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dig, sich aufder Carharma Agricola Nothzuchrs-Klage einzulassen, mit dem ridicuien, seltsamen-und abentheuerlichen Begehren: Es hatte das Officium Domini gudieis hingegen wieder die ^gricolam und seinen gewesenen Schreiber Bredekaw

den Inquifitions-Procefs in Via ad Pcenam Gladii» ex Officio

fortzufttzen.

r Verfertigt Vom Dsketisore der unschuldigen ^Zricola.

t^iesenabentheuerlichen Senckenbergischen Stamm Caufae zu refmircn: So ist zuforderist aus denen verhandelten A<äis zu praemimrcn: Daß als Hr. Hofrath Senckenberg an der Agricola verspühret, daß sein-an Ihr verübtes und wiederhohltes ämprum violemum (gestalten Ihme solches überflüs­sig erwiesen werden kan) die Schwangerschafft nach sich gezogen habe; So hat Er allerley Weege ge­sucht, sie aus Fkanckfurt zu bringen ; Zu welchem Ende Er Ihr auch durch die damahlige s8. x.) beyde Hrn. Bürgermeisters, Hrn. 8cabjuum VON kersner und Hrn Do<ä. Moors des Raths gütliche kropoll- nooer zu gütlicher Abfindung, rcttanribur A<Ais thun. lassen, nemlich Er'wolle Ihr ein Stück Geld geben- und sie solte seinen Schreiber Bredekaw heyrathen-und Ihn zum Vater Ihres Kindes angeben, auch sich erst mit diesem cüpuliren lassen.

Um nun diesen V ergleich zu bewürcken, hat Er sie nacher Mayntz in die k-vorire beschieden, wo­selbst Er diesej?ropo6rione5 nebst andern- daßsiö ao.Meil von Franckfurt niederkommen solte, in der kavonre wiederhohlet, wie mit Zeugen und Briefen zu erweisen; Weil aber die Agricola sich nicht ver­stehen wollen, den Bredekaw anzugeben - noch sich m it diesem copuliren lassen, noch auch ausserhalb Franck­furt in ihr Kindbett kommen wollen:

So hat Er siewieder aufFranckfurt bsschieden, nachdemeEr Ihr etwas Geld zurReise nach Mayntz geschickt-mch, auch druy/en zur Herauf-Reise gegeben.

Nach seiner kekourzuFranckfmt,beschiede Erste aufOssenbach, dieses gütlichen Vergleichs hal­ber zu Ihme zu kommen; Sie schlüge es aber ab ; Da schlüge Er Ihr das DorffOberrode, eine Stun­de von Franckfurt, vor; Sie wurde aber von guter Hand gewqrnet: Sie solte sich vorsehen-und Zeugen MitrichnM. ,iv«'lH.ejrva6 böses vdchqtte.

. ! Als sieMm nach Oberrod käme, fand sie den dlorarium l'riberr von .seinetwegen draußen mit 4inerCbaite , denFrsnkkfurterLehn-Kutscher Schuvr, zwey NouNärn. und noch einen Kerl im Wikthö- hauß zum Einhom bey'dem Wirth Krebs; h

Ner^oiarlas TribeVt woltesie durch'viele Perfnafiones in die Kutsche nöthigen, lkNterm plLkexr: Man konte darinnen alkeme Mit einander reden; Weil aber die Hmiilaren rmd der dritte Kerl um sie herUmschlichen, mithin Ihr solches verdächtig vorkame, zumahl sie war gewarnet worden: So schlug sie disses alles ab; Obgleich dloranur inbsrc Ahr sagte: Er hatte Geld zu Ihrer Abfindung Wey sich; als welcher auch dieZeche im Wlrthshauß vorHrn. Senckenberg bezahlet: Da nun Agricola-har force nicht in die Kutsche steigen wökA so käme inzwischen Hr. Senckenberg in einer andern Kutsche selbst hin­aus gefahren^ MhM geriekh^ Er mit der Agricola in vifpme, ja gar zum Schelten und Schlagen , und Er wolle sie so gar zu Oberrod in Aneft setzen ; Der dortige Schultheiß sekbsten, schiene Ihme an- -fangswarinnen zuckavoriUren; Weil sie aber ablolm behauptete: DerSchultze. wäre nicht capable, oh­ne BUrgermeisterlichenBefths solches zu thun, und der Schultze zwar deßfalls einen Boten in die Stadt fchickte/mm den ArdeU Miszuwürcken, dieHrn Bürgermeisters aber damit nicht willfahren wollen : Go wüste Hr Senckenberg, derDie böse Absicht hatte, sie in ein ander sserrnorrum (und GOtt weis wohin) zu bringen, unverrichter Sachen abziehen; welches alles ebenfalls mitZeugen zu erweisen stehech

chWest Er My bDrchten müßte:' Daß nunmehro die Agricola^Jhre Anklage wegen des Stu.

prlssissiefltl thun würde:- So gedachte Er VVk.vtkll und käme Ihr also

Mit echer falschen vOunciarion zuvor: Ob hatte sie falsche Zeugen wieder Mn zu erkaufen.Lesucht, die da bezeugen solten: Er habe siegenothzüchtigct; Item brachte Er eine lächerliche weitere MM velm »7 ciarion .auf das Taper: Ob hatte sie einen Meuchel-Mord bestellet ;

Hierdurch nun, zöge Er Ihr einen inquifitions-Procets, übern Halß, nnd brachte sie zuforderst unschuldig in An-eft, unterm Pmext: Wenn sie von Franckfurt fortgienge, so könte Er wegen der DifFa- makion daß Er sie genothzüchtiget-und Ihn der Schwangerschafft beschuldigt habe, keine 5arirtaÄion be­kommen.

Auf gleiche Weise wusste Er hierauf den Schreiber Bredekaw, mit einer nach Wien gespielten falschen-undgantz unerfindlichen oluiina-cs-Klageauch in Vcrhafft zu bringen, in derMeynung, diesebey- de unschuldige Leute durch Weitlaufftigkeitcn Und Verzögerungen darinnen crepirend zu machen, damit feine schändlich^ Nothzucht nicht erwiesen würde-und ungestraffr bliebe.

> - Diesen kUrtzen Verlauf zum Voraus gesetzet , will vefeniör der Unschuldigen Agricola diekat- lir«k des Gegnsrischen Lracur Laulas, hiemit kürtzlich entdecken und solchen refutiren.

Und ist demnach

tzuoaä § r. dieser Sratus Laufas grund-falsch, und eine f. v. ftinckende Lüge, daß Agricola, als sie in dem Zieglerischen Hauß gcdienet, yo.fl. gestohlen hatte; Es hat Ihr vielmehr der Bangui-r Hr. Zieg­ler, aufseine Bürgerliche Wichten vor Löbl. Burgermeisterlicher AuMenr, laut krorocoiü mb Ln. a. ar-