Ludwigsburg, um 21. August.
Vorgestern in der Frühe um 2 Uhr brachen famMlrche Herzogliche Truppen in dem Lager vor hieflgetHerrogUchcn Residenz auf, und mar- schirren nach der v» Geifer Herzogliche!; Durch!, gemachten DOssilwn in die ihnen augclncse nc Gegenden Mischen Münster und Mühlham sen,. um aLvaMMauöllvriren. Des Prinzen Frideuchs Hechfürsil. Durch!. wohnten dem Manöuvre mir vey. Der Erb Prinzeßin von Taris Hvchsürstl. Durchl. jn Bsgleimng rer-, sthiedener Dames und Cavalirrs erhoben sich ebenfalls von hier aus an einen hierzu ersehenen bequemen Ott, um selttgeo von da aue mit ün-u;chen. Höchst ermeldre deedcn DurLlauch- Ngste Personen reiKren gestern Früh nach genommenen zärtlichsten Abschied von Se. Her- zogt. Durchs, wiederum von hier ud.
Stockholm, vom 9. August.
Der König!. am Spanij. Hefe gestandene, u- aus sein Verlangen daher zurückberufene Ee- sandte und gevollmächtigte Minister, Hr, von Hrssebrand, ist in diesen Tagen allhier eingetros- fen. Dagegen ist der an den Kömgl. Preußrst Hof ernannte ausserozderttiiche Gesandte, Odri- steGrafSarl vonBohlen,ürerAstadr aaGPom- mern abgereisek, um sich von da weiter nach dem Orte seiner Bestimmung zu begeben.
Vor einigen Tagen erhielt der Senat den zwischen der Leone Schweden und dem Kayser von Marocco getroffenen Friedens - Traclar. Damit wir aber Nichts falsches sagen, auch nichts wahres verschweigen, so müssen wir frey heraus gestehen, daß wir noch nicht zuverläßlg wissen, ob vorgedachter Tractat von den beyder- semgen Hosen rauftcitt ist.
AVERTISSEMENTS. .
Nachdeme Conrad Bickel, gewesener Einwohner und Bürger zu Epstein, bereits vor geraumen Jahren, sein Eheweib Maria Carha- rina boßhafrer Weise verlassen, und diese, gegen denselben, eine förmliche Desertions-Klage instituiret hat, der Ort seines Aufenthalts aber unbekant ist; Als wird derselbe, in so fern er noch am Leben, hierdurch öffentlich nim, und erfordert, daß er, a dato innerhalb 9 Wochen, deren ihme drey vor den iten drev vor den 2ken
Dieses Journal ist wöchentlich viermal bey den Montags, Dienstags, Keytags und Samstags
und drey> vor den zten und letzten Tsrmikhie^ mrt vräftgirt werden, sich. yeR'hiesigem Hochs fürfti. Consistceio, in eigener Person,, oder durchweinen genugsam levollmächlMcn si'üren auf die^ Klage ankwsncn- und seine recyttiche Mochdurp wahren, oller wcmOe« den Ott feines Auftnrhatts giaebhüffr tefasm machen solle; in dessen Emsietzurig aber, har dencldr sich zu gewärngen, daß er mit feine« etwaigen Einwendungen nicht mehr wevde gehöret, die Ehe göntzlich geschredc», - undseinem Eheweib, ManderwättLserhemalhen zu-ddrffen, werde gestattet werden. ^
FiANükum Darmstatt den irten-Aug. 178z.
Fürst! Heßisches Consistorium -- _ daselb sien.
Nachdem die Zrehrngs - Listen, der ersten Classe Neunter Eancc Pet ü Dortmunder Kirchen- Lotterie, bey dem authorisitten Collec- teur Johann Philipp Scharf in^Frankfurt am Mayn, l.ir.6.^0. 21, eingetroffen, als können die in seine Collecte gefallene Gewinste, gegen Zurücklieferurg derer Billets, in Em- pfang genommen werden. Und wie die ,wcy- te Clafse den zten S ptemder ge-ogen wird, als müssen die Loose auch, vor deo Ziehung verwechselt und renenret werden. Auch stehen noch einige Loose -nr alleinig zweyten Elas- fc, a 6 fl. 30 Kr., oder vor die drey letzten Elasten, a 21 fl. y; Diensten. Jmgnichen sind auch bey odg-Mchttm Collccieur wiedcp um Loose zu der 22'''.n Stadl - Lotterie, der Kayftrlrchen freyen Rucks Stadt Dortmund zu haben, und zwar zur ersten Elaste , welche den 7ten NovemSr gezogen wird, a i.ft. 45 Kr-, oder für alle 5 . Blasien, a i6fl. Was aber deren schöne E-nrichruvq anlangt, und die garü ausnehmcl c gross Gewinste, so man in diesen Lotterten gegen dieser bagatellen Einlage zu hoffen hat, sind aus-dem gratis zu habenden Plan, n ir mehrerem zu ersehen.
Wer sich also- beliettgst meine obenstehende Addrcsse bedreneu will, wird freundlichst ersucht, Briefe und Gelder nebst 4 Kr. vor dm Brief-Träger in gutem Geld franco cinzusen- de», alsdann wird man mit realer Bedimung an Hände. gehen..
n Serlinischcn Erben und auf allen Postämtern »haben; wftd aber bey Hn. Serlin ammgeben.