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zurGefangnüß und Leibes-Strafe mögte gezogen werden; An statt dessen, hatte man der inquifitfo ei­nen Defenforem gegeben, welcher unter allen hiesigen Hrn. Advocarcn der einige ftye, so wegen seiner Pflicht-Vergessenheit allschon bei) vorigem höchstpreistl. Reichs-Hofrath mir einer Fiicalifcben Straffe an- gesehen worden, und solche durch des Hrn. Grafen von Königsfeld Vorspruch nur aus Gnaden nachge­lassen erhalten; sondernman hatte auch diesen 4 Wochen lang alle Abend bey bet inquifitin gantz allein gelassen, binnen welcher Zeit der Schreiber Bredekav-'beständig bey Ihme gewesen, und sich seiner in der gm Dten Oötvhr. ergriffenen Appellation bedienet hatte.

Es ist aber dieses eine gantz bodenlose und falsche Beschwehrung. Dann Hr. Senckenberg der die Agricola ge-- der har das halßbrechende Lrimen 5 cupri violenci begangen.

Die unschuldige AZricola ist, wie GOtt und Menschen bekannt, leyder! parstafa 1 und da sie

diese gewalthatige Nothzucht nicht anderst als per Teftes domefticos beweisen kan, so soll der Teftis Bre- dekaw und die unschuldige Agricola mit der L-prur und Folter angegriffen werden; Ist dieses nicht Toll- hauß-mäßig, und werth, daß man dlro.9. einTollhauß vor Ihn pra-par-re.

Wenn jeder Nothzüchtiger oder sonstiger ^laiekcanr prsrendiren könnte, die wieder Ihn produ. eirende Zeuges in das Gefangnüß oder zuriormr zu bringen, wie würden alle Straßen voller Makfican. ren lausten; Es ist der unschuldigen Agricola und dem Bredekaw schon zuviel geschehen, daß auf Sen- ckenbergisches ungestümes Anlaufen, sie in Arreü gesetzet worden. Allein Er soll es auch empfinden, und ob GOtt und die Gerechtigkeit will, 8ari5tadion genug geben, daß es Ihme gewiß vergehen solle.

Falfiflimum ists hiebey: Daß der Agricola Ihr jetziger Detentor Dodor Dornbeck gegeben worden; Er lüget es wie ein Ertz-calumniam, und belüget also auch hiemit dasOKcmm Domini judi- cir schändlich; Es ist vielmehr nororisch, daß die Agricola, als sie gesehen, daß Ihr voriger Hr. Aci voesrnr Caufas Ihr nicht mit allen Ernst gedienet-und sie in den Arrelt kommen, denjenigen Detentorem selbst gesucht.

Und beschuldigt Senckenberg als ein Ehrenfchandex und Ertz-Lalumniam Ihn, daß Er sei­ner Pflicht-Vergessenheit halber in vorigem Kayserl. Reichs-Hofrath mit eine Pcena Fifcali ftye angesehen worden. Es ist vielmehr nororisch, daß einige Feinde Ihn in damahligen Kayftrl. Reichs - Hofrath fälschlich angeschwärtzet, mithin die Filcalifthe Strafe zwar ausgewürcket gehabt; Als Er aber seine Un­schuld bey Kayserl. Majestät standhafft dedaciret hat, Er auch von Kayserl. höchstpreißff Reichs-Hofrath cum Oloria wieder ablotviret werden mäßen, und seine Feinde haben Nasen davon getragen , mithin ist wieder eine Senckenbergifche stinckendeLüge: Daß die Strafe durch Hrn. Grafen von Königsfeld Vorbitte ftye erlassen worden; Dann Er sein Kayserl. Ablolurorium, und daß Ihme so gar dieSultz- bachische weitere Deksnlion concra Larcerem cjur perpecuum verstattet worden, in bcabinacu Amplillimo ja procluciret hat.

tzuoacl §.33. Ware der Schreiber Bredekaxp' nicht gesetzet worden, wenn nicht Senckenberg zu Wien eine falsche Nullir-erx-Klage anzubringen gewußt; Er solle aber auch diesem unschuldigen Arrestan­ten Satisfadion geben.

Es ftnb Calumnien: Daß jetziger Dekcntor alle Abend bey der Agricola gewesen, und ein Toll- hauß-maßiges Bitten ists, daß Er seines Delidi wegen ehrliche Leuthe gestrafft wissen will. Die Lau. rion hat Er vom Bredekaw ohne Fug begehret; Darinnen über hat Er Recht, wenn Er schreibt: Es wä­re in tubäraco von einer ohngezweifelten und öffentlichen Missethat die Frage, nemlich von der Nothzucht die Er begangen; Also solte Er vielmehr in Verhasst gezogen wordeü seyn, nicht aber die unschuldige Agricola und der unschuldige Zeuge Bredekaw, deine Er doch zu Bemäntelung seiner Nothzucht die Agricola hat anheyrathen wollen. Und wenn hiesiges Judicium keine sullicieme Indicia 5 rupri violenri gefunden hätte: So hätten die Aden ad Imparrialcx verschickt werden können. Da auch Hr. Senbenberg den unbefugten Arrett begehrte, so hatte vielmehr Er zur Eaulionn-Leistung angehalten werden sollen-

Quoad §. 34. kbilotopbiret Er: Daß inrerOimenFalti & Concuffionis eine nahe Verwandschafft ftye, und hat doch weder eins-noch das andere erwiesen, wie Er gleichwohl heilloser Weift daher lügen darf.

Daß Eraber ein Faitariur ftye, erweiset sein erkünsteltes falsches Prorocollum, und was für eine Verwandschafft zwischen einem Faltario und Nothzüchtiger ftye, solches zeigt die peinliche Halßge- richts-Qrdnung in Ihren Strafen, welche sie beyden zuerkennet.

Also darf Er sich bey seiner faulen Sache nicht in die Sonne setzen, gestalten Ihm die Noch- zucht sattsam wird erwiesen werden, wann man anders die Zeugen Aniculox defenfionaies abgehöret ha­ben wird.

Falsch ist ebemnaßig, daß sich der Bredekaw in feiner Aussage widersprochen. ^

Allein Hr. Senckenberg behilfft sich mit lauter Lug und Trug/ wovon alle Zeilen seines 8ra. rurEaulL voll ftynd.

l)noad §.; 5. WillHr. Senckenberg rarione der von der Agricola producirte Zeugen einwenden: Des ältern Hrn. Burgemeisters vor, EerxnersExcellenx müßte Er vor einen Feind angeben.

Nachdeme aber Aden kündig daß Hr. Senckenberg des Hrn. Burgemeisters Excellenr selbst ersuchet, mit der Agricola in der Güte zu rradiren.' So ist diese einwendende Feindschasst nur ein Lolor qiufitu* und vom Zaun gebrochene falsche Exceprion.

Eben so frech ist auG-daß Hr. Senckenberg sagt: Die Agricola werfe Ihm per modum Ex.

ceptionis