Groß-FürsterUhum lirgeuden Käyserl. Regimen­tern besorget worden ist; als stchet dannenhero auch unschwer zu mutl,Massen, daß der crwehnte Übergang von denen Kayserl. Tronppen noch der berührten Provinz aus der Haupt-Ra ison bis bie­der differiret worden ist, solchergestalt denen Nüs­sen nicht etwann die ebenmäßige Gelegenheit zum Anmarsch zu sourniren, da man von Wyburg stcher informiret werden will, daß die in allen dor­tigen Gegenden pvstirt stehende nicht geringe An« zahl der Rußischen Völeker dergestalt parat gehal­ten werden müste, daß selbige im Stand gestellt, sich auf dem erstem Desehi auf Art einer zu sor- mirenden Armee präsentircn zu mögen.

Weichselstrohm den m. Febr.

Aus Petersburg sind Briese vorhanden, welche melden, daß die in Lief-und Eurland oder andern Provinrien liegende Rußische Trouppen sich in ein Corpo zusammen ziehen und ein Lager formiren würden, welches zur gesetzten Zeit von den Kay­serlichen Herrschaften in Augenschein genommen, und in Dero Gegenwart börste gemustert wer­den. Die Zeit wird erweisen, ob diese Nachricht gegründet

Ein anders aus Stockholm, den 16 . Febr.

Vor einigen lagen wurdeIhro König!. Hoheit der Durchs. Cron-Prinzeßin von dem Präsidenten des König«. Berg-Collegii, Herrn Grasen Friedrich

«nn Golde geprägte

Medaille überreichet, welche Höchstvteselbe mit be­sonders gnädigem Wohlgefallen ausnahm. Aus Helsingburg und Grislehamm gehen die Nachrich­ten von einer fortdaurenden strenge» Kalte ein, und der Professor der Astronomie zu Upsal hat bemex- cket, daß in derNachtzwischen den rs.undristen dieses die Kälte weit stärcker, als in den Jahren 170». und > 740. gewesen sey.

Danzig, den rz. Febr.

An dem Königlich-Schwedischen Hofe ist man sehr darüber verlegen, daß bey denen Lonferenzien, so das Rußische Ministerium mit den auswärtigen Gesandtmhält, derSchwedische Minister, Herr von Greiffenhielm, nicht Mit zugezogen werde. Ohnerachtet noch nicht so zuvexläßig die Nachricht ist, daß eine Verlöbniß des Prinz Gustav, dem Sohn des Herrn Thronfolgers, mit ber Königlich- Dähnischen Prinzeßin, Sophia Magdalena, näch­stens vor sich gehen soll; so avanctret man doch wei­ters, daß schon mit nächstem Sommer die Prin- zeßin nach Schweden gebracht, und unter denM- gen der Frauen Tbronfolgerin, Königs. Hoheit, auferzogen werden soll.

Copknhagen, den r. Merz.

Don der bevorstehenden Refe Sr. Majestät des- Königs nach Dero Teutscheu Staaten, wird gegen-, warklg nichts mehr geredet. Am vorigen Mitt­wochen musten die beyden Soldaten, welche sich an dein LieutcnantJacobi vergriffenem ihr Leben spie, len,da denn einer, Namens LindegMn, vom Laalan- bischen Infanterie- Regiment verspielte, und ar- quebusiret wurde, der andere aber, vom Regiments des Cron Prinzen, Namens Müller, wurde nach r 6 ma!igem Gaffenlaufen aus r< Jahr zur Schanz- Arbeit nach der hiesigen Citadelle Friedrichshaven gesandt. Auch sind in dieser Woche der K och, wel­cher mit dem Schiffer von Dragoe sich an die nach Holland zu bringende Waaren vergriffen, und ein Schwedischer Matrose mit Ruthen ge­strichen, an der Stirne gebrandmarcket und auf Lebenszeit nach Friedrichshaven gebracht worden. Am Sonntage wurde die Erösnuug des höchsten Gerichts in Sr- Königs. Majestät Gegenwart auf den 4. Merz durch bieKöniglicheHerolde unter dem Schall von Trompeten rmd Paucken bekannt ge, macht.

London, den ?. Merz.

Gleichwie manmuthmaffet, daßesbeyderdritt- mahligen Verbesserung der Naturalisations Dille für fremde Protestanten kein geringer Wort-Wech, ftl fürfallen dürfte, so wird solches auch vermu-M th«t, wen» man die Bille wegen Veränderung ~ des Ealenders einbringcii werbe : Diele sind der Meynung, daß es wunderlich seye, den alten Ju- lianische» Easender bey einer. Nation beyzubehal, ten, welche sich in den mathematischen Wissen­schaften so berühmt gemacht, zumahl, da der neue verbesserte Calender mit der Natur und dem Lauf der Planeten besser übereinkommt. Es wird ge­sagt, daß man die n.kage, welche den Unter, schied ausmachen, im September vom §ten bis zum Listen auslassen, und den Anfang damit 175*, machen werde. Es sollen noch ioop. See- Leute mehr, als lM Parlament bewilliget hat, ange­nommen werden., Auch hat die Admiralität zur schleunigm Ausrüstung von 9. Kriegs - Schiffen, welche mit dem Anfänge des künftigen Monats segelfertig seyn sollen , Befehl ertheilet. Der Kö­nig Theodor, oder Baron von Neuhof, harret noch in seinem Gefängnisse. Er hofte neulich joszukommen, weil xin neuer Termin war, daß feine Schuidherrn Geld bezahlen nmsten, und schmeicheste sich, daß sie keine weitere Unkosten an» wenden würden; allein er hat sich geirrek. Es sind ein Mar darunter, die Geld genug haben.