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Dann lernet auch wie Ihr zum Zweck ge, langen sollet.

Ihr wißt: ich geb es zu; was habt Ihr aber? Nichts.

O wie wird Hand und Fuß und Aspff umsonst geübt.

Der Schrifft geglaubt , die Krafft be» wahrt, das Lamm geliebt.

Es ist demnach in der Religion nichts xrr. besser als Einfalt und Aufrichtigkeit; jene M Be macht uns glauben, was göttlich ist, wann wir solches gleich nicht verstehen; und diese lehret uns den Heyland lieben von gantzem Hertzen und aus allen Kräfften;

Wir vertiehren dabey allen Eigensinn, wir werden beugsam und lehrlich wie die Kin­der; Wir lassen uns gerne weisen und vermeiden dadurch alle gefährliche Abwe­ge ; die Liebe macht uns alles vertragen, alles glauben, alles hoffen, alles dulden:

Wir urtheilen nicht, wir richten nicht; ein jeder stehet und fällt seinemHerrn. Hat uns GOtt in dieser oder in jener Kirche lassen gebohren werden , so mögen wir leicht darinnen so viel Gutes hören,als uns iu wissen nöthig ist; den Mangel wird i derH. Geist, wenn wir einfältig und auf­richtig sind, durch seine innere Gnaden- Würckung bald ersetzen. Wik bekennen uns zu der aufferlichen Kirche, weil es die Göttliche Ordnung so mit sich bringender

rechte