Gleich kein solches knst.Gefchrey; Wie der Jubel der Poeten;

Wie du bey Eugenens Siegen Und bey Ernst Auguste,rs Flor: So gewinnt wohl mein Vergnügen Dennoch dein geneigtes Ohr.

Unsre Teutsche Poesie

Hat so manchen Druck erfahren,

4 Wenn die Lorbeer ihrer Müh Offtden Nesseln nahe waren ;

Und der Klang von ihren Saiten Nar ein Thon der Thoren hieß/

Dem man öffters schon von weitem Gisst und Schaum entgegen bließ.

Die 8. eo. und jj* Strophe lauten also:

Aber Unkraut kan doch nicht Sich der Saaten gantz bemeistern. Schreibt Maxhaspel ein Gedicht,

Das zu Deuten und zum Kleistern Besser aks zum Lesen nützet:

Folget dennoch nicht daher,

Daß das Hoktz, draus er geschnitzek, Allen Dichtern ähnlich war.

kam- sagt die Antwort drauf,

Sßül &** Mund von Teutschland fragen: Wer jüngsthin im Ehren-Lauff Zkrantz und Ruhm davon getragen?

Ja es schallt in unsre Thaler,

So daß Berg und Ufer thönt:

Setzt ihr Musen EhremMahler:

Weil Srdoma gekrönt.

Lnß den« deines Hauptes,Schmuck Bey ft Lorberrichen Gaben Immer einen frischen Zug Zu berühmten Schrifften haben, und wenn dir der Strahl vom Glücke Dein umlaubteS Haupt bescheint:

Sey mit keinem Augenblicke Die Verfinsterung vereint.

Londen.

E<>? iwar schon Adbu iyj«, h,fM rin

Buch unter dem Titul: 'kbe metbod of ßu-

xions and infinite ferics V^itfa its applieafion tothe Geometiy of eurve-lincs , das ist: lbodus fiuxionurn & infinitarum ferierum cum ejus applicatione ad Gcometiiam linearumcur- varum jn groß Quarto herauskommen; das aber in Teutschland zur Zeit noch wenig oder gar nicht bekandt. Und gleichwohl verdienet es jedermann bekam zu werden, der die höhe­re Geometrie liebet. Der Autor davon ist der grosse und hochberöhmte Mathematicus 3fö«c LZewron. Er hat es in Lateinischer Sprache geschrieben-, Herr Colsou aber hat es in das Englische übersetzt und zu mehrerm Gebrauch mit einem beständigen c©mmenta- rio, der viel grösser ist als das Merck selbst. Es ist bekant, daß von mehr als 20. Jahren ein hefftiger Streit zwischen dem Herrn von Leibnitz und dem Herrn Newton wegen des calculi difierentialis, oder , wie ihn die Engc!- lander nennen , des Methcdi fluxionum ent­standen. Dieses Luch hat Herr Newton hauptsächlich zu dem Ende geschrieben, da­mit man deraus ersehen solle, er habe den wahren Grund dieses Galcuü besser eingesehen, als die andern Machematici , und denselben aus richtigen und ungezweiffelten Gründen herge­leitet, daß man also um destoweniger zweiffe len könne, er seye der erste und wahre Er­finder von dieser so wichtigen und unvergleich, lichcn Erfindung, und habe keinesweges mit fremden Augen gesehen, auch was dieser Cakuius vermag, besser als alle andere einge, sehen. Er zeiget erstlich, wie alle Brüche Und Irrational Quantita^n in ferics infinitas convergentcs zu refoirircn sind. Darnach han­delt er von den fluxionibus oder unendlich klei, nen Grössen, und erkläret wie mau dieselben eigentlich anzusehen hat. Hierauf lehret er durch die auserlesenste Erempel, wie die »a- xima und minima der Quantitäten zu derer- miniren, der tadius evolur-e cvrvarum zu fin­den, wie sowohl krumme Linien, diesichgu»- driren lassen, als deren Inhalt zu der Raume, den andere gegebene krumme Linien emschliest

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