«als von Eboiftul die Gacramenten der Kirchen und gaben den 2Zten Nachmittags 4 Uhr ihren Geist auf.

Skamslaus Lescinskl wäre gebohren den Losten Octoder 1677. er wurde den 27ten Jul. 1704. zum erstenmal und den i2ten Scptembr. 17z?. abermahls zum König von Pohlen erwähl t. Cr stunde 1736. von der Cröne admnd ward zu Anfang des folgenden Jahrs in den Besitz dcs Herzogthums Lothringen und Baar gesetzt. 1698. vermählte er sich mit Catharina, Graf Henrici Opalinsky, Castellans von Posnau, Tochter. Aus welcher Ehe Jhro Majestät unsere Königin allein entsprossen sind. Die Tugenden und seltene Eigenscha ten/ so dieser Prinz in denen ver­schiedenen Umständen seines Lebens zu Tage geleget, xrwarden ihm die Hochachtung von ganz Europa und sein Verlust erwecket eine cmpfindlliche und aufrichtt- He Betrüdniß bep denen Unterihanen, so er regieret, und die er mit so vielfältigen und vortrefflichen Wohl- thaten üderhäuffet hat.

Hanover, den 28. Februar.

In den hiesigen Landen ist eine Königs. Vermd- rrung d.d. St. James, den 24ten Jan. 1766. bekannt gemacht worden, Krafft welcher zu einem gewissen pudiiquen Behuf verschiedene mehrentheils ausländi­sche gar leicht zu entbehrenden Con'umttbiha und Waaren, welche in dem Fürstenthume Lüneburg con- sumiret oder verbraucht werden, aus einige Jahre lang/ zum Theil mit einer erhöheten, zumTherl aber mit einem ganz neuen Jmpost beleget und der Anfang damit den 2len April d. I. gemacht werden solle. Wie denn von einem jeden QNdofe rothen Französischen Weine, von was für einer Ssrtel derselbe auch sey, an erhöhetem Jmpost 4 Rthlr. i8Mgr. vor einen je­den Ozhoft weiffen Franzwein von was für Art ver- . selbe auch seyn möge, an gleichmäßig erhöheten Jm­post 3 Rthlr. von jedem Pfund Coffee, Chocolade und Cacao Bohnen, desgleichen z Mgr. von jedem . Pfunde, in oder ausserhalb dem Fürstenthum Lüne­burg verfertigten Zucker 1 Mgr., von jedem Pfunde in- oder ausserhalb des erwähnten Fürstenthums fa- bricirten Syrup, ohne allen Unterschied 4 Pf. und von allen und jeden Französischen Lebensmitteln, wie auch - wohlriechenden und gebrannten Wassern, Dann auch

Baum geleget, es sind deren 64. Die neue­ste Briefe ans Stockholm versichern nunmehr mit völ­liger Gewißheit, daß die Vermählung des Kronprin­zen von Schweden mit der Kronprinzeßin von Dän- nemark ehestens öffentlich werde bekannt gemacht wer­den.

Berlin, den 1. Merz.

Am Montag erhielten Jhro Maj stak, die Königin, mit einem Courier von des Herzogs von Braunschweig Hochfürst!. Durch!, die höchsterfreuliche Nachricht» daß der Erbprmzeßm von Braun chweig König!- Ho­heit, am 8ten dieses Monats mit einem jungen Prin­zen glücklich entbunden worden.

Sc. Durchl. der Prinz Ludwig von Nassau-Saar­brück und Ottweiler, sind von hier nach Dresden ab- gereiset.

Cassel, den 4. Merz.

Die Hochfürstl.Heßlsche Gesellschaft des kandbaueS Liebt folgendePreis Fragen vor das Jahr 1766 aufs Erste Frage.

Wie ist es einznrichlen, daß ein beständiger Preis der Früchte, nach einem vorausgesetzten willkührlichen Maas gerechnet, in einem Lande so erhalten werden könne, daß der-Ackermann vor seine Mühe, Kosten und Gefahr das Seinige nicht zusetzen müsse, sondern zum Fleiß ausgemuntert werde, der Bürger, Fabri- cant und andere Käufer aber bestehen können: und wie cs einzuvichten, daß ein solches Land sich an die hohen Preise seiner Nachbarn so wenig als zu einer andern Zeit an den alzu geringen Frucht-Preiß zu kehren habe, mithin beständig einerlei) Preis erhalte?

Wie ist solches insbesondere in dem Heffen-Caffeli- scheu möglich zu macken, wenn man auf seine Nach­barn rings mrcher Rücksicht nimmt, und auf die Be­schaffenheit seiner eigenen Lage reflcctiret?

Wsbey derjenige Frucht-Preiß, der allen und jeden der nützlichste seyn möchte, mit hinlänglichen Grün­den, nachj gewissen Geld- Sorten , z. E. nach dem Conventions-Fuß, zu bestimmen seyn wird." Zweyte Frage.

Wie ist der Flachsbau und die Röstung desselben entweder im Wasser oder dessen Ausbreitung auf Ra- vwn'allen'und jeden Französischen'zum Kleiderputz und sen und Feldern, auch Zubereitung desselben zu al-

S'

Pracht dienlichen Waaren, sie mögen Namen haben und gebraucht werden , wie sie wollen, desgleichen von Französischen Meublen und Equipagen, wie sie auch heissen und fernerhin erdacht und erngesühret werden mögen, durchgängig der sechste Theil des Werths ctlegt werden sollen.

Hamburg, den 28. Februar.

Gestern haben die Schiffe, welche dieses Jahr auf den Wallfischfaug und daß Robbenschlägen nach der Straffe David nndGroenland gehen sollen, aus dem

lerhanv Spinnereyen, Verfertigung des leinen Tuchs und andern daraus zu fabrieireudcn Gerattffchaften oder nützlichen Waaren, Bleichung Garns und Lin­nens, in hiesigen Landen so zu verbessern und zu ver­mehren, daß nicht allein mehreres und besseres aller­hand Gattung Tuchs re. verfertiget, sondern auch aus dem zu erziehenden, verschiedenen Arten Leinsaamen aus ein oder andere Weise ein besserer Nutzen veischaft, mitdm die Nahrung und Handlung ausserhalb Landes erweitert werde ?"

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Auf die beste, deutlichste undtzallkommensteBeant- wortung der ersten Frage setzt die Gesellschafft einen Preiß von drevßrg, auf eben eine solche Abhandlung der zwcyten Frage aber einenPreis von zwanzig Du- caten»

Dre eingeschickt werdende Abhandlungen über diese Fragen müssen leserlich geschrieben seyn, unv werden bis auf den iften August d. I. angenommen.

Cs können dieselbe in denticher, französischer oder lateinischer Sprache geschrieben werden.

Aus Begehren wird darüber ein Schein ertheilet.

-Ein jeder Verfasser, der eine Abhandlung einschickt, bezeichnet solche mir einem Wahlspruch, und legt ei­nen versiegelten Zettel bey, worinnen der Name des Verfassers, der Ort des Aufenthalts und dessen Amt oder Charactec bemerkt seyn muß, auf den Zettel aber wird der Wadlsprüch der Abhandlung geschrieben. "

Es wird mir derjenige Zettel erbrochen, der zu der Abhandlung gehört, die den Preis erhalten: sollte aber noch eine Abhandlung der Preis- Schrift so naht kommen, daß man deren Bekanntmachung ebenfciüs vor nützlich und geralhen fände, so wird der 3m# -gleichergestalt erbrochen, und die Abhandlung mitBe- nennung des Verfassers durch den Druck bekannt ge­wacht. Die übrigen Zettel werden auf Begehren zu­rückgegeben , sonst aber nach Verlauf eines - Halden . Jahrs ohnerbrochen hinweggethan.

Der zuerkannte Preiß wird dem Verfasser frey üb er­dacht, und gegen Quittung-bezahlt.

Denenjenigen Landes Unterthancn, welche die mch- veste Früchte auf einem Stück Feld.oder Wiese von gleicher Gröse , Lage und Qualität gegen andere, Durch Fleis und Geschicklichkett..ziehen, oder auch die beste Gattung von Flachs, Hans und Todach bauen, Nicht minder sonsten in Verbesserung, des Landdaues und der Viehzucht etwas vorzügliches.präst>ren, wird eine proportionirte Prämie zu drei), zwey und ein Ducaten , nach Erkenntniß der Gesellschaft gegeben werden.

Ein Gemahlde ehelicher Glückseeligkeit.

(Aus dem Englischen.)

Amanda ist von Person an genehm, aber nicht schön; sie hat Einsicht und Geschmack, aber ohne den gering­sten Zwang gelehrt oder witzig zu seyn r ihre Gcmüths art »st sanft, und ihre Manieren einnehmend; sie ist fei!, ln ihrem Betragen, und ihr Herz voll von Güte.

Die^x Vorzüge und Vollkommenheiten, die jedes Frauenzimmer sich erwerben könte, wendet sie stets da­zu an, den verschiedenen Pstichten ihres Lebens ein Genüge zu thun. Da sie völlig überzeugt ist, daß ihre vornehmste Glüüseligkelt von der Zuneigung ih­res Gemahls abhängt, sd macht sie esiju ihrer bestän­

digen Beschäftigung und Sorge, dieselbe zu verdienM. Sie sucht arjf alle Weise, ihm ihr Haus und ehreGe­sellschaft wünschenswer.th zu machen, indem sie seinen Willen stets zu erfüllen- sucht, und aufmerksam. jede Gelegenheit-ergreift,' wy sie ihm. gefällig seyn kan. Si-e.bemühet sich me, Qu im geringsten, in Ansehung dcs Umganges Mit Freunden, oder der Vergnügungen ausserhalb Hauses, clnzuschrän'kcu'; sondern sie nimt die Gelegenheit, daß er abwesend ist, wahr, ihre Freundinnen und Verwandte s besuchen. Sie weiß, daß es fürjedes Geschlecht, gewisse Vergnügungen und Arien von Umgang greift,, die nützlich und ergötzend sind; daß Abwechselung M'hwendig ist,, das Lebe« angenehm-ünd glücklich zu machen;-. U-,d daß jeder Ver­such die Rechte unsetssrcyen Wiüens.zu kranken, eine Art vonGewaltthätigkeitrst, daraus natürlicher Wftse Abneigung entstehen muß.

Sie stößt ihren Kindern die vollkommenste Ver­ehrung und Gehorsam gegen ihren-Vater .ein; nie wünscht sie sich in ihrer Liede einen Vorzug vor . ihm, sondern erwartet.dw schuldige'Hochachtung von der Tugend ihrer Kinder, und von ihr'emieigenen Betra­gen. Zugleich ist sie sorgfältig bemüht , baß die Pstich­ten einer Mutter denen, die sie als Edega-ttin hat, mcht'nachtheilig sind, und sie laßt die Sorge, welche sie für ihre-Kinder tragt, der Liebe nichts-benehmen, welche sie ihrem Manne schuldig ist.'. Durch dieses weise und sichere Mittel wird die Stärke und das Band der Zuneigung unter einander ans allen Sei­ten erhalten, und jene Harmonie vollkommen gemacht, welche das menschliche Herz so sehr entzückt-

Sie regiert ihre Familie nach sehr wenigen Gesetzen, weiches.Ordnung, Wohlstand, unddiegchörigeAus- öbung der Pflichten sind. Sie hat keine Vemaucen, und unterstützt Zeitungsträger nie. -Böse Dienste laßt sie nicht unbestraft, aber auch gute niemals un- belohnt. Sie stört nie die Ruhe ihres Mannes, mit Klagen über ihre Bedienten. Wenn sie' eine üble Aufführung bemerkt, so giebt sie selbst Miau Acht, ob sie überzeugende Beweise davon finden kan..

Durch eine sorgfältige Achtung, die .sie gegen seine % runde und Verwandten bezeigt« versichert sie .sich von seiner Danrdarkeit, einer gleichen. Gefälligkeit g-gen die Ihrigen; ja sie ist so gar g'egesr dis Thiere, welche er gern leiden mag, besonders gütig. Ec fin­det, daß dis edle Mitleiden, welches sie gegen ihre armen Nachbarn bezeigt, ihm selbst zu Ehre gereiche ; daher verschalt er ihr g/rn die Mittel, solche^Güte auszuüden, me durch Mgheir, diefterhaderWüh- rerm in ihrem ganzemBetragen, regiert wird. .

Dis Gefühl ihrer. versMiwenen Pflichten ,, dieser Eifer sie zu er-ullen, giebt ihr ein Recht zu den rei­zenden Vorzügen des schönen.Geschlechts, durch Ge­horsam zu herrschen, durch Umerwürsigkeit zu defeh-