itzo bereit» r. aus Teutschlaud und eine aus Nor­wegen fehlet.

Warschau, den rr. Derembr.

DieKälte ist gestern bei- uns so hoch gestiegen, daß nur noch 4. Grad gefehlet, daß sie nicht di« in« Jahr 174». erreichet hat. Es sind auch ge» stern unterschiedliche Lente tvdt gefunden worden; auch ist hier ein so gewaltiger Schnee gefallen, als in langen Zeiten nicht geschehen ist. Gestern Abends hat inan abermals ein Erempel gehabt, was für betrübte Folgen der Trunk nach sich rie» den kan. Es fiihre vemlich ein sehr betrunkener Mensch auf eine« Schlitten nach Biüanow, siel -2^-aber, nachdem« er für Kätte eingeschlaffen, aus 1 demselben, und wurde von den Wölfen bis auf die Beine, die man in denen Stiefeln fand, ge­fressen.

Halle, den zz. Derembr.

Der Herr ve.Schreberhati» eiuerSammlung von s. Dogen alle Verordnungen, welche wegen »f der Vieh-Seuche in den Königs. Preußischen Lan- den ergangen sind, herausgegeben. Man wird darinnen das Vornelunste, so von dieser Seuche in wissen nöchig, und dabey zu beobachten dien­lich ist, aufs deutlichste und gründlichste angezei- get finden. Wenn aber dem uogeachlet dem Ue- del noch nicht abinhelfen gewesen, und deswegen in der Instruction vom is. Januar. 175-*. S-y. ein jeder Sachverständiger ermuntert worden, Ver­suche anjustellen, ob nicht ein sperifiqueS Mittel dargegen zu erfinden styn möchte; so hat der Herr Dt Schreber sich der ihm vorgestoffenen Gelegen­heit bedienet, und in dem Vorberichtebergleichen Mittel aufrichtig bekannt gemacht, welches auf den Satz: daß ei» Gift öfters das andere vertrei. det, gegründet, und durch die Erfahrung best«, tigct ist. Es müssen nemlich die Vifee« eines an der Seuche gefallenen RindeS pulverisiret, dar­aus Pillen formiret, und dem Vieh zu rechter Zeit» ehe die Jiiflammatwn überhand nimmt» eingegebrn werden, wie die daselbst benfidiiche Vorschrift in mehrern besaget. Unter dem darzu herzlich erbe­tenen göttlichen Segen wird man sich gute Ww- . kunq davon zu versprechen haben. Es ist dieses Mittel nicht nur bevm Rind-sondern auch beym Schweine-Vieh zu adhibiren» unter welchem ei­ne der Rindvieh-Seuche vollkommen ähnlich an- Keckende Krankheit an manchen Orten bisher gras- siret hat.

Ein anders ansHalle, den 24. Derembr.

Vorige Woche, des Abends gegen 8 . Uhr, ent­stand in dem bey Dkeuditz liegenden Dorfe, Hä­

nichen, eine Feuers-Brunst, «sdurch einige Dauerhöfe, nebst Scheunen und Stallen, einge- aschett wmden. Gestern, des Nachts um i Uhr kam «n dem auch nicht weit davon befindliche» Dorfe, Brmidorf, gleichfalls Feuer aus; wel­ches aber, unter göttlicher Hülfe» bald wieder gelöschet ward, wie denn nur eine Scheune, und eia Stall, abbranntcu. Dem Vernehmen nach, soll da- Feuer an beyven Orten angelegtgewesi« feyn.

Utrecht, den z6. Derembr.

Eine vornehme Person, welche auf dem Ruck- Weg von ihren nach Frankreich getbanen Reise« begriffen ist, und daselbst alle See-Haven dieses Königreichs io Augenschein genommen, hat er- zehlek, daß sie allda wirklich 70. Schiffe von der Linie gezehlet hatte, welche im Stande waren, sich in die Seel zu begeben, auch sich mit alle« Roth- wendigkeitenversehen, befänden.

Hamburg, den 27. Derembr.

Gestern, als am andern Feyettage gegen Abends trug pchs zu, daß auf den Rödingsmarkt z. Zu­ckerbecker-Knechte sich prügelten. Wie sie sich am besten zaufeteo, fielen fit ins Fleth, und muß­ten, weil sie nicht sobald gerettet werden konten, ersauffeo.

Don«, den 27. Derembr.

Da der Rhein «iedee an« seine« Ufer« gestie­gen, so haben wir hier auch in den Gaffen, wel­che längst am Rhein liegen, Wasser gehabt. Ar Kempemch, nicht weit von Andernach liegend, hat eine plötzlich entstandene Feuers-Brunst sS. Häuser in die Asche geleget. Es find bey diese« unglücklichen Brand nicht »nr vrrschiedene Men­sche«, sondern auch vieles Vieh uMs Leben ge­kommen, welche in den Ställen gewesen, die man nebst denen Schemen und der darinnen vorhan­denen Früchten, nicht erretten können.

Paris, den 29. Derembr.

Die Prinzen von Geblüt, die Marschallen vo« Frankreich und viele Pairs dieses Königreichs, ha­ken dieser rage« einem exlraordinairen Rach bey. gewöhnet, welcher zu Versailles über die gegen- wattige Affairen des Parlaments gehalten worden, und man will ehestens eine wichtige Königl. Ent» schlieffung in dieser Sache gewärtigen; die Eha- teletS.Herren, börsten auch innerhalb kurzem, we­gen ihrer Widersetzlichkeit das Gewicht des Königl. Befehls empfinde». Am rrsten i» der Rächt, hat der König!. Hof einen Expressen an die Ehatelets Herrn Quilltt, Marote und Pelletier geschickt, oh«» dieursach deffenzu wissen, allein keiner der-