. tat zu errichten, und darüber den affociirten En- treprenneurs, dem Bley- Fabrikanten, Nikolaus Zacharias Schneider, Johann Gottlieb Sonntag, Christian Friedrich Muquardt, und dem Schutz-

Juden, Moses Frankel, nicht allein ein gium privativum auf io. Jahre allergnädigst er­teilet, auch denenselben, zu desto besserer Auf» nähme dieser Fabrique, die Accis- und Zoll-Frey- heit vor vre in- und ausserhalb Landes zu debiti- renden Maaren allermildest bewlüiger, sonders es sind von Höchst-gedachter Sr. Majestät, auch an Dero Chur-Märkische, Pommerische, Neu- Märkische, Magdeburgische, Halberstädtische, Mindensche, Clevische, und Ost-Friesische Kcie- ges und Domainen -Cammerm, ingleichenan die Gelderische Commißion, die nöthigen Befehle er­gangen, solches den sämtlichen Kaufleulen, Fa­brikanten und Profeßionisten einer jeden Provinz bekannt zu machen.

Hamburg, den i r. Merz.

Gestern wurde eine arme Sünderin, Namens CäciliaCatharinaMaffaus, wegen begangene« Kinder - Mords, lebendig gerädert.

Berlin, den ir.Merz.

Verwichenen Sonnabend, frühe, erhoben sich Seine KöniglicheHoheit, der Prinz Heinrich, nach Dero Lust-Schlosse Reinsberg. Nachmittags geschähe allhier der Tauf-Actus der jungen Ba­ronesse, wovon die Frau Gemahlin der König!. Cammer-Herrns, Herrn Barons von Geuder, eine gebohrne vonBredow, den i6ten des vori­gen Monats entbunden wurde. Die höchsten, hohen und vornehmen Taus-Zeugen waren, Ih. ro Majestät, die Königin; Jhro König!. Hohei­ten, der Prinz und die Prinzen von Preuffen; Jhro König!. Hoheiten, der Prinz Heinrich und Dero Frau Gemahlin; Jhro König!. Hoheit, die Prinzeßin Amalia; Se. König!. Hoheit, der Prinz und Marggraf Heinrich; Se. Königl. Hoheit, der Prinz und Marggraf Carl; Jhro Königl. Ho­heit, die verwittwete Prinzeßin von Oranien, Gouvernantin der vereinigten Nieder-Lande, De­ren Stelle die Frau Gräfin von Kamccke, Gemah­lin des Königl. Herrn Schloß-Hauptmanns, ver­trat, und verschiedene andere Standes - Perso­nen beyderley Geschlechts. Jhro Majestät, die Königin, hielten währender Tauf-Handlung, welche der Königl. Ober - Confistorial -Rath und erste Hof »Prediger, Herr Sack, verrichtete, die junge Baronesse, die Höchst-Denenselben von der Fräulein vonBredow, einerSchwester derFrau Baronesse von Geuder, überreicht wurde. Be­sagte junge Baronesse empfieng die Namen, Eli­sabeth« Wilhelmina Louisa Henrietta Amalia. Der Tauf-Actus gieng gerade an dem Tage vor sich, da diesesHochadeliche Paar vor einem Jahr