JnMchem ist erschrgutdem Podagra/so man sich damit schmirret, giebt eint gute Lkadekung auch tu allen harten Geschwülsten , va er gantz gewiß ist/ solche zu vertrriden/ gleichfalsan den Kröpften/wo man den Kropff damlk snmierel, und wie gemeldt / auch innerlich gebraucht.
20 , Heilet oddc.nel0krr iS jlfani über Oie Massen geschwind alle Wunden, sirwohl am Kopff, als andem Oke len/ foautuin Tuchlem damit veseucht , tn die W rüden legt/und mit Oppelduch oder ordinari Leinwand darüber dinSet / und solmes des Tages r. mahl wiederholt. Gleichrrmassen kan man solchen Balsam gebrauchen, wann min von oeegtfflen Thteren , oder einem wütigen Hund gebissen / auch so einer von vrrgifftrn Mücken, ober andern Migen Toteren Miss«; wird, so muß man den Balsam etilchmahl darauf schmieren, heilet solches in wenig Stunden.
ne. Hellet er auch ohne alle Schmertzen den Erb, Grind, Schuppen / Krätz und Raulten, wie auch Wolss» und Haar »Wurm, so man sich damit schmieret.
22. In Blähungen, wie auch in allen Schmertzen des Mtltzes tst er ein herrliches Remedium, so man dasselbe von aussen vamn schmieret, so vertreibt er durch den Urin alle böse Feuchtigkeircn hinweg, man kan ro, Tropften in Wein / oder Fletsch - Brühe einnehmen, so har er starckrre Würckung.
2z. So sich einer mit Wasser, Brandewein/ Fetten, oder sonsten was brennt , der giesse diesen Balsam öffters darüber, oder netze ein Tüchlcin darein und lege es darüber, so es trocken wird, muß mans wtederhoh- len, so benimmt ee in kurtzem den Brand, und ziehet solchen aus, wann man ihn gleich gebraucht, lässec er gae keine Blattern auffahren, benimmt den völligen Brand tu t. oder 2. Stunden.
24. Ist dieser Balsam auch ein grosses Prxiervativ in der Cootagiao, so man Morgens nüchtern 13. big 19. Tropften davon einnimmt, auch des Tags etlichmahl davon einige Tropften durch die Nasen schuupfft.
2?» So ist dieser Balsam rin apprvdtrtes und ausbündigrs Mittet vor das Zitrracht, so man es des TagS öffters damit dupff«, oder benetzet, wie ingieichem benimmt dieser Balsam die röche Flecken in den Augen in wenig Tagen, so man des Tages öffters einige Tropffen darein fallen löst.
Weiche Versöhne« nun von einigen dergleichen obgemelren Zustände« ober Kcsackheiten behaffret sind/ es feye innerlich oder äufferlich, die brauchen diesen Universal. Balsam/ wie er oben von Numern ju Numern ist beschrieben worden/und zwar so lang/biß eine erwünschte Besserung gespühret wird/alSdann kan man dessen Gebrauch auSscgen/wolre sich aber die Kranck« hr»l oder einiger Zufall aufs neue anmelde«/ müste man sich dessen Gebrauch aufs nene bedienen,welches zwar selten geschicht, wo anders vieKranckheit nicht zu ticff eingewurtzelr ist. ZuPrafervirung der Gesundheit kan man in der Woche» ein oder zwepmahl ,5. Tropffen einnehmen/so wird hierdurch der Calor nacuralis erhalten und die gantze Natur gestarckt: Ich kan üb» ngenS den Leser mit Warheit versichern/ daß dieser Balsam ohne die geringste Gefahr auch den kleinsten Kindern kan gebraucht werden/dann niemand mit Warhells, Grund wird sage« könnea/baß eiamahl durch reffenGebrauch einiges Übel feye erwecket worden/ dann die ComxoLioa also eingerichtet ist/ daß er keiner Complexivn nachlhnlig/jedoch wärcket er be y dem einen mehr alSbey dem andern/wa» nur die Zufälle nicht alljuhitzig seyn: auch bab ich dabey andeuten wollen,aufwas Weiß der Balsam am fügiichsten möge gehalten werven/nemlich/man stellt solchen an einen kühlen Ort/wana man denstlbea gebrauchen will/so nimmt man das Pettschafft neben dem Papier biß auf die Blasen ab/durch die Blasen aber steckt man ein« Stecknadel/ welche «inen Kopff hat,und wann man von denselben brauchen wtll/nimmk man die Nadel heraus/wann man aber ein Gläßlein bey Händen hak mlt einer zinnern Schrauffea/die fest schliessea thut/ so ists noch deffer/wann man daS Gläßlein in solches mit einer Echrauffen leeret, dann der Balsam über alle Massen subtil nab penetrant.
Ich tönt« mit Warheit und gutem Gewissen noch viele andere Euren, welche ich mit diesem Balsam gethanhab, hie btpfügen , aber um der Kürtzr willen übergehe ichs: Auch wirb die Operation selbst mehrerS weisen.
Itrm/srynd neben diesem Balsam bey mir j« haben allerhand Essenve«, Tinkturen, ingleichem aus allerhand Metallen, Mineralien/ Steine«/ Gewüryen/ Früchten, Kräuter», Saamen, künstlich nach Spargirischer Art cxtrahitfc/ dißillirfe Oel, Wasser, Saitz, Balsam und dergleichen, so auch gut und gerecht.
Anhang.
Enrbenst wird dem günstige« Leser zu wissen gemacht, bke llrsach der unten aufgedruckten Wüppkeia/ welche sich auf denen Gläßlein und Recepten befinden,daß einige Betrüger und Vaganten sich unter« standen haben, auch de fa£to in geheim noch «aterstebea, diesen Balsam/ Elexter und andere Mebi» «ameatea fälschlich «achjuäffen/ auch unter allechaod Vorwand und Betrug die Käuffer mit ihren würcklofen Wanken suchen zu hintergehrn und anzuführr«, ja es haben sich einige so gar unterstanden/ mein ordentliches und gebräuchliches Pettschafft fälschlich nachmachen zu lassen, zu mehrerer Bekraffkigung ihre Gläßlein damit obflgairt, als wann es meine Waar wäre.
Als haben mich Jhro Chur« Fürstliche Ourchl. in Bayer« aus sonderbarer 5pecial-Gnad mit
___ einem nervofm und privaten-Privilegio begnadiget, benebenst Ihren Obrigkeiten, Hohen und Nie«
dt,., gnädigst and.fohle«, und ernstlich nnfgetrage«, ans dergleichen Betrüger und Vaganten gute Sorg und möglichste Obsichl zu haben und zu bestellen, vnd wo solche betrette» werden, selbige handfest zu mache«, und Dero Hof» Rath über, schrieben werden solle, allwo ihnen sodanu die behörige Bestraffung nach gestalksamr des Verbrechens, ja so gar malefitzifch r«Qirt zu «erden, gleichwohl bevorstehet.
Evlchemnach werbe« die Känffer und DerkSuffer anbey erinnert, genaue Sbsicht auf daS Pettschafft und Wäpplei» zu habe«, dann worauf sich dies« nicht befinden, nicht meine Waar ist, welches «ine« jeglichen zur freundlichen Nachricht, auch seiner selbst rtgenra Sesuabhett dttner.
iMimnjAnin
Diesen Baliäm findtt man qut und gerecht bcy mir Philipp Jacvb Schauer/ vnvileqirter rmdatte-irter Chymi- eus/wohnh-istmAug- spurq am vbem Lech / aUwodasChur-Bayr. Wappen sich definvtt.