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Sitten und auf die Beförderung des Guten gehen. Wodurch dem finstern Reich Des Satans in der That ein mercklicher Abbruch geschichet; indem auf solche Weise die Menschen zur Ehrbarkeit, zur Tugend und zur Frömmigkeit eingelcitet werden. Wäre nun der äußerliche Gottesdienst ein bloser Götzendienst, so würde bey dieser Gelegenheit der Teuffel, dev doch sonst ein listiger Geist ist, die Waffen gegen sich selbsten führen , und also durch die Lehre der Tugend das Reich Christi befördern helffen. rv. Der 8epLrLkifmm ist im Gegenrheil vie-
Dargegen lerley Gefahr unterworffen. Ein Mensch ist der $e- jst dßtN Jrrthum niemahls näher , als vie- er seinem Eigensinn folget : wer tec Gefahr weiß ist, der Hörer zu, und wer ver- «nterworf- ständig ist, der iäffet ihm rächen, ftn« krov. r.v.^. Sich kluger und frömmer zu seyn bedüncken, und deswegen die Gemeine zu verlassen, hat offters keinen bessern Grund, als die Einbildung des Pharisäers, der bey Luc. *8. v. rz. GOTL danckeee , daß er nicht wäre wie andere Leute. So bald mütt sich der Christlichen Lehrsamkeit einmahl entrissen, so sind wir ein Spiel unserer Vorurthcste, man will anderer Leute Jrrthümer meiden, und man verfällt in andere, die noch grösser sind. Die AfFc&en lauster? heimlich mit unter; man stehet sich aöenkhal-
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