Arcanum Antifebrile Mederi.

Jeses Medicamenttff zwar eine Uni verfal-SBIuf* Reinigung,und hak, wie mit vielen Atteftatis zu erweisen, durch geschwinde Versüssuug des Geblüthes und Oorrigirung derer dicken versauerten Sajste in unter ­schiedenen Maladien, als der Melancholie, Schweren-Nolh, Maio- i hypochondriaco, übernatürlichen Schweiße, Miltz- Beschwerung, VsZ// Hertzdrucken und dergleichen,gar cur-ieuse und fast verwunderliche Pro­ben gethan; Weiln es aber seine Wirckung in keiner Kranckheit ge­schwinder, als bey denen intermittirenden Fiebern sehen lasset,maaßen es alle Quar- fan-Tercian- und t^uocidiau.Fieber,sie ftynh alt oder neu,aufs längste innerhalb z.

^Tagen völlig und von Grund aus curiret, so istesa potiori eKeäku Arcanum anrl- Yebrile, und von des Erfinders Nahmen Mederi genennef worden. Es wollen zwar 'inige vorgeben,ob wäre nichtgut,daß man die Fieber, absonderlich im Anfänge, sojah- ling vertriebe; aber es rühret dieje Opinion bloß von unwissenden Medicis her,welche ^Detln fie fein folcf) infaliible^ unD prafens remedium davor finden können, ihre l(lunÄation so lange damit beschönen,und indessen die bekannte Lbinam-Wermuth, und Cardobenedicten- Saltze nebst andern antikebrilibus nach der Ordnung,durch sxrobiren, biß entweder ein oder das andere Mittel ungefehr angeschlagen , oder des ^Patienten Natur sich selber geholffen habe. Hier aber kan man durch' Ausrechnung der Lirculation des Geblüthes einem iedweden nicht alleine den Tagssondern auch die Stunde seiner Genesung und des ausbleibenden karoxylmi zuvor sagen, und dieses muß, wie oben gedacht, unfehlbar intra triduum geschehen. Gestalt es unter viel tausend Proben kein eintziges mahl gefehlet hat. Man stehet auch vor alle böse Suiten, die aus dieser Lurerfolgen können,und Haltes vor eine Thorheit, daß , wann man die Kranckheit vorder Thür abweisen kan,man selbe durch Verzögerung nur fester einni- steln,dasGeblüthe durch verhinderteCircdation in Fäulniß gerathen und den Pati­enten mmöthig deFatigirert lassen solle. Und bezeuget es die Erfahrung,daß diejenigen,

denen mit solchen Medicamenr qebietwt w orden. na ch der Cur gar ge sund geblieben, und Mchsam me neu gevoyreuAJtf pniii mqev m^nci; vemlMM zwar,

weiln gute Orientalische Perlen und andere Pretiofa darzu genommen werden, in der Dell vor einen erwachsenen Menschen auf r.Thlr. 12. Gr. Bey Kindern aber nach Proportion des Alters aufdie Helffte oder den vierdten Theil davon. Hingegen obli- gire( man sich, einem jeden, der, nneeedtf, darthunkan, daß er nach vorgeschriebenem Gebrauche desselben, innerhalb z. Tagen nicht von allen intermittirenden Fiebern chefreyet worden,sein Geld wieder zu geben,undder Artzney also verlustig zu seyn. Der Gebrauch dieses Medicaments ist folgender: Man nimmt von dem Pulver, welches in der gantzen Dofi 3, Loth wieget,alle 6. Stunden eines Ducaten schwer ein,so wird man gleich in z Tagen damit fertig. Wer aber nicht gerne Pulver einnimmt, der kan ' .dasselbe in Wacholder-Safft,Rosen-Zucker,Violen Safft, oder auch nur in gemeinem 'Syrup oder gelauterten Honig einrühren,und also zur Lattwerge machen; davon mmt lman iedesmahl dem Augenmaße nach den zwölfften Theil,welches man ohngefehr eine grosse oder 2. kleine Messerspitzen ausmachet. Man kan es Vormittage mit einem Kopgen 1bee oder einem Löffel voll lauterer Brühe, Nachmittags aber mit einem Glaßgen Biere oder Weine überschwemmen,und darnach eine Stunde darauff fasten. Die besten Stunden zum Einnehmen sind frühe um 4. vormittags um 10. Nachmitta­ge wieder um 4. und Abends um 10. Uhr. Denn also wird der meiste Theil der Nacht v rzur Ruhe angewendet,und weiln um diese Zeiten der Magen am leeresten ist, so kan die/ Artzney desto besser operirm. WerdieFrüh Stunde etwan verschlaffen hatte , der? nehme nur ein,sobald er erwachet, und halte hernach die übrigen Stunden desto^ichth gerssowird es eben nichts zu bedeuten haben, iedochjeaecurater man die Artzney ge* brauchet, je besser ist es. Wer das Medicament nur zur Blut-Reinigung und Prse* /ervacion,wie es viel vornehme Leute zur Frühlings-Our, wie auch in warmen Ba­uern,gebrauchen,haben will, der darff sich an die Stunden gar nicht binden, sondern nimmet darvon ein,wann es ihm beliebet; Bey Fiebern aber,welche ihre gewisse Zeiten halten,muß quch MitOrdUUUgprvcediret werden, damit W* Artzney einander von

Stunden