Wahrhafter und umständlicher Berichs

Bo» de.i verstorbenen Manne in Hornhausen

Rahmens Johann Dchwerdtfeger,

Welchen Hekr?nkor Kern abgestattet,

^^^^Ure Königl, Majestät Hochlöblichen Regierung

und Consistorio haben zwar sofort nach Absterben des Zohakr Schwcrdrfegers, die dabey forfallende besondere Umstände in Trj gj^ y Allerutrterchänigkeit berichten wollen, wmn nicht der Mey- nung gewesen ich möchte vielleichtanstossen, che mir derglch chen zu unternehmen allergnadigst anbefohlen worden, zugeschweigenchgß auch hiernechst Ursach gefunden mit ein und andern aus der Gemeinde zu sprechen, welche ihn offt in seiner Kranckheir besuchet, um zu vernehmen ob alleö mit dem, was ich aus seinem Munde gehöret, überein komme. <Wis nun aber die hohe Ordre erhalten damit zu eilen: Als habe ohne Verzug gegenwärtiges einsenden sollen.

Den An fang von seiner Schwachheit zu machen, so hat es das Anse­hen gehabt/als ob ein Fieder unterwegs ns, in dem Frost und Hitze mitein» ander abgewechft!t,welches sich aber bald hernach in «neBrust-Kranckheit verschlagen,doch so, daß keines von beyden zum rechten Ausbruch kommen. Nachdem er aber mehr und mehr ausgezehret / folglich so matt worden, daß er Artzeney zu gebrauchen vor rathsam beftmden,auch dieftrhalb nach einer Frauen über Land geschickt, welche sonsten wegen vieler glücklichen Euren in Russist, und etwas hohlen lassen /wovon er fleißig eingenommen,so har 4i daraufgrosse Schmertzen im Leibe und Rücken empfunden, welche dantz tcontunuret und von Tage zu Tage zugenemmen.

Als er mich nun zum erstenmal)! zu sprechen verlanget,habe ich unter Ändern gefragt : wie er mit ftimn GOtt stünde f ob er, wenn er sterben solte, selig zu werden gedachte? und ob er nicht ein hertzlich Verlangen tra- ge,das heil. Abendmahl zu empfahen? welches er dann mit einen Hand, Drücken und freundlichen Ja Wort beantwortet, ist auch nicht eher ruhig worden,bis ersgenossen; da nun wiederum Tages darauf zu ihm gegan« gen, hat er mich au statt ich ihn anreden wollen, zuerst angeredet, mir Aet, melden, wie er so freudig, daß er eommunicirer, und sich mit GOkt versöh­net habe; darauf waren seine Reden weiter, ich will nun ein Testament