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und wissen es nicht anders nach der Wahrheit der Schnfft. Und wie wir nun dieses derSchrifft gemäß lehren, also wollen wir auch gar gern dafür bekannt seyn, daß wir nichts mehr verwerft fen, als daß Christus und die Dünde zusammen in einem Herren Men wohnen können; Und wir fragen alle, die uns dieses übel deuten, und meynen, daß solches eine irrige Meynung fty, mit den Worten Pauli 2. Cor. 6,14. t*. was hat die Gerechtigkeit für Genieß mit der Ungerechtigkeit ? was hae das Licht für Gemeinsthaffr mit der Finsternis ? wie stimmet Christus mit Belial ? Wir kennen eine solche Zufammenstimmung nicht. Und wenn die Gläubigen diese zwe^ gegen einander streitende Herren bey und in einem Heryen haben soft ten, so wäre niemand unglücklicher, als sie, indem sie Hier unglücklicher Weift zwischen beyden schweben würden, Matth. 6 ,24. Nun aber dan- cken sie dem Heyland, daß er sie von der Macht der Sünde erlöset hat Z Auf daß sie, erlöste aus der Aand ihrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht ihr Lebenlang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist, Lm.r,74 75- Diesem zufolge scheuen wir uns nicht, zu sagen, daß die Gläubige»; keinen willen zur Sünde haben können. Die ihrem Erlöser also dancken, wissen keine grössere Schande, als der Sünde zu dienen, und kein grösser Elend, als wider ihn zu handeln; daher sie, an statt die Sünde zu wollen, vor derselben einen Abscheu haben.
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