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Dienstag, vom 6ren August.

St. Petersburg, vom i6 Iulii.

Den izten dieses ist bey Hofe wegen des Absterben- Sr. Durch!., des regierenden Fürsten Victor Friedrich von Anhaltbcrnbmg, die Kammertrauer auf 14 Tage angelegt worden.

Alessandria, vom 19 Iulii.

Gestern, um Nhr RMchmirteurs. begaben, sich der Herzog und die Herzogin von Savoyen nach Asti, wo­selbst Sie zu Nachte ruhen, und heute ihre Reise nach Turin fortsetzen werden.

Heute frühe ward der Leichnam des Znfanten-Herzo- gen von Parma einbalsamiret, u. darauf in einen Sarg geleget. Das Eingeweide wurde um nUhrinderDonn kirche, nach vorher gehaltener Messe, beygesetzet. Die hier in Besatzung liegende Infanterie stand indessen auf dem Platze in Gewehr, bis das Domcapitul die Einge- - weide desInfanten-Herzogs, an demPortale derKirche, woselbst ein großes Trauergerüste errichtet war, in Em­pfang genommen hatte. Der Bischvfwohnet-e der Feyer- lichkeir bey, und verrichtete, nach geendigter Messe, die bey dergleichen Vorfällen gewöhnliche öffentliche Gebä­re an den Seiten des Trauergerüstes. Während diesen Feyerlichkeiten ward von der Besatzung dreymal aus dem kleinen Gewehre gefeuert, und die auf den Wällen gepflanzte Canonen ließen sich ebenfals hören.

Morgen soll die Leiche Sr. König!. Hoheit, unter Be- * deckung eines Detaschements der Garde des Königs von Sardinien, bis an die Grenze, und von da ans, durch ein

Detaschement derGarde des höchsise!.Infatttsn nach, Parma gebracht werden.

Genua, vom 21 Ittlii.

Die spanische Flotte, an deren Bord sich dieInfantin? Erzherzogin befand, ward schon den i^ten dieses, des Morgens um 5 Uhr, aufderAnhöhe des hiesigenHavens »» fi« um 2 Uhr des Nachmittags einlief. Der Chef der Eftadre, Harrison, welcher 2 im Haven liegende englische Dchiffe commandirte, salukirte höchstgedachre Prinzessin mir 24 Canonenschüssen. Kaum war das Admiralschif in unserm Haven eingelau­fen, so ward die Erzherzogin, auf Befehl der durch!. Re­gierung , mit hundert Canonenschüssen bewillkornmet> welche aber von der Escadre nicht beantwortet wurden, weil sie blos Ihrer König!. Hoheit zu Ehren abgefeuert waren. Der Ceremonienmeister der Republik begab sich hiernächst auf das Admiralschif, um der Erzherzogin- Infantin Befehle, inAbsichtaufIhren inhiesigeStadt zu haltenden öffentlichen Einzug, zu vernehmen, worauf Höchstdieselbeu zur Antwort ertheileten, daß Sie noch die Nacht hindurch auf demSchiffe bleiben wollten, weil Ihr eigenes und das den in Ihrem Gefolge befindliche» Damen zugehöriges Gepäcke noch nicht ausgeladen sey. Tags darauf trat die Erzherzogin-Infantin, nebst Ih­rem Gefolge, in die Schaluppe des Admiralschiffes, un­ter Begleitung zwoer andern Schaluppen, die Fortse­tzung Ihrer Fahrt nach Port Rojal an. Die auf der Est radre befindliche Artillerie ward kurz nachher wieder ab-