Glockenschlag publmrt, such an gew'öhnkichett Örtert' zu jedermanns Wissenschaft angeschlagen werden. Gegeben in Unserer Residenzstadt Cassel, den 28ten Januar. 1766.

Fridrich L. G. z. Hessen, (L.s.)

Vt. s. S. Wafitz vom Eichen.

NB. Bey dem Hanauischen Hof- Buchhändler Herrn Gotth. David Schultz ist zu haben : Das be­liebte Europäische Genealogische Handbuch, ausge- fertiget von Gottl. Fr. Kredei auf das Jahr 1766. 2 Theile gros 8vo. 3 fl. Bonnets Untersuchungen über den Nutzen der Blatter bey den Pflanzen, mit Kupfern, gr. fits. 6A. F.D. Köhlers Münz-. Belu­stigung, bestehend in 22 Theilen und Register. 4to. comp!.82fl. Gedichte eines jungen Dänischen Frauen­zimmers. 8vo. 1766. 24 kr. Kästners Nachricht von Demjenigen, was bey höchster Gegenwart Jhro Kö­niglichen Hoheit,^ Herrn Eduard AugustsHerzogs vi-u-Uork, zu Göttin gen vorgegangcn. 8vo. 20 kr. Walchs Nachrichten von dem König!. Theologischen Repetenten-Collegio zu Göttingen. .8- 20 fr. Kupfer zu D. Eduard Aonngs Ksagen, oder Nachtg danken.

8V0. ist. !s Vrai philoiophe, ou lufage de la Phi- iofophie, 8vo. 1766. ifl. i 5 kr. Die Sichtbaren, ein Wochen. Blat in 4to, darauf wird Pränumera­tion angenommen und Mittwochs und Sonnabends stückweise ausgegeben.. Desgleichen wird in odllgec Buchhandlung des Lenttemanns Magazin aufs Jahr 17ÜÜ. zu lesen ausgegeben. ...

NB. Nachdem sich bey dem bisherigen Landschöff, Jacob Auel, zu Bernbach, einessolcheSchulden^ Last geaussert, ^daß von Amtswegen der Concurs erkennet werden müssen, und terminus ad liquidatidum auf Montag den loten inste enden Monarhs Merz an? tzesetzet worden; Als werden alle und jede, welche an besagten Schuldner Ansprüche zu machen vermeynen, stiermit cdictaliter vorgeladen, um in-besagtem Ter­min Morgenvs 9 Uhr bey Amt dahirr so gewiß zuer- jcheincn, um ihre Lredim behörig zu. liquibiren, oder ttber im Ausbleibungsfal! zu gewärtigen, daß sie mit ihren Forderungen vracludiret und weiter nicht gehö­ret werden sollen. Decretum Altenhassel den I4tcn Febr. 1766.

Fürst!. Amt allda.

NB. Dem Publico wird hierdurch bekannt gemacht, daß auf freywillges Anhalten Jonas 'Emrich, dessen zu Entzheün an der Nidderdach gelegene Mühle de- ftcbc.it> in einem vhnlangst. erbaneten, bequemen Wohnhaus, worinnen LMühlgange und eine Hirsen Mühle samt'einem desondern Ban zur Ochi- Mühle, wohl couditionüte Scheuer, Stallen und Backhaus,

dann dem hinter der Scheuer gelegenen Baum und Graß - Garten 2Morgen haltend, weniger nichtdar- zu gehörigen i Morgen Wießen und i Morgen s Viertel und ein Morgen Krautgarten, Mittwochs den 19. Mertz lauffenden Jahrs an Meistbietenden verkauft werden sollen, und diejenige 0 gedacht'Müh­le und Zngehör zu erkauffen willens waren, in'Temi- no Vormittags 10 Uhr zu gedachtem Entzheim lsich ein­zufinden hatten. Wobey zur Nachricht dienet, daß das Dorf Entzheün in dieser Mühle zu mahlen ange­wiesen-und riebst denen gewöhnlichen LandstrnerGel­dern jährlich 8 Achtel Korn-Pfacht und 4 Capaunen irr diePfarreoNndheim zu entrichten seye.

Oscreturn Ortenderg, den 22. Februar. 1766.

Aus Fürst!. H.ffen- Hanauischem Amt daselbst.

, NB. Da über des bisherigen Bestanders des dissei--

lig Herrschaftlichen Gruhs zu Heucheiheun, Johann PhllippMlckers, sämtliches Vermögen, auf Andrin- gen seiner Gläubiger, der Concurs-Proeeß erkannt werden müssen, und fothanes 'Guth in einem räum­lichen Wohnhaus, 79 Morgen 3 Viertel 38 Ruthen 5 und ein ütel SchuhIecker, Wiesen-und Pflanzen- Land bestehend, in Gefolge Hochfürstl. B ffen- Ha- naujscken Hochlodr. Remh-Cammer Refbhm de 22. curr. falva Ratifkatione , hinwiederum auf 6, oder nach Befinden , auf mehrere Jahre, in Temporal- Bestand gegeben werden soll, und vann^errnihusti- citationis auf Montag den I7ten Martii 3. c. vestge- setzet worden ; Als wird solches hierdurch des Endes öffentlich bekannt gemacht, damit diejenige, welche dieses Guth zu pfachren willens sind, in vordestimm- tem Termino .zu Heuchelheim in des vasig Gemein­schaftlichen Gerichts-Schultheiffen Behausung sich einfinden und ihr Gedotl mun mögen. Signatum Dorheim, den 24ien Febr. 1706.

Fürst!. Hessen-Hanauisches Amt allda.

NB. Bey Endes benahmttn stjrd von der eMa fa- voradel eingerichteten Ztcn Carlsruher Lotterie 2ien Claffe, welche den i7ten.Mart. 1766. gezogen wird, annoch wenige Kauf-Loose 345kr. die Plans aber gratis zu haben. Die Herren Liebhabcre belieben al­so die Einlage zu beschleunigen, nebst 4kr. Einschreib- Gcw an Unterschriebenen franco zu senden, dagegen sich aller prompt rukd aceuraten Bedienung^zu gewär­tigen. FrankfuM) am Mayn, den 24ten Febr. 1766.

. Heinrich Remigiu Hardt,

wohnhaffr auf der Friedbur­ger- Straß neben denen drey Schwedischen Cronen.L.

! . .Nro. 24»

Uxtrsotdinalts LuropEifthe Zeitung. Den I. Merz. 1766. Num. 34, Mit Römisch-KayserkMajestat allergnadigstem PRIVILEG IO,

Petersburg, den zi. Jan. bey ihrer Ankunft in Rußland sich des Mißbrauchs

Die von Ihrer Kayftrkichen Majestät denen nach der höchsten Gnade ihrer Monarchin .schuldig, und Rußland kommenden fremden Colonifl..'n allcrgnädigst alles Zutrauens zu ihren Personen unwürdig machen, erweckte Erlaubniß, vermöge deren jede Familie für sondern sich auch selbst grossen Schaden zuziehen kvn- Zoo Rubel an Maaren Zollfrey einführen darf, ist neu, wenn einer oder der and re von ihnen, wegen denenselden in der Absicht gegeben worden, damit dieser oder jener Umstande, vor Verflieffung des an- besonders diejenigen unter ihnen, welche eigenes Ver- gesetzten rojährigen Termins aus. Rußland wieder wögen besitzen, durch den Genuß dieses Vortheils in zurück,zu gehen willens seyn sollte, als in welchem Den Stand ge etzt werden mögten, solches zu vermeh- Falle ein solcher gehalten wäre, den Zoll vor die Cin- ren, und man zugleich bey ihrer Niederlassung in fuhr sowol, als Ausfuhr der fremden Waaren, zu Rußland, die Wiedererstattung der von Seiten der entrichten, anderer Widerwärtigkeiten, die ihnen zu- Krone auf sie verwandten Kosten, wie auch eine or- stoffen können, zu geschweige», welche bey dem Miß- Deutliche Einrichtung ihrer Haushaltung desto eher trauen, woreimsie sich durch ihr Betragen gesetzt, und hoffen könne. Ob nun gleich ein jeder solche aus den gar zu ihrem auffersten Verderben ausschlagen dürf- Bortheil dieser neuen Unterthanen zielende Absicht ten.' 2) Wenn aber inekünftige einer von den Colo- äus dem diMalls kund gemachten Manifest deutlich nisten entweder vor, oder auch gleich bey seiner An- Ansehen kan, und solche nicht dem geringsten Zweifel kunft rn Rußland, aus Reue den vorgehabten Betrug unterworfen ist; man aber nachher wahrgenommen, freywilllg gestehen wird; so sollen demselben in sol- daß eben diese von Ihrer Kayserl. Majest. denen Co- chun Falle, damit andere bewogen werden, ein glei» lonisten zugcstandene Gnade durch verschiedene Kunst- ches zu thun, die unter seinem Namen mitgebrachten griffe eigennütziger Leute, wodurch diese einfältigen Waaren überlassen, dem Eigenthümer aber, als' ei- Fremdlinge hintergangcn werden, dergestalt gemiß- nem solchen, der Ihrer Kayserl. Majestät Interesse braucht wird, daß solche nicht nur ihnen selbst zum zu vefraudiren gesucht, alle Genugthuung, in Absicht Nachtheile, sondern auch dem Interesse der Krone zu auf die von dem Colonisten ihm darüber gegebenen nicht geringem Schaden gereichet; so haben Ihre Verschreibungen odei Obligationen, versaget werden. Kayserl. Majestät, auf alle.unterthanigste Vorstel- Auszug eines Schreibens von Erlau, in Oder- tung des Präsidenten der Tutelkanzley, zu befehlen . Hungarn, den 7. Febr.

Heruhet r r) Daß, wenn jemand sich unterstehen soll- Den 5. dieses hatte es um Mittagszeit allhier zu re, die nach Rußland gehenden Colonisten zu bereden, regnen angefangen, und die ganze Nacht dermassen Waaren von lym, unter was für Bedingungen wsi angehalten, daß, nachdem auf die warmen Regen, ches auch seyn könte, mitzauehm'en, um solche unter d.r in unierer Gegendstioch liegende Schnee stark zer- jhrem Namen Zollfrey in Rußland einzuführen, und flössen, wir den 6 . früh «uf dem Platze in der iL>radt dieser Unterschleif entdeckt wird, »o sollen sowol die zu Fuß, für der Menge des-Wassers nicht fortkommen Eigenthümer dieser unter falschen Namrn eingeführ- konnten. Gegen 10. Udr aber hatte das noch häufi- ten Waaren, als auch diejenigen, denen sie anver- ger aus den foreontrastischen Gebirge kommendeWas- trauct word'en, zu gerechter BeKrafung des verübten ser, den noch^mit dem Else bedeckten Eriaufluß geöf- Betrugs, derselben verlustig gehen, die Waaren öf- net , r uuö da sich dey etlichen Brücken das Eis sehr fentücb verkauft , das daraus gelösete Geld aber zum gehaufet, durch gewaltigen Ausguß, den meisten Theil allgemeinen Nutzen der neuen Colonien, als zum K>r- der Sradd überschwemmet, das in vielen Hausern chm- und Schulen. Bau und dergleichen verwandt, das Wasser bey den Jennern aus-und cingeronnen, vnd alle zwischen beyden Theilen getroffene Verbin- auch die mästen Gewöiber und Keller auf dem Platze düngen^ von was Art und Natur solche auch immer uberfchwemmet worden. Das Wasser hat nach r, ftyn mögen, nichtig geachtet werden ; indem Kraft Udr Nachmittag zu fallen angefangen, gegen Abend des zu Hcreinberusung der Fremden g)nb!lcirten Ma- ab^r hat es sich ganzi-ch verloyren, und denen bestürz- nifestes, denenselden zwar erlaubet wird, zu Bechr- teu Leuten Raum gelassn, ihren Schaden in Augen- verung ihres Nutzens, ihnen eigenthümlich zugehöri- ichein -u nehmen;, der doch vor dresismal viel kleiner ge Waaren, aber, keine Schulden m-t ins Land zu war, aes in den Jahren 1758. und 1762. bringen, zumal dieselben, da sie sich durch den Schein Roßla am Harz, den n. Febr.

eines ihnen von ihren Gläubigern versprochenen ge- Gestern Nachmittags um halb drey Uhr, ist die ringen Gewinnstes verblenden lassen, nicht nur gleich Gräfin Caroltne Louise Henriette, Grafinzu Stoll-