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gerichtet, in denK iowcrPalatinat ri»gefallen wä­re«, und daselbst alles mit Feuer und Schwerdtzu verwüsten angefangen hatte«, wodurch bereits grosses Elend angerichtet worden sey.

Parma, den 14. Oetobr.

Nachdem die zwischen demSpanischcn und Fran­zösischen Gesandten und unserm Hofe wegen der Einfahrt in den Schloß-Hofzu Colorno entstandene Irrungen dergestalt beygeleget worden, daß man »n Zuknnfft sich nach der alten und bey denen an­dern Herzogen beobachteten Gewohnheiten richten «olle, so werden die Unterredungen vielfältig mit diesen Ministris und unserm Ministers wieder fortgesctzet.

Modena, den 15^ Oetobr.

Jhro Durchlaucht, unser Herzog laßt offt die Französische Ministres zu sich in Dero Cabinet einladen, worinnen dann die Unterredungen bey verschlossenen Thüren auf das geheimste gehalten weiden, daher man auch nicht das geringste in Erfahrung bringen kan, worüber in diesen Un­terredungen gehandelt werde. Inzwischen wer­den die Werbungen in denen Staaken unseres Herzogs eifrigst fortgesetzet.

London, den »s. Oetobr.

Man hat vorgestern eine Person eingezogen, welche geWiche» Standes seyn soll. Man erwar­tet mit nächstem einen Neapolitanischen ausseror­dentlichen Gesanden, welcher ein wichtiges Gc- schäffte, die Handlung und Manufacturen betref­fend , zwischen unserer Nation und denUntertha- ncn'Ihrer Majestät des Königs beyder Sicillen «errichten soll. Hiesige Richter-wollen mchtmchr dulten, daß die zum Tod verurtbeilte Miffechäter, deren Anverwandten und Freunden es auf keine Unkosten ankommt, in Hauer-Kutschen nach der Nichtstatt gesührer werden. Sie sagen, es müsse keiner vor dem andern eine Ehre voraus haben, zudem wäre in andern Landern der rechtmäßige Gebrauch, daß solche Leute andern zum Bcyspiel öffentlich zu Fuß hinaus gebracht winden. Ob­gleich in diesem Jahr der Wailfischs.mg nicht son­derlich glücklich gewesen, so har doch die Aufmun­terung des Parlements so viel verursachet, daß man im künftigenJahrnochviel mchrcreSchiffe dahin senden wird. Die Staats-Unterhandlungen zwi­schen Spanien und Franckreich scheinen je länger je zweydeutigcr zu werden. Unsere Geistlichkeit «llyier wartet mit Ungedult, was bei) der bevor­stehenden Sitzung des Parlaments in Ansehung der Hermhuther Vorgehen werde. Sie hat den be- kMitrnDrief^welchenderHerrErafvonZ..,

vok ungefehr 8 . Jahren an den Pabst geschrieben? dem Erzbischoff vonCaMrbuiv, mitAnmerckun- gen übergeben. Die Herrnhukher schmeicheln sich, bey dem Bischof vonWorchestergutangeschrieden zu seyn; allein ihreGegenparlhcy ist weit ansehnli­cher, und sie wird sich sehr verstärke», wenn erst das Geheimniß ihrer Bvßheit allyier noch deutli­cher bekannt wird. Es gehen zuweilen Facta vo» ihnen aus Teutschland ein, die das völlige Siegel der Glaubwürdigkeit haben, und gar keinen Be- weiß für die Reinlichkeit, Redlichkeit und Ehre dieser Serie sind. Man hoffet auch; daß ange­sehene Gottesgelchrte in Teutschlanv, da ihnen der Anfang und Fortgang des Herrnimlischen Unwe­sens am besten bekannt ist, aus einer reinen Liebe für die Lehre JEsu, fortfahren werden, ihr Be» drucken darüber cinzusenden.

Ein anders aus London, den 16 . Öctofcr.

Man hat abermahl die »erdrießlicheNachricht er­halten, daß ein Algiecischer Cape-' unserer Nation ein Schiff, welches Getrayde an Boord gehabt, hlnweggenoinmen, und den Capitain und seine Leu- teauf das allergrausamste tractiret habe. Man hat auch bereits dieses bey den Eommiffarien der Admiralität an hängig gemacht. Hier ist auch die Nachricht eingelauffen, daß man in der Provintz Northamton und andern benachbarten Plätzen vcrschiedencDtvffe eines Erdbebens verspührehwel­che aber keinen sonderlichen Schaden gerhan. Der Lord Ansonhat seineFlaggeaufdas Schiff gcpstau- tzet, mit welchem er als Admiral der Escavre com- mandiren wird, so Jhro Großbritannische Maje­stät aus Holland nach Engelanv herüber bringen und escottiren wird, wie Venn die Jagden fertig sind »ach Hellevoetsluis unter Segel zu gehen.Die Regierung hat neue und zwar sehr ernstliche Be­fehle an den Herrn Grafen von Mbermarle abge» schicket, um am Französischen Hose wegen Ausrau- muug der neutralen Jnsulen nochmahlea die trief» tigste Vorstellungen zu thun. Man hat denje­nigen zu Hüll gefangengesxtzct, welcher 379. gan- tzx und z r e. halbe Gninees, die alle zu leicht sind, ausgegcbco; man hat über dieses bey eben dieser Person noch 4 ) 8 .gantzeund 64 . halbeGuineen ge-, funden, die Regierung hat selbige ausgewechselt und alle nach der Müntze lgesendet.

Ein anders aus Turin, den 16 . Oct.

Ob man gleich allen möglichen Fleiß anwendet, die Strassenrquber aller Orten zu vertilgen, so ge- Wehet es dennoch, daß dieselbe noch immer Ran- bereyen begehen, dann als vor einigen Tagen dxr M von Castro Monte, der mit Erlanbniß des Nea-