vsnMaenza den Orden von Calatrava im Namen Ihrer Majestät des Königs von Spanien überrei­chet. Man redet von verschiedenen kleinen Flot­ten , so sormirt und an verschiedene Orte der Welt geschickt werden sollen, unter dem Vorwand, das See-Volck bester zu üben; allein die Haupt-Absicht seye, das Commercium derNation zu beschützen.

Dantzig, den rj.Octobk. - Mit den neuesten Briefen aus Petersburg ver­nimmt man, daßderRufflch von neuem verbrei­tet, es würde Jhr.o Majestät die Rußische Kayse­rin eine Reise diesen Winter nach der Ukraine un­ternehmen. , Der GrasRasoumofsky wird voraus dahin abgehen, um alles zum Empfang Sr. Ma­iestat anzuordnen, wie auch die nothige Anstalten machen zu lasten, zu seiner Einführung als Atte- mann oder Groß - Genera! von Klein-Rußland, welche Ceremonie mit grossem Pracht geschehen, und daraufeine General-Musterung der Armee derCosackischen Truppen folgen soll.

Donaustrohm, den24.Octobr.

Wie man mit ferner« Briefen aus Constantino- pel vernimmt, so klagen die Christliche Kaufleute gar sehr über denBaffa in Egypten, als welcher Lenen Juden die Zolle und Kaufleute verpfachtet, welche dann von den Kaufleuten io.vom hundert ohne Nachlaß fordern und auch erpressen, ob nun gleich die Kaufleute hierüber geklagel und derGroß- Sultün zwcy Befehle an den Baffa ergehen lassen, so hatten doch dieselbe bey dem Geld begierigen Das- sa,so sich wenig um diese Befehle desSnltans zu be­kümmert, weil erdieGewogenheitderJanitschareu zu gewinnen gewust und die Kunst verstehet, den Divandahinznbringev, daß ihm derselbe durch dieFingersiehet.

Aus den Niederlanden, de« rck. Ockobr.

Es gehet die Rede, daß ein Canal von Ostende bis an die Schelde gezogen, «nd Ler Haven zu ge­dachtem Ostende zu einem Freyhaven börste ge­macht werden. Es ist aber noch sehr ungewiß, ob diese Sache zu Stande kommen werde, Ihro DurchlauchtderPrinz von Hessen Philippsthäl ist von Mons zu Brüssel angelanget.

Brüssel, de»27.Orwbr.

Ihro Erceü. der Herr Graf von Kaunitz Ritt­berg i welcher als ausserordentlicher Ambassadeur Ihrer Kayserlichen Majestät nach dem Französi­schen Hofe gehrt, ist erst am Sornabend, als den 24. dieses von hier nach Paris mit einem zahlrei­

chen Gefolg abgereifet. Ihro Excel?. der Feld- Marschall, Herr Graf von Neuperg, und seine Frau Gemahlin ^werden bis Freytag nach Na- mur und von dar nach Luxemburg zurücke gehen. Der Herr General, Graf von Ar berg, ist vom Königlichen Französischen Hose sehr vergnügt zu­rück gekommen, woselbst er Ihrer Majestät dcrtt Allerchristlichen König und Ihrer König!. Hoheit dem Dauphin imRamen Ihrer Königlichen Ho­heit, unseres General-Gouverneurs, wegen der Ge­burt der Prinzeßin, mit welcher die Madame la Dauphine glücklich niedergekommen, die Glück­wünsche abgestattct. Der Herr Graf von Riche- court ist mit seiner Frauen Gemahlin von Hanno­ver hier angelanget.

AVERTISSEMEN'S S

Den i 8 . naWkommenden Monat November werden zu Desemond an der Mosel, Cbnr-Pfal- tzischcn Ober-Amts Veldentz, in dem Thölayee Hof daselbst, eine grosse Parthie Wein, von ver­schiedenen Jahr-Gängen, des besten Brauenber­ger Gewächses, darunter allein dreysig Stück4ck. und48ger Jahrgang, in öffentliche Versteige­rung gesetzet werden, wer demnach zu ein- oder ander« Belieben hat, der kan sich gedachten I». Novembr. zu Desemond einfinden, und die Ver­steigerung befördern h eissen.

D« Welt-bekannte Pillen, des Herrn Ang«, stini Belloste, gewesenen Rath und ersten LeibChl- rurgi bey demTurinischenHofvoa unterschiedliche« Personen verfälschernnd nachgemachc worden sind; sodrenetdemnach demPubliro zur Nachricht, daß HerrDkichaelAntonPelloste, iWedi Do<stor,

in München , als alleiniger Besitzer solch väterli­chen Arcani, diese seine Pillen (mitJhro Römisch« Kayserl.MajestätallergnädigstenPrivilegko)Herr Johann Ulrich Barcnsfcld in Francksnrt zu »er« kauffett anvettrauet, bey welchem besagte gerechte Bellvster PillenSchachrrk-weiß von zwey und einem koth zu bekommen, miteiner gedruckten Hinlängli­chen !atvnDS!ion. wie auch in was für Zoßand sol­che zu gebrauche«.

KN. In dem gestrigen Jaanuj ist unter dem Ti- tul Rom den 1 1. Octvbr. anstatt itausend Du­ralen nur i;c>. gednickt worden-

Dieses 1 o v r n a l iji wöchentlich viermal bey denen Serlinischen Erben und auf alle» Post-Äemter« Montags,Dienstags, Freytagt und Samstags zu hahmr wnd aber bey Hru. Serlin aiisgessbes.