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nrn Mann von Geschmack verleiten kan, sein Vaterland zu verlassen- und dieses ist auch das einzige, was er von dem , was ihm bes gegnel ist, der Nachwelt aufzeichnm sollte. Wan sicht hieraus, daß Herr Fielding, der alle seine AS sichten auf die Ei'kmntniß der Menschen richtete gar keinen Geschmack an der Kennmiß der Naruc und der Asterchü- mer gehabt habe, nnd^daß daher nicht jedermann seiner Meynung werde sryn können. Er beschwert sich sehr über die Schriftsteller, dle - diesen einzigen Zweck ihrer Reisen uny- Nrisrbrschreibungen vepsiWn, und aus die, senk Tone redet er in der ganzen Vorrede. Vor der Reisebeschmbung selbst geht noch eine Einleitung vorher, die einige dem Leser zu wissen nöthige Sachen in sich halt, ob sie gleich statt zwanzig Seiten vielleicht nur viere bedurft hätte. Eine Wassersucht, die von keinen Arzneymifteln weichen wollte, nöthigte den Herrn Verfasser zu dem Versuche, sich meine wärmere Himmelsgegend' zu- begeben. Cr ließ sich einigemal vorher abzapfen, und wählte Lissabon zu seinem künftigen Aufenthalte. Diese Operationen werden rveitläufkig beschrieben, und haben nichts Einnehmendes für den Leser, obgleich' ihre Erzahlunq einem Elenden zu vergeben ist, der von feiner eigenen Krankheit redet. Eben so ist es mit der Beschreibung seiner Abreise, und der Art und Weise, wie er auf das Schiff gebracht worden. Wir wollen ihm nicht auf seiner ganzen Reise folgen, die er zwar mit einer beständigen Munterkeit des Gemüths, aber doch so, wie sie wirklich geschehen, nach alleOUmstanden beschreibt; daher viele Stellen darinn Vorkommen, die einschläfernd sind. Er beschwert sich über die Tvranney, welche der Schissscapirom über seine Leute ansgeübrt hat, und über die Mlerthamgkm, die ein Reisender gegen die
Schiffer haben muß. Erznacht den Caps-,/ min über verschiedene Dorurtheile lächerlich, die auf dem Wasser doch nicht gemeiner, alS auf dem Lande si-nd. Er erzählt, wie der» selbe aus Eigensinn die Anker nicht habe tverftn wollen, und auf Gerachewohl fortge- trirden sey; wie viele Gefahr hernach bey einem entstandenen Sturme darauf gefolgrt, und wst wenig sich Herr Fielding daraus gemacht habe, allenfalls mit seiner kranken Frau und Tochter zu ersaufen. », Memß »-liebe Frau und Tochter, sagt er, mögen „es mir vergeben, daß ich um ihrentwilley „in emer Gefahr sehr wenig bekümmert war, „die mir so unerheblich für mich selbst zu „sryn schien. * < Bin jh aber deshalb wol „ganz ruhig gewesen? Nein, mein lieber „Leser, ich zitterte für dich, damit du nicht „des Vergnügens beraubet würdest, das du „in diesem Augenblick genießest.»- Dieses ist die Sprache eines Englischen Scarrons, welcher auch anderwärts saget, daß die angenehmsten Stellen, die man in dieser Schrift finden würde, diejenigen warm, worinn er die Stunden beschrieben hätte, die ihm. .am ver drießlichsten gewesen. Nach dieser Reise, brs-chreidnng folgtmoch rin Fragment des Herrn Fielding über die nachgelass neu Wer., ke des Lord Bolingdroke Er sucht darinn die Leser vor dm Waffen zu schützen; die dex geftiorlichF Lord gebraucht hat, um sie zu seinen Anhängern zu machen, und man hat iw der Thal Ursache, es zu bedauren, daß er nicht lange genug gelebt hak, um diese Vcrtheidigung völlig zu bewerkstelligen. Der Verkauf dieses und einiger andern nachgelassenen Werke ist die vornehmste Quelle des Unterhalts für eine unwürdige Emilie, welche ihres Versorgers zu früh beraubet worden ist.
Diese gelehrte Zeitung wird MMochenzwehmahlbey berVeclegerin AttnaMaria Gürtrarry ^ckerin verehlichtt Georgin , in der Dongksgaß, neben dem Maulbierhoff, im Schhl- dischrnHause, ausgegebeyr