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wissend als mein Groß -Vatter und Vatter, welche im. rechten Ernst dahin getrachtet, den Mißbrauch abzuftellen, so man mit dieser löblichen Kunst getrieben.

Der erste hat deßwegen die Ausübung der Artzney- Kunst verlassen, um alle seine Kräffte hieran zu wenden, ungeachtet aller Beschwerlichkeiten so sich zeigten , theils wegen Mangel zureichender Grund - Lehren und Anmer- ckungen, als oberzehlter Hindernisse willen. Jedoch er hat seinen Zweck meistens erreicht; und der Ruhm den er dadurch auf sein Geschlecht gebracht, ist Zeuge davon.

Mein Vatter, welcher die Gnade gehabt bey denen 4- Churfltrstl. hohen Höfen Mavntz, Cöln, Trier und Pfaltz in Besoldung zu stehen , und in des letztgemelteu Churfürsten Residenz-Stadt Mannheim viele Jahre zu wohnen, und schon vor einigen Jahren verstorben, ist in des seinigen Fußstapssen getretten , und hat durch Fleiß und Nachsinnen neue und wichtigere Entdeckungen ge­macht ; und das, was noch vielen hohen und uiedern Standes-Persohnen von ihme bekant, überhebt mich der Mühe, ein ohnedeme wider die Wohlanständigkeit lauffen- des Lob allhier einzumischen.

Den unsäglichen Fleiß und Arbeit, die Erfahrung und Anmerckungen dieser meiner beyden Verwandten habe mir so viel als möglich wäre zu Nutze gemacht; das lange Reisen und der viele Umgang mit den gelehrtest und er- fahrnsten Männern hat auch nicht wenig beygetragen neue und mir noch gantz verborgen gewesene Kentnisse zu erlan­gen , durch deren Hülffe sehr schwere und ungewöhnliche

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