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col» beym Läugnen bliebe/ dieselbe praevia dehorra-

rionc perjurii in seiner Gegenwart beschwohren;

(^uu fa&o refpeötive redudtus äc dimiflus.

Käme des Hrn. SenckenbergsKöchin Agrico- 1a voller Thranen auf das Amt gelaufen/ und sag­te: Sie wolte wißen/ wer ihren Bruder srceriren laßen; Er seye unschuldig/ und es wäre wahr/ daß sie ihn und den Schreiber öredekav bestellet/ den Burgckmann zu ermorden. Dieser Spitzbube hat­te ihr nachgeredet/ daß er sie ihrer Ehre beraubet. Nunmögtesiewissen,ob es Ihr nicht erlaubt wä­re/ einen solchen Galgenstrick ermorden zu laßen. Ihre Ehre wäre ihr so lieb als ihr Leben/ und sie wurde/ wennEr auch 100 . Meilen weg wäre/ gu­te Freunde finden/ die ihm den Garaus machten. Allem Ansehen nach, mäße wohl ihr Hr. den Ar- teft veranlaß haben. Er hätte sich aber dergleichen nicht unterstehen sollen. Dann sie wäre von eben schönen Eltern, als Derselbe/ sie wäre eines Pfar­rers Tochter , und könne erweisen, daß sie vom Hauß Frauenstein herstamme,und mit Hrn.Schöff von Fichard verwand wäre. JhkHr. ließe sich noch in Abwesenheit von seiner Baase der Klotzaugischen Frau von Rauen regieren, die ihr nicht gut wäre. Wann aber jemahlen die Schminck-Buchse wie­der käme, wolte sie ihr ein Meßer ins Hertz stoßen.

Käme die Agricola wieder ins Amt gelaufen, und sagte: Ob man gleich sie nichr zu ihrem Bru­der lassen wollen, wäre sie doch auf der Hauprwa- che zu ihm gekommen, und er wolte nunmehr be­kennen. Sie verhoffe aber, daß man ihn wegen sei- nerJugend nicht hart bestraffen würde.

Referitfett einige im Römer stehende Leute,daß im hinausgehey die Agricola über den jungem Hm. Burgemeister und ihren Hrn. Rache geschrien , und gesagt: Sie wolte sich schon an ihrem Hrn. rächen. Den sie könte ihn ja mit der Frau von Rauen angeben, und wenn dieses nicht angienge, wolte sie in seinem Nahmen sich ein Kind machen lgßen.

Ließe man Hrn. Senckenberg des Raths ver­melden, man mögte gerne bey Amt des Anlaufens seinerKöchin überhoben seyn,und weilen ihrBruder wenn er ins Armenhaus komme, und daselbsten von dem Stecken-Knecht solle gezüchtiget werden, hie­durch zu fernerer Betreibung der Proftßion eines Chirurgi untüchtig würde, jo wolte man bitten, daß er mit ihm wegen seiner Jugend einige Nach­sicht hatte.

WoraufDerselbe vermelden ließe: Es wäre ihm leyd,daß das Amtseinethalben in Unruhe gese- tzet würde, da doch Dasselbe die richterliche Gewalt gegen seine Köchin in Händen hatte, deren er,wenn sie auf dem Marckt gienge, nicht nachlaufen und verbieten könte, in den Römer zu gehen. Was die Satisfadtio publica erfordere, müsse das Amt

Eodem.

Wurde derselben befohlen, sich eiligst nach Hauß zu begeben, damit es nicht nöthig wäre, sie mrt einem Klotz am Fuß ins Hoipithal zu sitzen. Zugleich wurde beschloßen, Hrn. Senckenberg, um ihm keinen Chagrin zu verursachen, von diesem Vorgang keine Nachricht zu geben.

A&um, rz. Febr. 1747, coram iisdein.

Eodem.

Aäum 24. Febr. 1747. Coram iisdem

wißen.