in einer gewissen Provinz ruchloser Weise weiter soll ansgebreitet worden seyn. Jhro Mojest. Häven solchen Muthwiüm mit Lebens-Strafe beleget, wann daraus Schaden entstehet: Falls es aber bet) der blossen Unternehmung verbliebe, so sind denen, die daran Theil nehmen, Leibes-Skrafen ,n erkannt worden, wöbe» sie am Pfahl gesiellet, und ein Horn von einem Rind-Vieh in der Hand halte» sollen.
Posen, den 30. Decemdr.
Der nach dem vor vierzehn Tagen gehabten gelinden Wetter, und vor i. Tagen sich eingefundenen Frost halt noch immer an, und wird von Tag zu Tag strenger, so daß wir diese Woche eine so strenge Kälte haben, als sie kaum Ao. 1740. gewesen ist. Den rüsten dieses um 3. Uhr nach Mitternacht, entstund in dein hiesigen Post-Hause im Hintergebäude eine unvermuthcte Feuers- Brunst, überaus keiner Verwahrlosung, sondern «us Versehen des Mauermeisters, der in dem da- selbsten aufgeführeten Zimmer, eine hölzerne Säule nahe an dem Ofen-Loch emgemauert, welche» nachdem sie Feuer gefastet, dasselbe in die Hohe gegangen, und dasgantzeDacheingeäschert, wobey es auch GOtt Lob geblieben, und weiter keiuen Schaben geschehen.
Paris, denr. Januar.
Unter denjenigen Verordnungen welche Jhro Majestät der König einführen lassen, ist auch eine, welche denen Herrn Mebicis bey Strafe 100. Livres anbcsiehlet, daß sie diejenige Krancke, nach der; ten Visite ihren Seel-Sorgern, derjeuigen Pfarr anzeingen, in welcher sich diese Krancke befinden, damit die Seel - Sorger selbige besuchen und wissen können, wo sich die Krancke, und in welchem Zustande dieselbe sich befinden. Jhro Majestät haben dem Abt Fleuri), Neveu des verstorben Cardinals dieses Namens, zum Ertz- Bischof von Tours ernennet: Vorige Woche wurde die Lieferung derer Etapen für die König!. Völcker gewöhnlicher Weise verpachtet, wobei) dieses besondere zu bemercken, baß, da in vorigen Jahren diese Lieferung in jeder Provinz nur auf ein Jahr gewissen kleinen Compagnien zugesprochen worden, nunmehr eine Compagnie von rx. Personen dieselbe für drey Jahre durch das gantze Königreich übernommen haben. Die Briefe von den französischen Küsten sindmit traurigen Nachrichten von vielen durch die grausame Sturmwinde verursachten Schifbrnchen angesüüet.
London, den s. Januar.
Da der Gouverneur in Neu - Schottland, der
Herr General Cormvallis, in seinen überschickten Berichten kein Dedencken getragen, die Haupt- Ursache der Hinderungen, daß die Indianer mit rinsern Colonisten in gedachtem Rcu-Schottlaiid in keiner vertraulichen Verständnuß leben, denen Franzosen znschreidet, so haben Jhro Majestät der'König den Französischen Hofe ersuchet, daß dem Französischen Gouverneur in Canada, und in andern Französischen Pfiantz-Oertern der Beseht mögte zugefertlget werden, die Grvßbrittannische Unterthanen weder mittelbar noch unmittelbar zu beunruhigen. Es hat hierauf der Französische Hofanlworten lassen: Es wäre schon eine ziemliche Zeit her, daß Franckreich die Vorsicht gehabt, dergleichen Befehle dahin zu senden. Der Französi- ' sche Hof wäre versichert, daß seine Goüverncnrs imdOfficiers vieseBefehle aus das genaueste beobachteten; Allein es stünde nicht in ihrerMachtdie Indianer im Zaum zu halten, noch ihre Gesinnung gegen die Unterthanen von Nen-Schottland zu verändern. Eben so wenig stünde es in ihrer Gewalt, die Franzosen, so sich an den Grenzen der Brittan- nischen Herrschafft gefttzet hatten, zu verhindern, ihre Wohnung zu verlassen, um sich in bas Gebiete Seiner Allerchristlichsten Majestät zu begeben.
Das Gerücht, baß Jhro Königliche Hoheit der Prinz von Cumberlünd sich mit einer hohen Pein- zeßin vermählen werde, wird wieder lebendig.'In hiesiger Stadt werden die Herrnhuter mehr und mehr bekannt, da sie anfangen, zuweilen ihre Klauen zu zeigen, man beleget sie bereitsmitbem Rahmen der neuen Enthusiasten. Man schlicfftt^ hieraus, daß sie imikünfftigen Parlement nicht so viele Freunde haben werden, weil man diese Leute nun mehr genauer kennen lernen, zumahlen da dje beyde Erz-Pischöffe und einige andere Bischöffe nähere Nachrichten von dieser Gnostischen und 4 » Düktelcrischen Bande eingezogen haben, wie dann * eines grossen Tentscheu Theolvgi Beschreibung der Herrnhuter aus dem Tentscheu bereits ins Englische übersetzet worden. Es hat auch der Erz-Bischof von Canterburi) verschiedene»»)!)! eröffnet, daß er be» der vorigen Sitzung des Parlements von dieser Sette noch nicht dasjenige gewußt, was ihm jetzo zu seinem Verdruß und zu ihrer Schande von diesen Louren bekannt wäre. . Dieser Erz-Dischoff hat erst nachdem denjenigen Briefgelesen, welchen der Herr Graf vonZiüzendorffvor ohngefehr an den Pabst geschrieben. Es wird aber der Hr. Grafver. muchlich denselben allhierauch laugiien, wie er in Tentschland geleugnet, ob gleich die Beweise davon Änwlkdersprechllch sind. Die Methodisten haben —