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fort die ohnziemlichen Betastungen etliche Abend nacheinander angesehen, sechsten die Anmerckung und Randgloße gemacht, daß diese zweyte ohnbenamete Person die Frau von Rauen gewesen, mithin seinen ohnziemlichen Umgang mit der Köchin sechsten eingestanden, wie dann auch die

m kg. 2. ad [ 22 .] von der Ingmllrin zu Zeugin angeruffene Soldaten Frau gestehet, daß sie Ihn garofftersbeyfpather Abend-Zeit aus der Köchin Cammer gehen

§. 9) Durch welche Umstande zwar der Hoffrath Senckenberg

wie solches die Frau von Raumburg eydlich erhärten kan, bewogen worden, im Anfang desJahrs sich nach einer andern Köchin zu erkundigen, die aber sogleich nicht auszufinden wäre. >

Der von der lugmütin sechsten r. ad [22.] angeführte Zeuge Nrecleksv giebt diesen Umstand an, da er im Monath /snusrio

proroc. fol. 9 . a.

die Köchin redend eingeführet, daß ste ihm, wenn sie aus dem Hauß seyn würde, etwas neues erzehlen wolle. , ' . '

Jmmittelst wurde dem Hoffrath Senckenberg in der mitte PeKmarü die Klage angebracht, daß die ^gricola eben denjenigen i-!igus>, welchen sie (§ s.) bey Ihrem Hrn. verklagt, als ob Er sich berühmt, sie zu seinem Willen gebraucht zu haben, durch den Schreiber Bredekaw und ihren Bruder bey nächtli­cher Weile mit mörderischem Gewehr habe überfallen lassen.

vid.Sign. 3 ). ad exiiib. Senckenb.de 3.Odob. 1747.

§. 10) Als nun derselbe diesen Vorgang sogleich dem jüngern Hrn. Bürgermeister zu ernstli­cher Ahndung anzeigte,

Protoc. Incjuif. fol. 96. a. fei. 9 6. b.

käme es zwar am Tag, daß beyde diesem t-.-guax bey nächtlicher weile nachgeschlichen, und der Köchin Bruder nach ihm einen, wiewohl vergeblichen Hieb gesühret;

Proroc Inyuif. fol. 77.78.2. -

Es wurde auch der Köchin Bruder

wie der [23*] wovon man jedoch das dämm nicht anerkennet, ausweiset, in Verhasst gezogen, bald aber auf des jüngern Hrn Bürgermeisters Befehl,

Protoc. Inquif. fol. 91 . a.

wiederum auffreyen Fuß gestellet, immaffen der jüngere Hr. Bürgermeister ^

wie der^Hr- v--. Hupka, Hr- von Heyden, und Hr. von Holtzhausen allenfalls eyd­lich erhärten rnüssen,

yon dem vorgegebenen Verstand der Köchin, welche feibsten vor Amt erschienen, und bekennet , daß sie Ihren Bruder zu derThat verleitet, dergestalt eingenommen worden, daß er gegen sieselbsten keine Straf­fe verhänget, auch sogleich mitJhrem Bruder nachgesehen, und daß so gar (wie unten §. 20. Vorkommen wird) jetzo von diesem gantzen Vorgang kein Protocoll vorhanden ist.

§. «0 Der Hoffrath Senckenberg, welcher schon vorher mit vielem Leidwesen in andern, ihn und sein Hauß nicht angehenden Sachen inne worden, wie schlecht die Franckfurtifche OimiorJ - Juftiz be­schaffen seye, nähme von allem/ was der Hr. Bürgermeister Vornahme, keine Wissenschafft, sondern be­gnügte sich, der Köchin und dem Schreiber ihren schändlichen Umgang ernstlich zu verweisen., ihnen mit einer anderweiten inquifition zu drohen,

Prorec. Inquif. fol. f 2 .b. fol. 84 b. -

und aus Furcht, daß die Köchm, deren Banditen Geinüth ihme nunmebro bekand geworden, ihm sechsten etwa mit Gisst vergeben mögte, in so lang, bis er eine andere Köchin hatte, außer Hauß zu speisen, wie dieses alles der Hr. Rittmeister Busch eydlich erhärten kan

§. 12) Da nun immittels die Köchin, deren, wie oben (§. 6.) gesagt, der Keller-Schlüßel abge­nommen wäre, dem

von Ihr bl. r. »d [22.] zum Zeugen angeruffenen r.acjU37 6rTk, unter dem Vorwand, als ob cs sein Hr. also haben wolte, wie es derselbe eydlich erhärten kan,

beständig anlage, ihr Wein aus dem Keller zu hohlen, und solches vonJhrn dem Hoffrath Senckenberg an­gebracht wurde, letzterer auch im April, em beständiges Würgen und Erbrechen an öer Köchin bemerckte, wurde dleselbe hierüber

wie es der von ihr N. 2. ad [ 22 .] zum Zeugen angeruffene Schreiber vredeksv Prococ. toi. 8. l>. bekennet,

aus dem Hauß geschafft.

. §. 1 3) Und weilen sogleich nach Ihrem Abschied der Schreiber Bredekaw' gar nicht mehr zu

Hauß einzuhalten wäre, sondern beständig mit der fortgejagten Köchin c

besag seines eigenen Protuc. inquiC fol. 9. b. enthaltenen Gestandnüßes an einem andern Orth, als wo sie wohnte, heimliche Unterredungen gepflogen, wurde derselbe ebenfalls etliche Tage nach derselben

besag Protoc. In^uif toi. sch. a. fol. 84 . i>. fol. r.b.

fortgejagt, da dann dieses Paar bey der Lbarmamm, dem Bierbrauer Reyß und der Seitzin beständig beysgmmen gewöhnet, und zu gleicherZeit mit einander aus einem Hcnchin das andere gezogen,

D Proroc.