-er Seidenbau e'mn sey; So muffen wir dmnoch gestehen', daß uns gegenwärtige Dogen wegen ihrer gründlichen Ausführung vör vielen andern besonders einer nähern An­zeige würdig geschienen. Der Herr Verfas­ste zeiget in einer vorlauffigen Abhandlung theils die Veranlassung, die ihm zu Bekannt­machung dieser Miweisung gegeben worden, theils den grosen Nutzen, welchen ein LÄnd, und insbesondere Sachsen, aus Pflanzung der Maulbeerbäume mit geringen Kosten zie« hen könne. Hierauf erkläret er im i . Capi- tel sehr genau und umständlich, wie so wohl Pflanzschulen von diesen Baumen anzulegen, als auch nachher die versetzten und gepropft ten Bäume zu warten sind. Im rten Ca- pite! lehret er, wie man den Saamrn der Seidenwürmer wohl uruerscheiden, und den besten erkennen solle. Im zten zeiget er, wie die Seidenwürmer selbst zu erziehen und zu warten sind, und was man dabey sowohl bey derselben Fütterung als Reinigung zu beobachten habe; im 4ten aber, wie man selber guten Saamrn von diesen infe^n er­halten könne, und im ;ten, wie die Gerüste »n den Cammern, worinnen man bie Sri- denwürmer aufbewahret und spinnen läßt, und die Gesträuche oder Grstrippe, welches man ihnen zu dem Ende hinlegec, einzurich- ten. Den Beschluß machet eine genaue Rech­nung, von den Kosten, welche r»o. Stück Maulbeerbäume mit Interessen und War, tung, ingleichen die Wartung der Seiden- würmer und andere Nolhwendigkeiten in 9. Jahren erfordern, und demjenigen, was man nurblos an guter Seide binnen derzeit gewinnen kan; woraus zu ersehen, daß nach Abzug aller auf das höchste anqere mttt Unkosten, auch nur die ganz leidlich ange­schlagene Nutzungen dennoch einen beträcht­lichen Uberschuß geben, na b solcher Zerr aber alles Einkommen für einen Gewinnst zu rech­nen sey. Der Herr Verfasser hak überall alle vorkommenden Umstände und Vor- th>u!e, auch Fehler und Unbequemlichkeiten genau bemerkt, nicht weniger die ihm etwa zu machende Lmwürffe gründlich aus dem

Wege geräumet. Zu einer Leutschen Über­setzung dieses nützlichen WerkleinS ist unf' gleichfalls Hoffnung gemacht worden.

Londen.

Millar verlegt: 1"ke Journal of a Voyagt

to Lisbori, by the late Henry Vielding , Efqr.

In 8 . 2r8. Seiten. 175s. Der Vecfassec des Ioftph Andrews, Tomas Jones und der Amalia hat diese Schrift auf einem Schiffe kurz vor stinem Tode mit eben dem Geschma- cke, der Munterkett und Menschenliebe, als alle seine übrigen, aufgesetzt-EineLam- pe, die verlöschen will, sagt der ungenann­te Herausgeber dieses nachgelassenen Werks in seiner Zueignungßschrift, schießt dann »»und wann noch eben so lebhafte Strahlen von sich, als sie sonst gethan hat. Eden »so ist es mit einem starken und lebhaften »»Genie. Es zeiget noch an seinem Ende einige rührende Züge seiner ehemaligen Pracht. Sie werden hier dergleichen übec- all finden; und wenn sich hin und wieder: in diesem kleinen Werke Spuren eines er- »> schöpften und geschwächten Geistes zeigen, so werden Sie sich einer bebenden Hand, »> die bald ihre letzten Bewegungen verlieh- ren soll, eines abgezehrten und von Schmer­len überhäuften Mannes, der sich noch »»zwinget, Ihnen zu gefallen, erinnern: so »» so wird ein so rührender Anblick jedes »»zärtliche Herz eröfnen, und fo werden die Thränen selbst, die er veranlasset, alle- »verdunkeln, was in emem Werke mangel- haft scheinen könnte, das Minen im Elen- »de angrfangen , und fast mit dem Leben des Verfassers zugleich beschlossen worden ist», Aue die Zueignungsschrtft folgt die Vorrede des Verfassers selbst, die kurz vor dessrn Lode zu Lissabon g schrieben zu üyn scheinet. Er strütt darin» Betrachtungen über die Reisenden überhaupt, und über ihre Reisebefchreibungm an. Die Absicht, die Menschen und Gebräuche verschiedener Län­der kennen zu lernen, ist, seiner Meynung nach, der einzige Bewrsmrgsgrrmd, der ei- Ayyyv» nt»