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wie das gemeine Geschrey gehet, und durch Abhörung des Hrn. Zieglers leichtlich an Tag kommen wird,

einstmahlen siebenzig Gulden entwendet, und deßwegen aus feinem Hauß geschafft worden.

$. 2) Von dar ist dieselbe in des Hrn. vo^or» Genckenbergs Hauß gekommen, welcher in sin­nen, damahliaen Wittwenstand und beständigen Beschaffügungen außerHaujes, aufderen Betragen eben nicht genau Ächtung geben können

§. 3) Aus dessen Dienst ist Dieselbe 14. Tage bey Hrn. Schoss von Fichärd in Dienst gekom­men, demnächst sie bey Hrn dko ducin; eingetretten, allda aber

wie es durch des Hrn. Syndici Aussage kan bestarcket werden, sich offtermahlcn berühmet, als ob der Hr. Schoss von Fichard ihr nachgestanden, und gar bald den Schlüssel zum Weinkeller nachmachen lassen, in ihren Rechnungen betrogen, und sonsten viele Unord­nungen aiigefangen, wegen deren sie aus dem Hauß zu wandern Befehl erhalten.

§. 4) Als dieselbe hieraufbeyHrn. vvÄor Senckenberg sich wieder um Dienst meldete, wurde sie von ihme an seinen Bruder nett Hofrath Senckenberg recommendiret.

Froroc lnquil. 14. ö. ex diÄir der von lnguiü» n. 2. sd ^ 22 -^ zum ZeUgNÜß angeruffenen Seitzin,

und von Ihm m Dienst genommen. .

§. r) Gleich in denen ersten.Tagen hat Dieselbe angefangen, ohne Ihres Hrn. Wissen, junge und wohlgestaltete laquayen mit Weichaus Ihres Hrn. Keller zu rraÄiren.

Prorocjnquil. fol. jy fc*

worunter sie gleichwohl einen, da sie nur 7. Tage im Hauß gewesen, bey Ihrem Hrn. verklagt, als ob sich dieser berühmt, daß Er mit Ihr fieischliche Unzucht getrieben habe, worüber dann zwar der Hofrath Sen­ckenberg Nachfrage angestellek, das gantze Vorgeben aber falsch befunden;

Fror^c. Inquif. fol. 60 , a. 6 l. a.

§. 6 ) Als dieselbe drey Monathe im Hauß gewesen, fände der Hofrath Senckenberg in seinem Weinkeller einen so m/rcklichen Abgang, daß Er durch seinen

von der inquifitm in N. 2. ad [22.H zum Zeugen angeruffenen l.squay 6 rac 5 , von welchen Er immittelst alle Louccillea von fremden Weinen, so vor ihn oder auf seinen Befehl aus dem Keller gehohlet worden, aufzeichnen lassen, in seiner Gegenwart die Ausrechnung des entwendeten machen Liesse, da sich dann

wie dieser eydlich aussagen !kan,'

a,ü iten Oec. 7746. ein Abgang von -8. Noucsilier gefunden, und darüber der Kcller-Schlüßel der Kö­chin abgenommey wurde. *

§. 7) litt eben diese Zeit suchte dieselbe eine Soldaten Frau, welchem des Hofrath Sencken- bergsHauß gewaschen, zu verleiten, daß sie Ihr Zeugnüß geben mögte, als ob Derselbe sie zu seinem Willen gezwungen,

wie solches aus der von der foqmimn N 2 ad [22. J zum Zeugnüß angeruffenen Wagnerin undJhresMannes Zeugnüffen kroroc. inqu-l. fol. 3. a. fol. ;.L. foi. n. b. foi. an. a erhellet; , ; und als ob sie ihn aus ihrer Cammer gehen gesehen.

Prococ Iliquil foi. zu b*

Zu dem Ende zeigte sie auch^rselben il-r von denen ordinairer beflecktes Bett, in der Absicht, ihr weiß zu machen, als ob solches ein Zeichen der verlshrnen Jungferschafft seye,

Proroc. 3 b.

und gäbe vor, daß Sie an dem gantzen Leib voll blauer Flecken seye, ohngeachtet die Soldaten Frau nir- gend als an Ihren Stirn einen kleinenFlecken gesehen.

Prococ. Inquil. kol 20.

Go gar sotten bey dieser Gelegenheit ihres Hrn. Stroh-Pantoffel zum Beweiß dienen, ohngeachtet die Soldaten Frau in der Köchin Cammer, weilen diese zu verschiedenen Zimmern die Schlüssel hatte, offter- mahlen schwartzes Leinwand, Kleidungen und anderes mehr gesehen hatte.

Prococ, Iciquis. fol. l i, a. -

Von allen diesen Umstanden aber, ist dem Hofrath Senckenberg bis erstlich einen Monath, nachdem Er die Köchin weggejaget, nichts bekannt geworden.

§. 8) Der Hofrath Senckenberg bemerckte sehr frühzeitig, daß besagte Dirne mit seinem Schreiber Bredekaw, einen ohnziemlichen Umgang führe, ja so gar bekäme Derselbe nebst seiner Baafe der Frau von Rauen etliche mahl Abends durch ein cm der Gesind-Stube befindliches Fenster zu sehen, daß dre Köchin sich von dem Schreiber an allen heimlichen Orthen gantz willig betasten liesse, über welche und andere Umstande Derselbe in dieser Absicht Arriculos abfaßete, damit Er der Köchin , unHdein Schrei­ber, an einem frembden Orth, wo disCriminal-lvai-: beßer dann in Franckfurt bestellet wäre, ihr Recht mögte angedeyhen laßen. Diese Arriculos hat der Schreiber seinem Hrn. heimlich entwendet.

' Proroo. Inquii.foL sr-

und nachdem Er aus dem Haußgejaget worden, mit einigem Zusatz bey Gericht in Abschrifft übergeben.

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da dann der Schreiber zu denen Arricul» 47.43. worinnen gemeldet, daß seinHr. und noch eine Per­son