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W' 360 .

Mittwoch, den 23 . December.

1825 .

Ankündigung.

88om lsien Januar des nächsikünftiqm' Jahres an ist die bisher unter dem Namen: Hanauer neue Zeitung, bestandene politische Zeitschrift, mittelst Kurfürsillcb-allerqnä- digstem Privilegium, meiner Redaktion und meinem Verlage übertragen. Indem ich dieses hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, beehre ich mich, zu bemerken, daß dieses Tageblatt künftighin nicht nur in einem eleganteren und größeren Format erscheint, sondern auch jeden Tag früher als bisher ausgegeben wird.

Um jedoch demselben auch noch einen höher» Werth zu geben, habe ich, ohne Erhöhung des seitherigen Abonnemcntspreises von 3 fl. 30 kr. halbjährlich, ungebunde­ne Unterhaltungsblätter, jedes von einem halben Bogen, beizuft'igen mich entschlossen, welche gemüthliche Mittheilungen aus dem Gebiete der schönen Wissenschaften enthalten, und dem Leser einige vergnügte Stunden verschaffen sollen.

Hinsichtlich der politischen Gegenstände werde ich die vorzüglichsten und wichtigsten sogleich dem Publikuni zu Händen konunen lassen, auch besonders aufcine gute Auswahl der für die Unterhaltungsblätter zu bestimmenden Aufsätze Bedacht nehmen.

Avertissements und sonstige Insertionen erhalten einen billigen Einrückungspreis, die Aufsätze in das Unterhaltungsblatt sind jedoch frei. Zusendungen geschichtlicher Erzäh­lungen, prosaischer und poetischer Dichtungen, Anekdoten, sittlicher Rügen, biographischer Skizzen rc. und sonstiger schönen Arbeiten werden unter portofreier Einsendung mit Ver- gnüaen angenommen, und nach ihrem Werthe losort eingerückt. Hanau im Dezember 1625.

N.S. Wegen Kürze der Zeit war es mir nicht möglich, Pröbeblätter von Beiblättern zn geben, sie erscheinen aber in dem nämlichen Format wie diese Zeitung.

Willst einer.

Wien, den 20. Dec.

Der österreichische Beobachter sagt heute in einem aus Wien, 19. Dec: dalirten Artikel: Am 14. d. M. ist mit der Schnelligkeit, mit der sich große und insbesondere traurige Ereignisse ge­wöhnlich verbreiten, hier die Kunde des gänzlich unerwarteten Ablebens Sr. Maj. des Kaisers von Rußland in das Publikum gekommen. Berichte des österreichischen Confulatsverwesers zu War­schau vom 9. d.M. enthielten zuerst die Anzeige, daß der Kaiser Aleranderam3. d.M. nach einem sehr kurzen Krankenlager, zu Taganrog mit Tode abgegangen sey, und daß die Stadt Warschau von tiefer Bestürzung ergriffen war, obgleich man sich

die Ursache derselben nicht öffentlich gestehe. Es blieben demnach mehrere Beweggründe, zu hoffen, daß die Anzeige auf einem, in Warschau ver­breiteten, falschen Gerüchte beruhen könne. Von keinem Acte der neuen Regierung war die Rede, und Alles machte uns zur. Pflicht, die fernere Bestätigung der großen Neuigkeit, oder eine er­wünschte Widerlegung derselben zu erwarten Leider hat die Sache seitdem eine Gestalt ange^ nommen, die uns kaum mehr berechtigt, zu be­zweifeln, daß der Monarch, dessen Name eine der glorreichsten Stellen in dem Buch <der Geschichte bezeichnet. Seinem Volke und der Welt entrissen sey! Zwischen der Nacht vom 13. auf den 14.u

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