Anno 1750. Samstags, deN24.0Äokr. No, 170.
JOURNALS - ANHANG.
In Franckfurt am Mayn.
. Barcellona, den * 6 . Septembr.
verwicheuen Freytag langten in hiesi- ^ gem Häven 2. Catalonische Fahrzeuge mit 87- Familien an, welche mikeinander aus Cngelland, und Tuchmacher sind, man hat denselben in der Stadt vetschiedeneHerbergen angewiesen, in welchen sie auf Kosten des Königs so lang verpflegt werden, bis aus Madrit der Befehl eingelauffeu, an welchen Ort sich diese Leute begeben, und ihre Fabriquen anlegen sollen. Man hat nachgerechnek, daß seit <f. Jahren sich 2800. Familien und dergleichen Fabrikanten in der Spa« Nischen Monarchie niedergelassen, und hin und wieder dertheilet worden. Ohnedier.Algicrische Chabequen, welche der Don Pedro de la Cerda in Grund gebvhret, hat derselbe auch 4. andere dergleichen -szfiiß* hotwifyljt dnech feine auf de« 2. Kriegs-Schmen und 4. Regatten yäo«».ft Canonen beschädiget, daß dieselbe gesuncken. Krafft des Testaments, welches Don Michael de Ripa gemacht, wurden 1200. Duralen unter die Armen, sind 2000. Gulden an gewisse uothleidende Familien ausgetheilek. Es hak auch derselbe 4. Cano« nicaten gestifftek, und noch andere Legaten gemacht, dessen ungeachtet hat dieser Marquis noch andert- . halbe Millionen Piasters an baarem Gelde hinter« lassen. ■
Nom, den;o. Septembr.
Der berühmte Violin-Spieler Riminese, welcher zu Berlin gestanden, und sich in hiesiger Stadt wegen desJubel-Jahrsaufgchalten, tsl aus seiner Rückreise nach gedachtem Berlin beyVtterbo von Meuchel - Mördern angegriffen , getödtet und völlig beraubet worden.. Am Montag versamm- leten sich vor seinerHeiligkeit die Congregation de Propaganda Fide, wegen einiger zwischen denen Provinzen Pohlen und Lithauen vorwalkcnden Differmzien, betreffend einige Clöster des Ordens St. Basilii, derenEigenthum die erstere Provinz »rättNdiret, ungeachtet die questionirte Clöster be
reits von langer Zeit her, unter der Bottmäßigkeit der andern stehen. Die Congregation hak die Sache zum Faveur der Provinz Lithauen entschieden. Der Herr Giustiniani, welcher in seinen Privat-Affairen eine Reise nach Bologna gethan, soll von dem Pabst den Auftrag erhalten haben, einen jungen Nepoten Sr. Heiligkeit dereinst mit sich nach Rom zu bringen, Massen derselbige seine Studia in dem hiesigen Collcglv Clemenkino absol- viren soll. Es ist der Herr Petro Giacomo Varta- biez, Erz-Bischof zu Aleppo, welcher zu der hohen Würde eines Patriarchen befördert worden, Massen der Pabst die Wahl derer beyden Römischen Kirche haltenden Arminischen Vischösse, welche auf die Person des erstgenannten Herrn V-mabier ausgefallen, bestattigethat. AlsdasConsistorium geendiget war, so lieffeSe. Heiligkeit denBcvoll»
der-Armenien°in Derö^iiW^ü'N^DW'' cher sodann den schuldigen Danck wegen der seinem Herrn Principalen ercherlten Conceßion sich des Pallii zu bedienen, bc» Sr. Heiligkeit abgestattet hat.
Petersburg, den z 0. Sept.
Weil die rauhe Winters-Zeit bereits angesan« gen, so hat der Hof den Winter- Pallast bezogen, und jedermann hat schon wieder Peltzkleider angezogen, welches insonderhait die ausländische Mi- nistri gethan. Ihro Majestät die Kayscrin wrrd diesen Winter keineReise nach einem andern Ort sürnehmen. Am hiesigen Hofe erwartet ma» mit
Verlangen auf dieRachricht,was daswonKiow aus
abgeschickte Corps Truppen, welches in 6 . tausend Mann bestehet, wieder die rauberischeHaydama- cken ausgerichtct habe, gegen welche man mir allem Ernst zu agirenund selbige mit Stnmpfund Stiel anszürotten fest entschlossen ist-
Valaugin, den;.!Octobr.
Auf dem letzten Marckte zu Chaux deFvnds hat man zwey falsche Minder von Franche-Montagne,