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die Beschaffenheit und Mischung, theils aber auch d e Nutz, ng der angeführten Erdarten. Bey eimgen Dcrftlben hat sich im Heuer des Spiegels ein verschiedentlich aufsteigender Much gezeicret. weiches nicht nur von einem s--.ru. LN simoltschen Wesen, von etwas jchwe> ielamgen und orsevitai'.jchen, sondern auch von einigen dasildst vorhandenen Erdpech- rmd harzattchem Wesen zeuget. Dar Feuer deS Brermspiegels hat besonders zwo Er- fcheinungen merkwürdig gemacht. Emma! hat der Herr Verfasser bcmerckt, daß einige der gebrauchten Erden in Gestalt eines Staubregens um sich sprüheten, ober mit einem Ge, knister in etwas grössere Stücke zersprangen; andere hingegen helle Lichtfuncken von sich jtteueten. Das erste ist fast nur den feinen «nd derben Thonarten wiederfahren. Bey denen aber, wo leichte Auncken absprüheten, hat er wahrgenommen, daß der von ihnen aufsteigende Rauch nicht nur einen mehr oder weniger schwefelartigen Geruch mit sich süh, rete, sondern es ist auch der aus derselben Erde erhaltene Fluß niemals glasartig, sondern etwas derb, jederzeit aber schlackig! aus- gefallen, und der Magnet hat aus dessen Pulver bisweilen eine gar beträchtliche Menge Eisentheile abgesondert. Hieraus ist aljo wobl zu sehen, daß diese Erden einen wahren Eisengehalt haben. Denn alleübr:ge Erden, bey welchen sich die schweftlamge Beschaf- fenbcir ihres Rauches nicht geäuffett, dir aber gleichwohl einige mineralische Grunderde in sich gehabt, sind nicht eben so wohl, als die vorgedachten, in ein schlackichtes Wesen, sondern jederzeit in ein wirkliches Glas verwandelt worden. Bey dieser Gelegenheit betrachtet der Herr Verfasser die Natur derjenigen Erden, die wir zu verschiedmen Nutzen im menschlichen Leben gebrauchen, als da sind Wa!kererden,Töpftreroen,Bronsirerden,Glasur undFlußerderiMd endlich verschiedene Ar,
ten von Farkenerden. Und damit er feine Versuche recht nützlich machen möge, so gie, bet er aus den erklärten Eigenschaften dieser erwähnten Erden eme gegründete Nachricht, welche von den sächsischen Erderten, die er u? ter dem Brennspießei gehabt, eine ot> r die andere Stelle der kurz zuvor gedach, ten Erden im menschlichen Leben vnttettn könne. Z. E. Er hat verschiedene sächsische rothe Erben gefunden, die sich vortrestich zu- den Geschirren werden gebrauchen lassen, die man sonst aus der gewöhnlichen Töpfernde verfertiget. Zu den Farbenerden gehören alle sogenannte Ocker-und einige Umderer, den. Dieser gedenket Herr Schultz ebenfalls in seinm Versuchen, und meldet, welche darunter zu den fernem Farbenvecsuchen kenn, ten gsdrauchet werden. Er hak auch, was das besonderste ist, eine Erde entdeckt, deren Beschaffenheit sattsam an den Tag leget., daß sie unter die feinen Torfatten, oder vielmehr zu den sogenannten Bergkohlen gehöre: denn sie hat sich entzündet, gebrannt, geglühet, und etwas weniges von einer feinen Asche zurück gelassen. Dieses letzte bar ihn auf dieGedancken gebracht, daß der meiste Theil dieser Erde in einem zarten, zerriebenen und zusammeugeschlemmten faulen Holze, das mit etwas Erdpechartigen angefüllet worden, bestehe. Er hoffet also nicht ohne Grund, daß diese Erde zu verschiedenen häuilichen Gebrauche so gut, wie die Steinkohlen, könne angewandt werden, zumal, da sie bey Alkenburg als ein mächtiger Fiötz zu finden ist. Der Raum hat dem Herrn Schultz nicht ertaubet, auch noch der meoicinifchen Erdar- ttn zu gedenken, die unter den zu dm Versuchen gebrauchten Erden irgrnd vorgekommen sind. Seine Schrift verdient Pie ganze Aufmerksamkeit der Liebhaber, und ist ein schöner Beweiß seiner Bemühung um die Ausbreitung der Naturkunde-
Dirft gelehrte Zerrung wird alle Wochen zweymah! bey der Verlegtrlrr AnnaMaria Gertraud ^c-ckerin verehltchtt Georgen, in drr Döngesgaß, neben dem Maulbeerhoff, imSchut- risitzenj Hause, ausgegrden.