Wien, vom 22. Jan.

arbeitet hier an der .Verfertigung ^);i untzB.yschaffung noch avgangigerMon- ** * tirungssorten und andere^ Nothwen- digkeiten für die Regimenter beständig sott, und gehen öfters starke Transport nach den Armem ab. Der Prinz von GalUczin, Kay­serl Rußischer Ambassadeur, hat den Grafen von Woronzow, einen seiner Gesandtschafks- Eavaliers, als Courier nach Moscau abgeschickt. Man will wissen, daß dessen Depeschen die der- malige Friedens - Unterhandlungen betroffen hätten. Es wird wrsichett, Laß die Unrerzeich- uung derer FriedenS-Präliminarien zwischen unserm, dem Preußischen und Dresdner Ho­fe würklich geschehen sey, und die Sr. König!. MDestat in Pohlen angestammte Großmut!) solches so Mehrers befördert habe, als Diesel- |e, um denen Friedens-Unterhandluiigen keine Behinderung zu geben, sich erkläret haben sol­len, daß Sre sich aller Enrschädigungs.Anför- tzeruug begeben haben wollten. Man versichert, daß es gegenwärtig nur um die Berichtigung des Handlungswesen zwischen Schlesien, Sach­sen und Ungarn zu thun seye. Nichts destowe- niger ist man mit denen Kriegs Anstalten noch immer auf das eyfrigste beschäftiget', man ge- denket zur Sicherheit derer OestreichischenRie- derlande ein besonders National-Corps von 18 bis 2OOOO Mann auf,»stellen, und solches auch daselbst vor beständig zu unterhalten. Zu Budweis hat man schon würklich einige tausend Artillerie Pferde zusammen gebracht, pb es werden auch eine grosse Menge Remon- ta-Pferde aufgekanft.

Neapolis f vom 17. Dec.

.Heute ward man hier einer traurigen xnd ausserordentlichen Begebenheit gewahr, indem man ein Mann und seine Frau in ihrem Hauß ermordet fände, .da. man nun 2 ihrer Söhnen

wegen dieser That in Verdacht hatte, so wurden dieselben in Verhaft gezogen und besprochen; der eine derselben, so etwas einfältig und in fei- nesVatters Hauß wohnte, auch von seinerMut- ter sehr geliebt worden, hat bekennt, daß er sich nur einem Schusticker von Palerme und einem Goldschmidt unterredt, um seine Eltern umzudringen und sich, alsdann ihrer Güter za bemächtigen, es wurden derohalben diese Mit- verschuldten ebenfalls eingesteckt, der andere Bruder aber, welcher nicht!n seines Vaters Hauß gewohnt, und für unschuldig erfunden ward, der Verhaft entlassen. Wiewohl obbe« meidlerElternmöt der zwar schwachenGemüths, so wird ihme dennoch ohnverzüglich mach aller Schärft der Proceß gemacht werden. ' Stockholm, vom 10. Jan.

Von CH ri st ran stad t hat man die unangeneh­me Itachricht,. baß die ungefehr eine Meile davon gelegene Pulvermühle, die Kbnigsmüh- !e genannt, den 24. December des Abends um 6 Uhr, anfgeflogen ist. Dieses Unglück ist desto unvermutheter, als man zu der Zeit, da es geschehen, in der Mühle nicht gearbeilel hat. Wie man von Malinoe zum Leidwesen ver­nimmt, so har die ausserhalb dem Reiche gras- sirende Viehseuche sich nun auch Z Viertel Mei­len von jetzlgedachtec Stadt, und an mehrern Orten der Provinz Schonen , hervorgecham Es werden aber dagegen alle nöthige Anstaft ten vorgekehret ; wie denn auch verordnet wor­den ist, sich mittelst Erösnung des kiranken Viehes, nach der rigeuttichen Beschaffenheit der Krankheit zu erkundigen. Zur Beybehal- tung der nörhlgen Subordination und Disest- plin in der Armee, haben Se. Konigl.-Masest. in einem gnädigen Schreiben allen Regiments- Chefs befohlen , daß diese, 1.) da sie selber auf einige Zeit von ihrem Dienste beurlaubet wor­den, und solche Zeit zu Ende gelaufen, in Un-