ge gemeine Volck in solche Wuth gerathen, daß sie einen von diesen beyden Soldaten zu todt gcsteini- get, verändere, welcher sich milder Flucht retten wollen, istangehalten und zum Intendant selbiger Provinzgebracht, der ihn 2. bis z. Tage hernach mit Ruthen derb abstreichen und Brandmarcken, hernach Lebenslang ausdie Galeeren schmieden las» sen, daß also diesen beyden ihre gantz unbesonnene Kurtzweil gar theuer zu stehen kommen. Weilen ansRochclle die gute Zeitung eingelauffen, daß in selbigem Haven dielangerwartete Fregatte, die Gottesfürchtige genannt, jtf. metallene Canonen führend, am-.dieses eingetroffen, ist darüber un­ter den Pariser Kansteuten desto grössere Frelide entstanden, da man selbe seit vielen Monaten für verlohren gehalten hat, und ihre Ladung, so sie ans den Französischen Magazinen der Insul Cayen­ne in Süd-America Überbringer, aus mehr als 7. Millionen vergröffertwird.

Dreßoen,den ro.Iunii.

Durch die neulich den 12. dieses entstandene Feuersbrunst sind y. Häuser in die Asche gcleget worden. In der Meißner Porcellain-Fabrique wird sehr eifrig an Verfertigung verschiedener kost­baren Aufsätzen gearbeitet, welche in s. Wochen fertig seyn müssen, um alsdann nach Franckreich gebracht zu werden. Da sich ein Ruf verbreitet, daß den 7. dieses bey einem gewissen Banquier in Leipzig ein ansehnlicher Wechsel angelanget, und die Summa in contanten Species nach Warschau Übermacht worden, und man llrsachc zu glauben habe, daß dieses Geld von bem Herrn Mar schal­len, Grafeil von Sachsen überschicket worben, so ist dieser Ruf gantz nngegründet.

Bayreuth, den ro.Iuliii.

Vorgestern frühe zwischen 9. und 10. Uhr haben Se.Hochiürstl-che Durchlaucht, unser gnädigster Landcs-Fürst, und Dero Frau Gemahlin Königli« cheHsheit, mit einem zahlreichen Gefolge unhun- tcrden häufigen Glückwünschen aller redlich gr»- sinnre» E'nwohner hiesiger Residentz-StadtDero Reise nach dem Carlebade angetrctte».

Haag, den rr.Iunii.

Am Freytag sind der Herr Graf von Czernichef, Rußisch-Kayserlicher Minister bey dem Großbrit- rannischen Hofe, und der Herr General-Major von Hop, Gesandter der Herrn General-Staa­ten beyselbigcmHof, aus London hier angelanget,

«nd bevde haben den Prinzen Statthalter zu grüs« sen dieEhre gehabtrersterer ist am folgendenMorgen von hier wieder ab - und nach Hannover verreiset, letzterer aber ist in seinen eigenenPrivat-Geschäfften hierangelanget, undwirdnoch einige Zeit sich hier aufhalten. Morgen werden die nach Dvrdrecht abgeorvneteHerren aus der Versammlung derer Herrn Staate» von Holland hier wieder einge­wartet, um bey wieder cvntinnirender Versamm­lung den Rapport ihrer Verrichtung abzustatten.

AVERTISSEMENT.

Bey Springs Erben und Garbe, Buchhänd­lern in Franckfurt, ist zu haben : Der Zorn des Herrn Professor Gottscheds über das rauhe Pfäl- tzer-Land, nebst der Bemühung der Obern Pfaltz, den Zorn desselben zu besänftigen, und Ioh.Tob. Köhlers Vertheidigung derOber-Pfaltz, gegen die Verunglimpfungen des Hrn. Professor Gottscheds. 4.17so. Is.kr. Lirc^l-tt Schreiben des General- Rilter-Direclvrii amOttenwald ad Status impeni d.d. 1. Marr. fjo. mit Anmercknngen und gehö­rigen Erläuterungen. Fol. 4. kr. Neb-l H. c.

Diatribedemiiitia romana monuncntis Q, Horatii FlacciiiUuftrata.4.Gieffse l7fo. fc. kr. Versuche

in der moralischen Weltweisheit, aus dem Franzö­sischen desHerrn von Manpertuis übersetzt. gr. 8 .

Halle I7sv. Is.kr. liibliotheque curieuie hilto- rique &Critique ou Cataloguc raifonne de Livres difticiles a trouves p- D. Clement. T. I. n ee!. 4«» Gotting. 17fo. j.fl. jo.kr. Eccordi, Jo. Georg» de Origine germanoium eorqmque vetaftiflimisco- laniis migrationibus ac rebus geftis libri II. edid. Chrilt. Lud. Scheidius c. fig. 4. Gotting. 17 yo. 4. fl,«

Bey des Parfümeur Pauli hinterlaffenen Wit­tib in der Fahrgaffe allhier, istbie Englische con.- poLtion Seiffe -48. kr. in Loinntiflton zu haben; sclbigedienetzurReinigungderHaut, blvs durch waschen, warm oder kalt; sie machet die Haut un­geniein weiß, zart und gläntzend, und vertreibet das Schwitzen der Hände. Man kan auch feine Leinwand und Spitzen Schneeweiß damit bringen. Der gedruckte Zettel zeigtein mehrers.

Dieses JOURNAL ifj wöchentlich viermal bey denen Serlinischen Erben und auf allen Post-Aemtero Montags,Dienstags, Jrehtagi und Samstags zu haben; wird aber bey Hrn. Serlm ausgegeben,